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14.04.2020 22:19:45

MÄRKTE USA/Rally geht weiter - Nasdaq nicht mehr im Bärenmarkt

NEW YORK (Dow Jones)--An den US-Börsen ist es am Dienstag deutlich nach oben gegangen. Jüngste Fallzahlen gaben Anlass zur Hoffnung, dass die Corona-Pandemie in vielen Ländern ihren Höhepunkt überschritten haben könnte. Zuversichtlich stimmten daneben auch Daten zur chinesischen Handelsbilanz, die besser ausgefallen waren als erwartet. Vor allem Technologiewerte gehörten zu den Favoriten der Anleger. Dr Nasdaq-Composite hat den Bärenmarkt verlassen, da er vom Tief bereits 20 Prozent gutgemacht hat.

Er gewann 4 Prozent. Der Dow-Jones-Index stieg um 2,4 Prozent auf 23.950 Punkte. Der S&P-500 schloss 3,1 Prozent höher. Den 2.235 (Montag: 728) Kursgewinnern an der NYSE standen 755 (2.237) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 34 (34) Aktien.

Die Aufwärtsbewegung bleibt indes weiter von kritischen Stimmen begleitet. So moniert Boris Schlossberg von BK Asset Management, dass die Analysten die falsche Frage stellten, nämlich: "Wann nimmt die Wirtschaft ihre Tätigkeit wieder auf?". Die viel wichtigere sei aber: "Wann wird die Gesamtnachfrage wieder auf Vor-Virus-Niveau sein?" Er verweist auf die erheblichen Löcher, die die Krise in die Taschen der Verbraucher gerissen habe.

In den USA kommt derweil die Bilanzsaison allmählich in Gang. Anleger richten ihr Augenmerk darauf, inwieweit sich die Corona-Krise in den Geschäftszahlen der Unternehmen niedergeschlagen hat oder im laufenden Quartal bzw. Geschäftsjahr voraussichtlich noch niederschlagen wird.

Bankenwerte nach Zahlen leichter

Am Dienstag berichteten vor Handelsbeginn die beiden Banken JP Morgan und Wells Fargo sowie der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson über den Verlauf des ersten Quartals. Johnson & Johnson hat im Auftaktquartal zwar mehr umgesetzt und verdient als Analysten erwartet hatten, senkte aber wegen der Pandemie seine Jahresziele. Dass der Konzern die Quartalsdividende dennoch erhöht, scheint die Anleger aber mit dem schwachen Ausblick zu versöhnen, zumal Prognosesenkungen derzeit an der Tagesordnung sind: Die Aktie stieg um 4,7 Prozent.

Die Zahlen der beiden Berichtsbanken wurden zunächst positiv aufgenommen, doch die Anleger wurden zunehmend skeptisch. Für JP Morgan ging schließlich um 2,1 Prozent nach unten. Der Kurs von Wells Fargo reagierte sogar mit einem Minus von 3,7 Prozent auf den Quartalsausweis der Bank. Beide Banken haben wegen hoherer Rückstellungen einen Gewinneinbruch verzeichnet.

Schon am Montag nach Börsenschluss hatte Roku vorläufige Geschäftszahlen zum ersten Quartal veröffentlicht. Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wegen der Pandemie haben der Streamingplattform zu vielen Neukunden verholfen. Umsatz und Ergebnis dürften daher über den Konsenserwartungen liegen. Die Roku-Aktie sprang um 10,3 Prozent nach oben.

Amazon setzten ihre Rally der vergangenen Tage fort und steigerten sich um weitere 5,3 Prozent. Die Aktie hat bei knapp 2.292 Dollar ein neues Allzeithoch erreicht. Das Unternehmen gilt als Profiteur der Corona-Krise und hat am Vortag weitere 75.000 Stellen ausgeschrieben.

Apple hat ein neues Tool zur Auswertung von Mobilitätsdaten vorgestellt, das nach Konzernangaben die Bemühungen zur Eindämmung des Covid-19-Pandemie unterstützen könnte. Das Web-Tool liefert Daten über Veränderungen bei den Trends in den Bereichen Fahren, Gehen und öffentlicher Nahverkehr, wie der Konzern mitteilte. Die Aktie rückte um 5,1 Prozent vor.

