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Devisen im Blick 09.06.2026 17:30:00

Warum der Euro zum Dollar etwas zulegt

Warum der Euro zum Dollar etwas zulegt

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung Euro bei 1,1564 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1573 (Montag: 1,1540) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8640 (0,8665) Euro.

Im Nahen Osten hat sich die Lage nach der Eskalation zu Wochenbeginn wieder etwas beruhigt. Iran und Israel haben ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Die Ölpreise gaben im Tagesverlauf ihre Vortagsaufschläge wieder ab. Dies stütze den Euro. Schließlich verfügt die Eurozone im Gegensatz zu den USA nicht über Rohölvorkommen. Zudem wird Rohöl in Dollar gehandelt. Ein sinkender Ölpreis dämpft also die Dollarnachfrage.

Industriedaten aus Deutschland bewegten den Devisenmarkt kaum. Im April legte die Gesamtproduktion im Monatsvergleich um 0,4 Prozent zu. Dies war von Volkswirten so erwartet worden. "Die zuletzt schwachen Stimmungsindikatoren lassen aber befürchten, dass sich dies nicht als nachhaltig erweisen wird", kommentierte Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank. "Vielmehr dürfte die Produktion in der Industrie im engeren Sinne in den kommenden Monaten angesichts der Belastungen durch den Iran-Krieg eher wieder fallen und damit dazu beitragen, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal leicht schrumpft."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86340 (0,86360) britische Pfund, 185,35 (184,60) japanische Yen und 0,9206 (0,9187) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.292 Dollar. Das waren 37 Dollar weniger als am Vortag.

/jsl/men

FRANKFURT (dpa-AFX)

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