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Geändert am: 15.06.2022 22:09:53

Nach Leitzinsentscheid der Fed: US-Börsen letztlich klar im Plus -- ATX und DAX beenden Handel weit im Plus -- Asiens Börsen zum Handelsschluss uneins

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch sehr stark.

Der ATX stieg schon kurz nach Handelsbeginn und baute sein Plus im Anschluss weiter kräftig aus. Zum Börsenschluss ging es letztlich 1,59 Prozent hoch auf 3.135,78 Punkte.

Auch an den europäischen Leitbörsen herrschte nach den jüngsten Verlusttage eine positive Anlegerstimmung vor. Marktbeobachter verwiesen auf eine Erholungsbewegung. Der heimische Aktienmarkt hatte zuvor fünf Verlusttage in Folge absolviert.

International steht die anstehende Bekanntgabe der US-Leitzinsentscheidung im Fokus. "Das Highlight des Tages steht heute erst am Abend im Kalender, denn dann gibt das FOMC seine Entscheidung bekannt und folgend erläutert Fed-Chef Powell auf der Pressekonferenz die Einschätzungen zu Konjunktur, Inflation und der geldpolitischen Reaktion", schreiben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick. An einer kräftigen Zinserhöhung seitens der Fed bestehe nach Einschätzung der Experten kein Zweifel, nachdem die Inflationsrate im Mai ein neuerliches Hoch markierte.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex versuchte sich am Mittwoch erneut an einer Erholung.

Der DAX eröffnete mit einem Plus und hielt sich weiterhin in der Gewinnzone. Er verabschiedete sich letztlich 1,36 Prozent stärker bei 13.485,29 Zählern.

Wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank blieb die Nervosität hoch. Die Frage am Markt lautet, ob die Fed den Leitzins am Abend um 0,50 Prozentpunkte oder gleich um 0,75 Punkte anheben wird. Der für Aktienanleger schlechtere Fall eines größeren Zinsschrittes könnte angesichts der Marktschwäche der vergangenen Tage in den Kursen schon vorweggenommen sein, heißt es bei Experten.

Für etwas Beruhigung der zuletzt sehr nervösen Märkte sorgt zudem, dass der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) nun auf einer Sondersitzung die aktuelle Marktlage erörtert. Die Zinsen an den Kapitalmärkten waren jüngst stark gestiegen, während sich die Stimmung am Aktienmarkt deutlich verschlechterte. Hauptgrund ist die straffere Geldpolitik der Fed, aber auch die Aussicht auf Zinserhöhungen der EZB. Besonders deutlich stiegen die Kapitalmarktzinsen in südeuropäischen Ländern, was die Furcht vor einer neuen Eurokrise wieder größer werden ließ. EZB-Direktoriumsmitglied Isabell Schnabel hatte schon am Dienstag deutlich gemacht, dass man einen ungeordneten Anstieg der Finanzierungskosten stärker verschuldeter Länder im Euroraum nicht hinnehmen werde.

Von Signalen einer Wirtschaftserholung in China profitierten Aktien aus dem zuletzt schwachen Automobilsektor. Die chinesische Wirtschaft scheint sich etwas von den Belastungen durch die jüngsten Corona-Ausbrüche zu erholen. Darauf deuteten zur Wochenmitte mehrere neue Konjunkturdaten hin.

WALL STREET

Die US-Börsen sind am Mittwoch nach dem Leitzinsentscheid der Fed stärker aus dem Handel gegangen.

Der Dow Jones beendete den Handel mit einem Plus von 1,0 Prozent bei 30.668,53 Punkten. Direkt nach dem Leitzinsentscheid hatte er sich zunächst volatil gezeigt und seine Anfangsgewinne (+0,68 Prozent auf 30.570,50 Punkte) zeitweise vollständig abgegeben. Dann konnte er jedoch wieder ins Plus drehen und noch klar steigen. Der NASDAQ Composite kletterte bis zum Handelsschluss um 2,5 Prozent auf 11.099,15 Punkte. Auch er hatte seine Gewinne nach der Veröffentlichung des Zinsschrittes zunächst etwas reduziert, dann jedoch wieder Gas gegeben. Zum Start konnte er bereits um 1,29 Prozent auf 10.968,40 Zähler anziehen.

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte erhöht. Ein solch großer Zinsschritt war am Markt von einigen Experten bereits befürchtet worden. Die Erwartungen an die Fed hatten sich zuletzt regelrecht überschlagen, seit am Freitag die Verbraucherpreise für Mai eine noch höhere Teuerung offenbart hatten als befürchtet. Finanzinstitute wie JPMorgan und Goldman Sachs hatten sogar mit einem 0,75-Punkte-Schritt gerechnet.

"Der Markt hat endlich realisiert, dass schmerzhafte Schritte nötig sind, um die auf dem höchsten Niveau seit 40 Jahren befindliche Inflation zu dämpfen", erklärte Andrew Hollenhorst, US-Chefökonom der Citigroup, mit Blick auf den jüngsten Kursrutsch quer durch alle Anlageklassen.

ASIEN

Die Märkte in Fernost präsentierten sich zur Wochenmitte erneut uneinheitlich.

In Tokio rutschte der japanische Leitindex Nikkei weiter ab. Zum Handelsschluss betrug das Minus 1,14 Prozent auf 26.326,16 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland ging es hingegen nach oben. Der Shanghai Composite gewann letztlich 0,5 Prozent auf 3.305,41 Zähler hinzu. Der Hang Seng in Hongkong konnte ein deutliches Plus einfahren: Er schloss um 1,14 Prozent fester bei 21.308,21 Stellen.

Die Sorge vor einer Stagflation war auch am Mittwoch das dominierende Thema an den Börsen in Asien. An der Wall Street konnte am Dienstag die Talfahrt nach anfänglichen Erholungsversuchen letztlich nur gebremst werden und die Marktzinsen stiegen weiter. Die Zweijahresrendite in den USA erreichte den höchsten Stand seit 15 Jahren, die deutsche Zweijahresrendite das höchste Niveau seit 9 Jahren.

Die Anleger warteten nun gebannt auf den Abend (MESZ), wenn die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung verkündet. Erwartet wurde mittlerweile, dass sie den Leitzins nicht um 50, sondern um 75 Basispunkte erhöhen wird, nachdem zuletzt die Verbraucherpreise stärker gestiegen waren als erwartet. Es wäre der erste derartig massive Zinsschritt seit 1994.

Für Unterstützung an den chinesischen Börsen sorgte, dass die Industrieproduktion im Mai in China entgegen der Erwartung um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen ist, nach einem Rückgang von 2,9 Prozent im April. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 1 Prozent gerechnet. Die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Indikator für den chinesischen Konsum, fielen um 6,7 Prozent verglichen mit einem Rückgang von 11,1 Prozent im April. Hier lautete die Prognose auf einen Rückgang um 6,9 Prozent.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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NIKKEI 225 37 120,33 -1,80%
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