05.02.2013 10:47:32

AKTIE IM FOKUS 2: Kuka freundlich - Gute Zahlen, Aktien bereits hoch bewertet

    (Neu: Studien der Commerzbank, von der DZ Bank sowie von Equinet und Kepler)

 

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine positiv aufgenommene Bilanz hat die Aktien von Kuka am Dienstag gestützt. Die Papiere des Roboter- und Anlagenbauers stiegen am Vormittag um 0,44 Prozent auf 29,91 Euro, nachdem sie zu Handelsbeginn noch um gut anderthalb Prozent angezogen hatten. Der MDAX (MDAX) legte nach seinem schwachen Wochenstart zuletzt um 0,19 Prozent zu.

 

    Kuka hatte nach einem überraschend starken Schlussquartal seine Jahresziele übertroffen und neue Bestwerte aufgestellt. In der Zeit zwischen Oktober und Dezember stiegen die Bestellungen um fast ein Fünftel, auf Jahressicht gar noch etwas mehr.

 

    Von Händlern hieß es, Kuka habe mit seinen Zahlen über den durchschnittlichen Marktschätzungen gelegen. Da die Analysten aber schon auf einen guten Geschäftsbericht gehofft hätten, hätten die Aktien nach der anfänglich deutlich positiven Reaktion etwas unter Gewinnmitnahmen gelitten. Jüngst hatten die Titel im Handelsverlauf bei 30,20 Euro den höchsten Stand seit November 2007 markiert. "Es sind gute Zahlen, die Aktien sind allerdings auch schon hoch bewertet", fasste ein Börsianer zusammen.

 

    Analysten beurteilten die Zahlen von Kuka unterschiedlich. Holger Schmidt von der Frankfurter Investmentbank Equinet zum Beispiel zeigte sich erfreut und erhöhte sein Kursziel für die Papiere von 24 auf 32 Euro. Das Votum lautet weiterhin "Accumulate". Der hohe Auftragsbestand sei ein gutes Zeichen und die Rentabilität dürfte weiter steigen.

 

    Die Commerzbank bewertet die Titel weiterhin mit "Hold" mit einem Kursziel von 24 Euro. Positiv überrascht habe die Sparte für Automationssysteme, schrieb Analyst Stephan Böhm in einer Studie. Gleichwohl liegt sein Ziel derzeit etwa 20 Prozent unter dem aktuellen Kurs.

 

    Der Experte Stefan Augustin vom Analysehaus Kepler bezeichnete die Quartalszahlen als solide, aber nicht herausragend. Auch habe der Roboterbauer keinen Ausblick gegeben. Augustin beließ es ebenfalls bei dem "Hold"-Votum.

 

    Skeptischer äußerte sich Analyst Jesko Terzic von der DZ Bank. Er rät weiterhin zu einem Verkauf der Aktien und hielt an seinem fairen Wert von 23 Euro fest. Die Zahlen hätten ihn enttäuscht, da der Auftragseingang und die Marge hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben seien. Ein schwächerer Produktmix wegen höherer Automobilnachfrage dürfte sich negativ auf den Gewinn ausgewirkt haben. Der Fachmann erwartet, dass sich die bisher hohen Wachstumsraten in den kommenden Quartalen weiter abschwächen./la/ag

 

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