10.06.2014 17:55:47

Aigner wirft Nahles falsche Aussage zu Mindestlohn vor

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - In der Debatte um den gesetzlichen Mindestlohn für Praktikanten wirft Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) eine falsche Aussage vor. "Frau Nahles hat gesagt, dass studienbegleitende Praktika vom Mindestlohn ausgenommen wären. Das steht aber so nicht im Gesetzentwurf", sagte Aigner am Dienstag am Rande eines USA-Besuchs der Nachrichtenagentur dpa.

Aigner legt Wert auf die Unterscheidung zwischen den Praktika von Hochschulabgängern, für die der Mindestlohn gelten soll, und freiwilligen Praktika während des Studiums: "Wir waren uns in der Koalition einig, dass für Praktika, die länger als sechs Wochen dauern, nach dem Studienabschluss der Mindestlohn gelten soll. Schwierig wird es aber, wenn das auch noch für die freiwilligen Praktika während des Hochschulstudiums gelten soll", sagte die CSU-Politikerin. "Eine Ausdehnung des Mindestlohns auf studienbegleitende Praktika würde wahrscheinlich das Ende solcher freiwilliger Praktika bedeuten. Das ist nicht im Interesse der jungen Leute."

Nahles hatte am Wochenende in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" gesagt: "Für ausbildungs- und studienbegleitende oder

-orientierende Praktika gilt der Mindestlohn nicht. Das Praktikum

wird also leben und ist gerade während der Ausbildung wichtig zur Orientierung."/cho/DP/jkr

Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!