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WKN DE: A14QLH / ISIN: AU000000S320

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Gewinnenttäuschung 17.07.2026 17:09:00

Alcoa-Aktie fällt: Gewinnerwartungen enttäuscht

Alcoa-Aktie fällt: Gewinnerwartungen enttäuscht

  • Alcoa verfehlt im zweiten Quartal die Gewinnschätzungen der Analysten deutlich
  • Der Umsatz klettert dank höherer Aluminiumpreise auf einen Rekordwert
  • Die geplante Übernahme von South32-Anlagen belastet die Aktie zusätzlich

Alcoa legte am Donnerstagabend Zahlen zum zweiten Quartal vor, die zwar deutlich besser ausfallen als vor einem Jahr, aber nicht an die Erwartungen der Wall Street heranreichen können. Die Alcoa-Aktie notiert daraufhin an der NYSE 4,61 Prozent tiefer bei 44,69 US-Dollar.

Ergebnis bleibt unter dem Konsens

Der bereinigte Gewinn je Aktie liegt bei 2,12 US-Dollar, das bereinigte EBITDA bei 901 Millionen US-Dollar, beides bei einem Umsatz von rund 4 Milliarden US-Dollar. Der Analystenkonsens hatte im Schnitt einen Gewinn von 2,55 US-Dollar je Aktie sowie ein EBITDA von 943 Millionen US-Dollar erwartet. Beim Umsatz trifft Alcoa die Erwartung, beim Gewinn bleibt eine Lücke von rund 40 US-Cent je Aktie.

Deutlicher Fortschritt gegenüber dem Vorjahr

Vor einem Jahr hatte Alcoa im zweiten Quartal nur 39 US-Cent bereinigten Gewinn je Aktie und ein bereinigtes EBITDA von 313 Millionen US-Dollar bei 3 Milliarden US-Dollar Umsatz gemeldet. Getragen wird die Verbesserung von höheren Aluminiumpreisen: Der Richtpreis lag vor einem Jahr bei rund 2.600 US-Dollar pro Tonne, im Berichtsquartal bei etwa 3.200 US-Dollar. Auch mehrere Schmelzwerke, darunter die Anlagen in San Ciprián und Alumar, liefen im Quartal wieder mit höherer Kapazität.

South32-Übernahme belastet die Alcoa-Aktie zusätzlich

Neben dem Quartalsergebnis drückt seit Ende Juni ein zweiter Faktor auf die Aktie. Am 30. Juni hatte Alcoa vereinbart, die Bauxit-, Tonerde- und Aluminiumbeteiligungen von South32 zu übernehmen: 3,1 Milliarden US-Dollar in bar sowie rund 17 Millionen neue Alcoa-Aktien im Gegenwert von etwa 1 Milliarde US-Dollar, zusammen rund 4,1 Milliarden US-Dollar, dazu eine bedingte Zusatzzahlung von bis zu 750 Millionen US-Dollar. Seit der Ankündigung hat die Aktie rund zehn Prozent an Wert verloren. Anleger sorgen sich vor allem um die höhere Verschuldung, die Verwässerung durch die neuen Aktien und die Risiken der Integration. Bauxit ist das Ausgangserz, aus dem in mehreren Schritten Tonerde und schließlich Aluminium gewonnen wird.

Analysten sehen Licht und Schatten

Citigroup-Analyst Alexander Hacking bezeichnete das EBITDA laut Barron's als schwach, lobte aber die Kostenprognose für das dritte Quartal als solide. Höhere Produktionsraten und niedrigere Zollbelastungen dürften dem Konzern in den kommenden Monaten helfen, so seine Einschätzung.

Ob sich die von Citigroup gelobte Kostendisziplin im dritten Quartal bestätigt und die South32-Übernahme die erhofften Synergien liefert, entscheidet über die nächste Kursreaktion.

Mit der South32-Übernahme steigt zugleich die Verschuldung, und die neu ausgegebenen Aktien verwässern bestehende Anteile, sollte die Integration der Anlagen nicht reibungslos gelingen.

Martina Köhler, Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: Alcoa,Jonathan Weiss / Shutterstock.com

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