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28.02.2016 10:45:45

Klarer Sieg in Vorwahl für Hillary Clinton in South Carolina

   COLUMBIA (AFP)--Mit einem überragenden Vorwahlsieg in South Carolina geht Ex-Außenministerin Hillary Clinton gestärkt in die Wahlen am bevorstehenden "Super Tuesday". Clinton gewann die Vorwahl um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in dem US-Südstaat am Samstag haushoch gegen ihren innerparteilichen Widersacher Bernie Sanders. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam die ehemalige First Lady auf 73,5 Prozent, Sanders lediglich auf 26 Prozent. Laut Nachwahlbefragungen stimmten 86 Prozent der afroamerkanischen Wähler für Clinton.

   "Morgen wird diese Kampagne national", sagte Clinton unter dem Jubel ihrer Anhänger in Columbia. "Wir werden um jede Stimme in jedem Staat kämpfen." Clinton geht nun gestärkt in den "Super Tuesday" am Dienstag, wenn Demokraten und Republikaner in je elf Bundesstaaten Vorwahlen abhalten.

   Clinton war nach Umfragen als klare Favoritin ins Rennen in South Carolina gegangen. South Carolina ist der vierte Bundesstaat, in dem die Demokraten Vorwahlen abhalten. Clinton ist seit ihrem Sieg in Nevada vergangenes Wochenende wieder auf Nominierungskurs, nachdem sie zuvor von Sanders in New Hampshire deklassiert worden war. Bei der ersten Abstimmung in Iowa hatte sie Sanders nur sehr knapp besiegt.

   Besonders Auftrieb dürfte Clinton dabei das gute Abschneiden bei den Afroamerikanern geben. Diese Gruppe stellt 61 Prozent der Wählerschaft bei den Vorwahlen der Demokraten - eine Gruppe, die den Clintons seit jeher treu verbunden sind. Während Clinton bei den Vorwahlen 2008 in South Carolina gegen Barack Obama eine bittere Niederlage einstecken musste, kam sie diesmal sogar auf mehr Unterstützer unter den Afroamerikanern als der Amtsinhaber damals.

   Angesichts ihres Abschneidens in South Carolina blickte Clinton bereits über den Wettstreit mit Sanders hinaus auf den Führenden im Bewerberfeld der Republikaner: In Anspielung auf Donald Trumps Kampagnenslogan "Make America Great Again", sagte Clinton, Amerika müsse nicht wieder groß gemacht werden: "Amerika hat niemals aufgehört, groß zu sein." "Aber wir müssen Amerika wieder ganz machen", fügte Clinton mit einem Seitenhieb auf Trumps spalterische Rhetorik hinzu, die sich gegen Einwanderer, Muslime und politische Gegner richtet. "Statt Mauern zu bauen, müssen wir Barrieren abbauen", sagte Clinton. Die USA benötigten "mehr Liebe und Freundlichkeit", auch wenn dies "etwas seltsam" klinge für eine Präsidentschaftsbewerberin.

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   February 28, 2016 04:15 ET (09:15 GMT)- - 04 15 AM EST 02-28-16

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