Schnellschätzung 03.03.2026 17:29:00

Inflation im Februar gestiegen

Inflation im Februar gestiegen

Damit fällt sie höher aus als zu Jahresbeginn, im Jänner lag die Teuerung bei 2,0 Prozent. Im Euroraum zog die Inflation um durchschnittlich 1,9 Prozent an, wie das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzzahl mitteilte. Experten hatten für Februar mit einer Stabilisierung auf dem Vormonatsniveau von 1,7 Prozent gerechnet.

Grund für die höhere Teuerung in Österreich waren die Energiepreise, die die Inflation weniger stark gedämpft haben als noch im Jänner. Stärkster Inflationstreiber waren erneut die Dienstleistungen, die sich um 4,0 Prozent verteuerten. Im Jänner lag das Preisplus bei 3,8 Prozent. Zudem stiegen die Preise für Lebensmittel, Tabak und Alkohol um 3,0 Prozent und damit stärker an als im Monat zuvor. Insbesondere seien Zigaretten im Februar deutlich teurer geworden, schreibt die Statistik. Aufgrund der höheren Tabaksteuer in Österreich ab Februar hatten in den vergangenen Wochen Anbieter wie Japan Tobacco International (JTI) und Philip Morris ihre Preise nach oben geschraubt.

Kerninflation bei 2,8 Prozent

Industriegüter wurden im Februar laut Statistik Austria um 0,7 Prozent teurer. Die sogenannte Kerninflation, die nur die Bereiche Dienstleistungen und Industriegüter umfasst, lag bei 2,8 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat Jänner legte die Teuerung um 0,8 Prozent zu.

OeNB-Kocher: Unsicherheit um Energiepreise

Die Energiepreise dämpfen aktuell zwar die Inflation, die Entwicklungen im Nahen Osten sorgen jedoch laut der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) für Unsicherheit. "Über steigende Öl- und Gaspreise und Störungen globaler Lieferketten könnten sowohl die Inflationsentwicklung als auch die Investitionsdynamik und das Wirtschaftswachstum in der nächsten Zeit beeinträchtigt werden", sagte OeNB-Gouverneur Martin Kocher in einem Statement zur APA.

Im Euroraum erwiesen sich im Februar Dienstleistungen (plus 3,4 Prozent) als Preistreiber, während sich Energie verbilligte - und zwar um 3,2 Prozent. Ein längerer Krieg im Nahen Osten kann nach den Worten von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane die Inflation in der Eurozone anheizen und die Wirtschaft ausbremsen. "Ein Anstieg der Energiepreise übt tendenziell Inflationsdruck aus, insbesondere kurzfristig", sagte Lane der "Financial Times". Das könne sich auch negativ auf die Konjunktur auswirken. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an, die als optimal für die Wirtschaft im Währungsraum gilt.

APA

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