Die Boeing-Aktie verlor dagegen 3,6 Prozent. Der Flugzeugbauer hat im März Bestellungen für mehr als 300 Maschinen verloren, da Fluggesellschaften weltweit ihre Flottenplanung in Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie an die erwartete künftige Nachfrage anpassen.

Ölpreise geben nach - Förderkürzungen zu gering?

Die Ölpreise, die sich am Vortag in Reaktion auf die von der Opec+ beschlossenen Fördermengensenkung stabilisiert hatten, gaben nun nach. Analysten bemängelten, dass die Maßnahme zu spät komme und nicht ausreiche, um die wegen Corona eingebrochene Nachfrage zu kompensieren. Bei den am Mittwoch anstehenden Daten zu den Us-Öllagerbeständen rechnen Teilnehmer mit einem weiteren Aufbau, nachdem in der Vorwoche mit 15 Millionen Barrel der höchste Anstieg überhaupt verzeichnet wurde. Am Abend werden Daten des privaten Dienstleisters API eine Indikation liefern. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI sank um 7,6 Prozent auf 20,71 Dollar. Brentöl ermäßigte sich um 5,3 Prozent auf 30,07 Dollar.

Gold baute seine Rally der vergangenen Tage noch weiter aus, gestützt auch vom nachgebenden Dollar. Die Teilnehmer setzen auf das Edelmetall vor allem wegen der Geldschwemme, die von Staaten und Notenbanken zur Bekämpfung der Corona-Krise freigesetzt wird. Der Preis für eine Feinunze stieg um 0,7 Prozent auf 1.727 Dollar, fiel damit damit aber deutlich unter das Tageshoch bei 1.748 Dollar.

Staatsanleihen erfuhren ebenfalls Zulauf. Steigende Notierungen drückten die Zehnjahresrendite um 2,6 Basispunkte auf 0,74 Prozent.

Der Dollar fiel und wird nach Überzeugung der Analysten der Bank MUFG auch weiter abwerten. Die japanische Bank verweist auf die "aggressiven" geldpolitischen Lockerungen, mit denen die US-Notenbank die Folgen der Corona-Krise zu mildern versucht. Die Bilanz der Fed werde in den kommenden Monaten in "beispiellosem" Tempo aufgebläht werden, kommentiert MUFG die jüngsten Maßnahmen der Fed im Volumen von 2,3 Billionen Dollar. Der WSJ-Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu einem Korb aus anderen Währungen misst, sank um 0,6 Prozent. Der Euro stieg auf 1,0983 Dollar.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 23.949,76 2,39 558,99 -16,08

S&P-500 2.846,06 3,06 84,43 -11,91

Nasdaq-Comp. 8.515,74 3,95 323,32 -5,09

Nasdaq-100 8.692,16 4,31 359,42 -0,47

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,22 -2,4 0,24 -98,7

5 Jahre 0,41 -4,1 0,45 -151,3

7 Jahre 0,60 -3,7 0,64 -164,8

10 Jahre 0,74 -2,6 0,77 -170,4

30 Jahre 1,40 -0,9 1,41 -167,0

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:01h Do, 17:30 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0983 +0,67% 1,0938 1,0931 -2,1%

EUR/JPY 117,71 +0,15% 117,81 118,53 -3,4%

EUR/CHF 1,0547 -0,08% 1,0556 1,0561 -2,9%

EUR/GBP 0,8696 -0,29% 0,8710 0,8776 +2,7%

USD/JPY 107,17 -0,52% 107,70 108,43 -1,5%

GBP/USD 1,2630 +0,95% 1,2558 1,2455 -4,7%

USD/CNH (Offshore) 7,0460 -0,10% 7,0531 7,0523 +1,1%

Bitcoin

BTC/USD 6.909,26 +1,04% 6.887,76 7.304,76 -4,2%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 20,71 22,41 -7,6% -1,70 -65,5%

Brent/ICE 30,07 31,74 -5,3% -1,67 -53,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.726,57 1.714,30 +0,7% +12,27 +13,8%

Silber (Spot) 15,72 15,50 +1,4% +0,22 -11,9%

Platin (Spot) 780,85 752,55 +3,8% +28,30 -19,1%

Kupfer-Future 2,32 2,30 +1,0% +0,02 -17,2%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

(END) Dow Jones Newswires

April 14, 2020 16:19 ET (20:19 GMT)

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