15.09.2013 14:36:33
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Designierter IG-Metall-Chef für lockeren Umgang mit Arbeitszeit
"Wir sind immer gefordert, die unterschiedlichen Sichten der Beschäftigtengruppen zu berücksichtigen", sagte Wetzel, der im Herbst die Nachfolge von IG-Metall-Chef Berthold Huber an der Spitze der größten deutschen Gewerkschaft antritt.
Auch der Chef der Metallarbeitgeber in Baden-Württemberg, Stefan Wolf, will die Regelungen im Tarifvertrag für einzelne Berufsgruppen überdenken. Er pochte allerdings auf niedrigere Löhne. "In der Metall- und Elektroindustrie sind wir in vielen Bereichen zu teuer", sagte Wolf der "Stuttgarter Zeitung" (Samstag). Viele Tätigkeiten im Betrieb rechtfertigten nach Meinung von Wolf nicht die Entlohnung in der niedrigsten Gehaltsstufe im Metall-Tarifvertrag von 2075 Euro monatlich. "Sie unterhalb dieses Entgeltniveaus einzugruppieren, würde uns entlasten und solche Arbeitsplätze sicherer machen", forderte Wolf. Bei früheren Tarifabschlüssen hätten die Arbeitgeber "notgedrungen" viel gegeben, sagte Wolf. "Das Lohnniveau ist insgesamt zu hoch bei uns."
Das Angebot der Gewerkschaft an die Arbeitgeber, über niedrigere Einstiegslöhne für einfache Arbeiten zu verhandeln und im Gegenzug den Betriebsräten mehr Mitsprache bei Werkverträgen und Zeitarbeit zu gewähren, lehnt der Südwestmetall-Vorsitzende kategorisch ab: "Weit überwiegend werden Werkverträge seriös und solide eingesetzt", kommentierte Wolf die aktuelle Debatte um den Missbrauch von Werkverträgen. Für bestimmte Tätigkeiten sei die Bezahlung nach Tarif nicht gerechtfertigt./ang/DP/mmb
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