14.07.2026 11:41:00

Landwirtschaftliche Einkommen stiegen 2025 deutlich

Eine gute Ernte, höhere Erlöse in der tierischen Produktion und ein im Verhältnis geringerer Anstieg der Produktionskosten haben die landwirtschaftlichen Einkommen im Jahr 2025 deutlich steigen lassen. Das als Kennzahl herangezogene preisbereinigte Faktoreinkommen je Arbeitskraft erhöhte sich um 13,1 Prozent. Der reale Nettounternehmensgewinn je nicht entlohnter Arbeitskraft stieg um 21,4 Prozent, geht aus vorläufigen Daten der Statistik Austria hervor.

Der Nettounternehmensgewinn in der Landwirtschaft kletterte um 24,7 Prozent auf 2,55 Mrd. Euro. Die landwirtschaftlichen Einkommen schwanken je nach Höhe der Preise, welche die Bauern für ihre Produkte erhalten, und den Produktionskosten deutlich: Zum Beispiel ging 2023 das Faktoreinkommen pro Arbeitskraft real um rund ein Fünftel zurück.

Knapp 11 Mrd. Euro Produktionswert

Der Gesamtproduktionswert der österreichischen Landwirtschaft erhöhte sich 2025 um 10 Prozent auf rund 10,9 Mrd. Euro. Die pflanzliche Erzeugung wuchs um 9 Prozent auf 4,47 Mrd. Euro, die tierische Produktion erhöhte sich um 10,7 Prozent auf 5,24 Mrd. Euro. Nach Ernteausfällen in den Jahren 2023 und 2024 sorgten günstigere Witterungsbedingungen im Vorjahr für eine bessere Ernte im Pflanzenbau (u. a. Getreide, Obst, Ölsaaten, Wein).

Der deutliche Wertzuwachs in der tierischen Erzeugung ist auf im Schnitt höhere Preise (+9,6 Prozent) und ein kleines Plus beim Produktionsvolumen (+1,0 Prozent) zurückzuführen. Bei Rindern und Milch gab es im Vorjahr Preisanstiege, die Schweinepreise gingen zurück.

Produktionskosten stiegen weniger stark

Die in der Landwirtschaft eingesetzten Vorleistungen (u. a. Dünger, Futtermittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut) stiegen aufgrund eines höheren Einsatzvolumens (+4,7 Prozent) und höherer Preise (+1,6 Prozent) um 6,4 Prozent auf rund 6,0 Mrd. Euro. Einen leichten Rückgang verzeichneten die Bauern aber bei den Energiekosten, die um 1,9 Prozent auf 479 Mio. Euro sanken. Die landwirtschaftlichen Subventionen (nationale und EU-Förderungen) gingen um 1,9 Prozent auf 1,59 Mrd. Euro zurück.

Rückläufiger Produktionswert im Forstsektor

In der heimischen Forstwirtschaft ging der Gesamtproduktionswert im Vorjahr um 10,1 Prozent auf 2,67 Mrd. Euro zurück, wie die Statistik Austria am Dienstag mitteilte. Der Produktionswert bei Waldbäumen und Forstbaumpflanzen sank um 25,4 Prozent auf 599 Mio. Euro und ging bei Rohholz (energetische und stoffliche Nutzung) um 8,8 Prozent auf 1,55 Mrd. Euro zurück.

cri/tpo

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