29.12.2015 06:14:54
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Branchen-Bündnis fordert 400 000 Wohnungen pro Jahr
BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der angespannten Wohnungsmärkte in Großstädten und steigender Flüchtlingszahlen hat ein breites Branchen-Bündnis eine "Wohnungsbau-Offensive" gefordert. In den kommenden Jahren müssten pro Jahr 400 000 Wohnungen neu gebaut werden, heißt es in einem am Dienstag vorgestellten Papier der Bau- und Immobilienbranche. Zu dem Bündnis gehören 29 Verbände und Organisationen, darunter der Deutsche Mieterbund und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau in Berlin mit.
Gerade in Großstädten und Ballungsräumen habe sich das schon bestehende Wohnungsdefizit in diesem Jahr noch einmal enorm vergrößert, hieß es. Der Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland stelle den Wohnungsmarkt vor eine zusätzliche Herausforderung.
Die Politik müsse 2016 zum "Wohnungsbau-Jahr" machen, fordert das Bündnis. Über den schon bestehenden Wohnungsneubau hinaus seien jährlich rund 80 000 neue Sozialmietwohnungen notwendig, dazu noch einmal 60 000 bezahlbare Wohnungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Außerdem forderte das Bündnis zusätzliche Steueranreize für den Neubau von bezahlbaren Wohnungen.
In diesem Jahr werden früheren Angaben von Verbänden zufolge schätzungsweise 275 000 neue Wohnungen in Deutschland fertiggestellt. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes etwa hatte bereits gefordert, es seien 400 000 neue Wohnungen jährlich notwendig. Grund seien die Wanderung vom Land vor allem in boomende Großstädte sowie die steigenden Flüchtlingszahlen./hoe/DP/jha
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