Goldpreis und Ölpreis 27.02.2025 08:13:04

Goldpreis: Starker Dollar verursacht Rücksetzer bei Gold

Goldpreis: Starker Dollar verursacht Rücksetzer bei Gold

von Jörg Bernhard

Am gestrigen Mittwoch schlug US-Präsident Trump einen "reziproken" Zoll (Vergeltungszoll) von 25 Prozent auf EU-Autos und -Waren vor. Nun warten die Marktakteure auf wichtige US-Konjunkturindikatoren wie die zweite Schätzung des BIP-Wachstums für das vierte Quartal, den Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe, die für 14.30 Uhr angekündigt wurden. Am Freitag folgen dann noch die PCE-Preisdaten - die bevorzugte Inflationskennzahl der Fed. Sie könnten weitere Hinweise auf die Geldpolitik liefern. Zuletzt überwogen jenseits des Atlantiks die Sorgen bzgl. der weiteren Konjunkturentwicklung. Außerdem scheint in China trotz diverser Krisen die physische Goldnachfrage nachzulassen. Im Januar fielen nämlich Chinas Goldimporte über Hongkong auf ein fast dreijähriges Tief.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 24,40 auf 2.906,20 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Markanter Monatsverlust droht

Die Ölpreis bewegen sich derzeit in der Nähe ihres niedrigsten Niveaus seit Dezember. Maßgeblich verantwortlich für die leicht negative Stimmung waren die Aussicht auf ein höheres Ölangebot und eine schwache Nachfrageprognose. Ein mögliches Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine drückte weiterhin auf die Preise, da die Erwartung gelockerter Sanktionen gegen Russland das globale Ölangebot erhöhen könnte. Zudem haben die USA und die Ukraine eine vorläufige Vereinbarung über Mineralien getroffen - ein wichtiger Schritt in Präsident Trumps Bemühungen, den Krieg schnell zu beenden. Außerdem sorgten Befürchtungen, dass Trumps Zölle auf China und andere Handelspartner das Wirtschaftswachstum bremsen und die Nachfrage schwächen könnten auf die Stimmung an den Ölmärkten. Auf Monatssicht steuert der Ölpreis auf seinen stärksten Rückgang seit September zu. Bislang hat sich die US-Sorte WTI um 5,3 Prozent und die Nordseemarke Brent um 4,17 Prozent verbilligt.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,08 auf 68,71 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,06 auf 72,59 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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Rohstoffe in diesem Artikel

Goldpreis 2 889,50 -27,13 -0,93
Ölpreis (Brent) 73,52 0,71 0,98
Ölpreis (WTI) 69,75 0,92 1,34