20.01.2026 14:30:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K

Kommission empfiehlt acht plus zwei Monate Wehrdienst

Wien - Die von Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP) eingesetzte Wehrdienstkommission hat am Dienstag ihren Bericht präsentiert und sich für eine Verlängerung des Wehrdienstes ausgesprochen. Von den drei ausgearbeiteten Modellen empfiehlt die Kommission die "Österreich plus" genannte Variante, die acht Monate Grundwehrdienst und zwei Monate an verpflichtenden Milizübungen vorsieht, anstatt des derzeit sechsmonatigen Präsenzdienstes. Analog soll auch der Zivildienst ausgeweitet werden.

Tanner will wieder verpflichtende Milizübungen

Wien - Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) spricht sich für die Wiedereinführung verpflichtender Milizübungen nach dem Grundwehrdienst aus. Es beginne nun die Diskussion um den Wehrdienst der Zukunft, sagte sie in Reaktion auf den Bericht der von ihr eingesetzten Wehrdienstkommission. Eine Präferenz für eines der Modelle äußerte sie nicht. Nun müssten die Parteien darüber diskutieren. Die Notwendigkeit einer Reform sei jedenfalls unbestritten.

Selenskyj schlägt Europa Aufbau einer gemeinsamen Armee vor

Kiew (Kyjiw)/Davos - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Schaffung einer gemeinsamen Armee der Ukraine und Europas mit bis zu drei Millionen Soldaten vorgeschlagen. Er habe das Thema angesichts der Bedrohung durch Russland bereits im vergangenen Jahr angesprochen, sagte Selenskyj am Dienstag in einem Online-Chat mit Journalisten. Russland plant, seine Streitkräfte bis zum Jahr 2030 auf 2,5 Millionen Soldaten aufzustocken.

46-Jähriger starb nahe Graz bei Schusswechsel mit Polizei

Kainbach bei Graz - Ein 46-jähriger Mann ist in der Nacht auf Dienstag bei einem Polizeieinsatz in Kainbach bei Graz (Bezirk Graz-Umgebung) bei einem Schusswechsel tödlich getroffen worden. Der Mann hatte sich mit einer Langwaffe in seinem Haus, in dem er alleine lebte, verbarrikadiert und zuvor Angehörige bedroht. Gegenüber der Polizei und ihren Spezialkräften kündigte er an, das Haus in die Luft zu sprengen. Nach stundenlangem Einsatz eskalierte die Situation und es fiel der tödliche Schuss.

Macron schlägt Trump G7-Treffen mit Russland in Paris vor

Paris/Washington - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der G7-Staaten vorgeschlagen, an dem auch Russland teilnehmen könnte. Es solle am Donnerstag in Paris stattfinden, schrieb Macron in einer Kurznachricht an Trump, die dieser veröffentlichte. Macrons Umfeld bestätigte deren Echtheit. "Mein Freund, wir sind auf einer Linie mit Blick auf Syrien. Wir können Großes vollbringen im Iran. Ich verstehe nicht, was Du in Grönland tust", schrieb Macron.

Regierung einigt sich bei Novelle zur Versorgungssicherheit

Wien - Die Bundesregierung hat sich als erste Maßnahme der Industriestrategie auf eine Novelle des Versorgungssicherungsgesetzes geeinigt. Der Ministerrat habe die Strategie nun auch formal beschlossen, berichtete Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) im anschließenden Pressefoyer. Die Gesetzesänderung sei aufgrund der geopolitischen Lage "zwingend erforderlich". Neu sind Resilienzmaßnahmen vor einer Krise, Verbesserungen bei Datenzugriff und öffentlichen Vorräten.

Krebserkrankungen im Alter steigen rapide an

Wien - Die Menschen in Österreich werden immer älter. Das stellt auch eine große Herausforderung in der Behandlung von Krebs dar. Denn mehr als 60 Prozent, die eine Krebsdiagnose erhalten, sind älter als 65 Jahre. Und mit dem demografischen Wandel wird dieser Anteil bis 2040 auf mehr als 75 Prozent steigen, machten Expertinnen und Experten der Österreichischen Krebshilfe und der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie am Dienstag aufmerksam.

Grönland - Österreich: Europa darf "nicht tatenlos zusehen"

Wien - Österreichs Bundesregierung hat am Dienstag die am Vortag von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) eingeschlagene Kommunikation bezüglich der Erpressungspolitik von US-Präsident Donald Trump in Sachen Grönland unterstrichen. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) sagte, Europa dürfe angesichts der Ambitionen Trumps "nicht tatenlos zusehen". Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) betonte, es gelte, auch die wirtschaftliche Stärke Europas klar zu machen.

Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick erfolgte automatisch.

red

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