03.02.2014 17:08:32
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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 03.02.2014 - 17.00 Uhr
WASHINGTON - Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hat sich im Januar unerwartet kräftig eingetrübt. Der Frühindikator fiel auf 51,3 Zähler von 56,5 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 56,0 Punkte gerechnet.
US-Finanzminister Lew warnt erneut vor ZahlungsunfähigkeitWASHINGTON - US-Finanzminister Jack Lew hat den Kongress erneut eindringlich zur Erhöhung der Schuldengrenze des Landes aufgerufen. Der USA könnten bereits Ende dieses Monats zahlungsunfähig sein, wenn sie keine neuen Kredite aufnehmen dürften, bekräftigte Lew am Montag in einer Rede in Washington.
Yellen als neue Fed-Chefin vereidigtWASHINGTON - Die Volkswirtin Janet Yellen hat offiziell ihr Amt als neue Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angetreten. Die 67-Jährige wurde am Montag in Washington feierlich im Sitzungssaal des Gouverneursrates vereidigt. Sie ist die erste Frau auf dem Posten in der 100-jährigen Geschichte der mächtigen Zentralbank. Yellen übernimmt das Amt von Ben Bernanke, dessen Vertrag am vergangenen Freitag nach acht Jahren ausgelaufen war.
Barroso: EU denkt über zusätzliche Hilfe für Ukraine nachBRÜSSEL - Die Europäische Union prüft mit anderen Partnern zusätzliche wirtschaftliche Hilfen für die Ukraine. Dies bestätigte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Montag in Brüssel. "Was wir für ein Land in Schwierigkeiten tun können, ein Land vor riesigen Herausforderungen, ob wir da etwas mehr tun können in dieser besonderen Phase, das diskutieren wir mit anderen Partnern", sagte Barroso nach einem Treffen mit dem georgischen Regierungschef Irakli Garibaschwili.
Eurogruppenchef Dijsselbloem weist Kritik zurückDEN HAAG - Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hat Kritik an seiner Amtsführung zurückgewiesen. "Ich achte scharf auf das niederländische Interesse, aber ich glaube nicht, dass dies dem europäischen Interesse widerspricht", sagte der Sozialdemokrat in Den Haag dem niederländischen Radio. Er reagierte damit auf einen Bericht des "Handelsblatts" (Montag), wonach das Gremium der 18 Euro-Finanzminister schon bald einen hauptamtlichen Vorsitzenden bekommen könnte. Der niederländische Ressortchef kämpfe für die Interessen seines Landes, statt sich als Vorsitzender der Eurogruppe um Neutralität zu bemühen, schrieb die Zeitung unter Verweis auf diplomatische Kreise in Brüssel.
USA: Bauausgaben steigen leichtWASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im Dezember leicht gestiegen. Im Monatsvergleich kletterten sie um 0,1 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Montag mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. Im November waren die Bauausgaben noch um abwärtsrevidierte 0,8 Prozent (zunächst: 1,0) gestiegen.
Berlin: Mögliches Hilfspaket für Griechenland erst Mitte des JahresBERLIN/ATHEN - Ein drittes Hilfspaket für Griechenland soll es, falls notwendig, erst Mitte des Jahres geben. Das sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Montag in Berlin. Er zitierte Finanzminister Wolfgang Schäuble mit den Worten: "Ob und wenn ja wie, das werden wir erst Mitte des Jahres wissen." Ein Schuldenschnitt werde aber auf keinen Fall kommen. "Angebliche Überlegungen zu einem Schuldenschnitt kann ich klar dementieren", sagt der Sprecher. Allein die Begriffe "neues Hilfspaket" und "neue Sparauflagen" erzeugen in Athen Angst. Zusätzliche Sparanstrengungen könnten verheerende Konsequenzen für die Regierung mit sich bringen.
DIHK-Präsident warnt vor 'Akademisierung' - DGB-KritikBERLIN - Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, hat vor einer "Akademisierung" des Ausbildungsmarktes gewarnt. Jahrelange Forderungen nach einer Erhöhung der Studierendenquote hätten dazu geführt, "dass Hörsäle aus allen Nähten platzen, während Unternehmen händeringend Azubis suchen", sagte er den "Ruhr Nachrichten" (Montag). In allen Regionen Deutschlands könnten Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. "Dem Wirtschaftsstandort Deutschland droht nachhaltiger Schaden, wenn der Trend zur Akademisierung um jeden Preis nicht gestoppt wird."
Großbritannien: Industriestimmung trübt sich weiter einLONDON - Die britische Industrie verliert offenbar an Wachstumsdynamik. Der am Montag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens Markit zeigt, dass sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe im Januar unerwartet weiter eingetrübt hat. Der Indikator fiel von revidiert 57,2 Punkten (zuvor 57,3 Punkten) im Vormonat auf 56,7 Zähler. Volkswirte hatten nach einem Rückgang im Dezember eine Stabilisierung bei 57,3 Punkten erwartet. Im November hatte der Index noch den höchsten Stand seit Februar 2011 erreicht.
Eurozone: Einkaufsmanagerindex Industrie steigt auf ZweieinhalbjahreshochLONDON - In den Industrieunternehmen des Euroraums hat sich die Stimmung zu Jahresbeginn spürbar verbessert. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg nach Zahlen vom Montag um 1,3 Punkte auf 54,0 Zähler. Das ist der höchste Stand seit Mai 2011. Der Wert liegt etwas höher als der in der ersten Umfragerunde Ende Januar ermittelte Wert.
Chinas Wirtschaft zeigt weitere Anzeichen einer AbkühlungPEKING - In China gibt es weitere Hinweise auf ein Abkühlen der Konjunktur. Im Geschäft mit Dienstleistungen hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager zu Beginn des neuen Jahres erneut eingetrübt. Der chinesische Einkaufs- und Logistikverband CFLP meldete am Montag für Januar einen Rückgang von 54,6 Punkten im Vormonat auf 53,4 Zähler. Die Stimmung der Einkaufsmanager erreichte damit den tiefsten Stand seit mindestens zwei Jahren.
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