19.06.2026 10:45:00

Hitze - Eis im Supermarkt oft teurer als in Deutschland

Nicht nur viele Grundnahrungsmittel sind in Österreich teurer als in Deutschland. Auch für 20 bekannte Speiseeissorten im Supermarkt ist hierzulande wesentlich mehr zu zahlen, hat Foodwatch erhoben. Im Schnitt betrage der "Österreich-Aufschlag" 50 Prozent. Zwei Magnum-Produkte sind sogar um 78 Prozent teurer. Foodwatch macht dafür aber nicht die Supermärkte, sondern die Eisproduzenten verantwortlich. Diese dürfen Preise regional festsetzen und den Weiterverkauf verhindern.

"Dieser Österreich-Aufschlag ist das Ergebnis eines unfairen Systems. Damit muss endlich Schluss sein", schreibt Miriam Maurer von der auf Lebensmittel spezialisierten Nichtregierungsorganisation Foodwatch in einer Aussendung am Freitag. Eskimo in Österreich und Langnese in Deutschland oder Nestl� könnten durch die "territoriale Lieferbeschränkung" verhindern, dass österreichische Händler Produkte dort einkaufen, wo sie günstiger sind. Die höheren Preise würden an die Konsumenten weitergegeben. Damit würden Konsumenten beim Einkauf von künstlichen Preisgrenzen innerhalb des Binnenmarktes belastet, während die Konzerne vom freien Binnenmarkt profitieren, kritisiert Maurer. Ein Verbot territorialer Lieferbeschränkungen wird derzeit in der EU diskutiert, nicht zuletzt auf Initiative Österreichs.

Die Liste mit den 20 verglichenen Produkten: https://go.apa.at/qX2YQPDL

tsk/cri

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