01.04.2015 13:17:38
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Dr. Dieter Zetsche: "Wir wollen noch mehr und wir können auch noch mehr!" Interview mit Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche vor der Hauptversammlung, die heute um 10 Uhr in Berlin begonnen hat (
- Querverweis: Audiomaterial ist unter http://www.presseportal.de/audio abrufbar -
EXKLUSIV-INTERVIEW MIT DR. DIETER ZETSCHE
Anmoderation:
Die Daimler AG hat 2014 erneut Bestmarken in Absatz, Umsatz und Ergebnis erzielt. Mit dieser positiven Botschaft ist Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche heute (Mittwoch, 01.04.2015) auf der Hauptversammlung in Berlin vor die rund 5.500 Aktionäre getreten. Weltweit wurden im vergangenen Jahr über 2,5 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und ein Umsatz von knapp 130 Milliarden Euro erzielt. Auch wenn es für Dr. Dieter Zetsche allen Grund zum Feiern gibt, nutzt der Daimler Vorstandsvorsitzende das Rekordjahr, um die Wachstumsstrategie 2020 weiter voranzutreiben. Wir haben uns vor der Hauptversammlung mit Dr. Dieter Zetsche unterhalten.
1. Herr Dr. Zetsche, wie gut ist das Jahr 2014 gelaufen? 2014 war ohne Zweifel ein sehr gutes Jahr für die Daimler AG mit vielen Rekordzahlen. Darauf sind alle Mitarbeiter gemeinsam mit dem Management stolz. Klar ist aber auch: Wir wollen noch mehr und wir können auch noch mehr. Insofern haben wir uns das für 2015 vorgenommen. (0'16)
2. Ihre Aktionäre können sehr zufrieden sein. 129,9 Milliarden Euro Umsatz, das Konzern-EBIT stieg um 27 Prozent auf 10 Milliarden Euro. Sind Sie als Konzernchef genauso zufrieden? Es ist keine Frage: Wenn wir über viele Jahre an vielen wesentlichen Parametern des Unternehmens nach Verbesserungen gesucht haben und jetzt die positiven Wirkungen davon im Markt und in den Ergebniszahlen sehen, ist das natürlich sehr erfreulich. Entscheidend dabei sind die Produkte und die sind in allen Divisionen eindeutig der Benchmark in der Industrie. (0'22)
3. Die Aktionäre erhalten mit 2 Euro 45 die bisher höchste Dividende der Firmengeschichte. Ein ganz klares Signal, Daimler geht's bestens, oder? Zum einen ist natürlich wichtig, dass wir hier einen Gleichklang haben, dass unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zufrieden sind und dass wir dafür sorgen wollen, dass auch unsere Aktionäre zufrieden sind. Auf der anderen Seite ist die Höhe der Dividende natürlich zum einen jeweils dem Ergebnis des abgelaufenen Jahres geschuldet, zum anderen macht sie aber auch eine Aussage über die Erwartung nach vorne. Und da wir vorhaben, uns noch weiter zu steigern, wird das natürlich mit dieser Dividende ausgedrückt. (0'28)
4. Sie werden heute auch die Strategie der kommenden Jahre vorlegen. Welche Schwerpunkte setzen Sie? Die Produkte stehen im Mittelpunkt. Wenn wir ein wahres Feuerwerk an neuen Produkten in den letzten Jahren in den Markt bringen konnten, dann heißt das nicht, dass das dieses Jahr zu Ende gehen würde, im Gegenteil, wir werden mit der gleichen Kadenz weiter machen, beispielsweise auf der Pkw-Seite in diesem Jahr mit acht neuen Produkten. Das ist natürlich eine Zahl, davon haben wir in der Vergangenheit nicht mal geträumt. Auch 2016 werden wir mit ähnlicher Frequenz von neuen Produkterscheinungen jeden zweiten Monat wieder neue attraktive Gründe für Kunden und Wettbewerbskunden bieten, zu uns zu kommen. (0:35)
5. Wie werden Sie die Spitzentechnologie vorantreiben? Die Attraktivität der Kunden wird sowohl emotional als auch rational definiert. Auf der rationalen Seite sind es funktionale Vorteile, wie beispielsweise sehr niedriger Verbrauch, beste Emissionen. Aber es ist da natürlich auch die Technologie, die zum Beispiel im Feld der Sicherheit das wichtigste Gut überhaupt, nämlich die Gesundheit unserer Kunden anspricht. Es ist im emotionalen Bereich aber auch die Innovation, die ganz fantastische neue Dinge möglich macht. Das ist sicherlich im gesamten Konnektivitätsthema der Fall, wo ich jetzt mit meinem Auto kommunizieren kann, wo mein Auto mit der Umgebung mit anderen Fahrzeugen kommunizieren kann. Das gilt natürlich auch, wenn wir an Entertainment denken oder beispielsweise auch an Fahrverhalten. Wenn ein Fahrzeug sich in der Kurve nach innen neigt, dann sind das alles Dinge, die ich emotional erleben kann und die die Begeisterung für das Fahrzeug beim Kunden noch steigert. (0:56)
6. Wie wichtig ist TTIP für die Daimler AG, um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben? TTIP hat eine ganze Reihe von Vorteilen für die Wirtschaft insgesamt, für die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks und für Daimler. Wir werden nicht nur Hunderttausende von Arbeitsplätzen auf beiden Seiten schaffen können und Produkte attraktiver und zu günstigeren Kosten unseren Kunden anbieten können, sondern wir stehen an einer Weichenstellung, ob wir jenseits des Atlantiks uns mit unseren gemeinsamen historischen Werten auch in der Zukunft in der Welt behaupten wollen oder ob wir andere über den Globus entscheiden lassen wollen, die, wenn wir nicht gemeinsam zusammenarbeiten, dann die dominanten Einfluss-Faktoren sein werden. Insofern ist das für mich nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern eine geschichtliche Weichenstellung, die hier zur Diskussion steht. Insofern eindeutig und klar: Wir bei Daimler stehen zu hundert Prozent für ein TTIP-Abkommen. (0:49)
7. Wie hat das Jahr 2015 begonnen? Auf der Absatzseite können wir schon jetzt feststellen, dass es ein Blitzstart ins neue Jahr war, dass wir vom Januar beginnend mit zweistelligen Zuwachsraten eine sehr erfreuliche Basis für dieses Jahr gelegt haben. Natürlich dauert es noch etwas, bis wir auch die Ergebnisse Ende dieses Monats vorlegen werden können, aber sicherlich spricht vieles dafür, dass nicht nur im Absatz, sondern auch von der Profitabilität her es ein guter Start ins Jahr ist. (0'15)
8. Herr Dr. Zetsche, Sie können also sehr gelassen in die Hauptversammlung gehen? Sicherlich können wir mit der Überzeugung, dass wir letztes Jahr eine gute Leistung abgeliefert haben, und der Zuversicht, dass wir sie in diesem Jahr noch steigern werden, mit einem guten Gefühl in die Hauptversammlung gehen. (0:14)
Abmoderation:
Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG Dr. Dieter Zetsche im Interview. Die Daimler AG hat auch 2014 Bestwerte bei Absatz, Umsatz, EBIT und Konzernergebnis erzielt und weltweit mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Der Konzernumsatz betrug 129,9 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 118 Milliarden. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 27 Prozent auf 10 Milliarden Euro.
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