14.02.2019 17:41:44

Aktien Schweiz von US-Daten belastet - Nestle halten dagegen

ZÜRICH (Dow Jones)--Nach einem abermaligen Jahreshoch im Verlauf haben schwache US-Daten am Donnerstagnachmittag der Kauflaune am schweizerischen Aktienmarkt ein abruptes Ende bereitet. Den Hauptgrund lieferte der enttäuschende US-Einzelhandelsumsatz im Dezember. Dieser verzeichnete das stärkste Minus seit 2009. Händler sprachen von Besorgnis erregenden Signalen für die konsumgetriebene US-Wirtschaft. Zudem stagnierte die Wirtschaft in Deutschland im Schlussquartal. Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 9.143 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und sechs -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 53,46 (zuvor: 44,56) Millionen Aktien.

Ein stärkeres Abrutschen des eidgenössischen Marktes verhinderten Aufschläge des Schwergewichts Nestle. Die Titel rückten um 1,6 Prozent vor. Die Geschäftszahlen des Lebensmittelkonzerns kamen gut an. Laut Vontobel zeigten die robusten Ergebnisse für 2018 Verbesserungen an jeder Front. Die Analysten strichen die Entwicklung des Cashflows heraus, den beschleunigten Aktienrückkauf sowie die weitere Verschlankung der sich unterdurchschnittlich entwickelnden Geschäftsbereiche. Begrüßenswert sei die Entscheidung, für das Aufschnitt- und Fleischwarengeschäft der Marke Herta strategische Optionen zu prüfen.

Mit einem Abschlag von 3,4 Prozent fanden sich Credit Suisse auf der anderen Seite des Tableaus ganz unten. Die Geschäftszahlen der Großbank stießen zwar auf Wohlwollen, "das reicht aber nicht", sagte ein Händler. Die Ergebnisse seien zwar deutlich über den Markterwartungen ausgefallen, diese seien allerdings äußerst zurückhaltend gewesen. Zudem hätte die Dividende üppiger ausfallen dürfen, monierte der Marktteilnehmer. Andere Stimmen verwiesen auf das generell schwache Marktumfeld für Finanzwerte am Donnerstag, der europäische Bankensektor büßte 1,1 Prozent ein. Julius Bär und UBS sanken um 3,4 bzw. 2,1 Prozent.

Zu überzeugen wusste der Geschäftsbericht des Aufzug- und Rolltreppenbauers Schindler, die Titel zogen um 3,8 Prozent an. Die Gesellschaft verbuchte trotz höherer Materialkosten, steigender Löhne, anhaltenden Preisdrucks sowie der Rückkehr negativer Wechselkurseinflüsse ein starkes Wachstum bei konstanten Margen.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/raz

(END) Dow Jones Newswires

February 14, 2019 11:41 ET (16:41 GMT)

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