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13.05.2013 19:01:31

MÄRKTE EUROPA/Investoren nehmen nach Fed-Bericht Gewinne mit

   Von Isabel Gomez

   Die Rekordjagd an den europäischen Börsen wurde am Montag vorerst von Gewinnmitnahmen beendet. Nach den Höchstständen der vergangenen Woche gingen Marktteilnehmer auf Nummer sicher. Dazu trug ein Bericht des Wall Street Journal bei, wonach die US-Notenbank an einem Plan zum Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik arbeitet. Jedoch hatte genau diese Geldpolitik die Börsen in den vergangenen Wochen von Rekord zu Rekord getrieben. Daher reagierten Investoren nun verunsichert auf den Bericht. Zudem drückten chinesische Daten zur Industrieproduktion im April auf die Stimmung. Das Wachstum fiel mit 9,3 Prozent zwar höher aus als im Vormonat, aber niedriger als erwartet. Analysten der japanischen Bank Nomura zufolge geht der Anstieg zudem nur auf zwei zusätzliche Arbeitstage in diesem April gegenüber dem Vorjahr zurück.

   Der Dax fiel im Handelsverlauf bei 8.217 Punkten auf sein Tagestief, aus dem er jedoch dank guter US-Daten wieder herausfand. Der deutsche Leitindex ging kaum verändert bei 8.279 Punkten aus dem Handel. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,3 Prozent auf 2.777 Punkte.

   Zahlen zum US-Einzelhandel hatten den deutschen Leitindex zeitweise sogar leicht ins Plus gehoben. Dennoch konnten die Zahlen die grundsätzlich maue Stimmung weder in Europa noch in den USA nachhaltig verbessern. Im April wuchsen die Umsätze um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Experten hatten einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet. "Zusammenfassend scheint es, als sei der private Güterkonsum im April real gestiegen. Das sollte das BIP-Wachstum im zweiten Quartal stützen", kommentiert Annalisa Piazza von Newedge die Daten.

   Die Gewinnmitnahmen machten sich Händlern zufolge insbesondere im Banksektor bemerkbar, der binnen Monatsfrist gut 7 Prozent zugelegt hat. Der Branchenindex der Banken war mit einem Minus von 1,2 Prozent der schlechteste europäische Sektorindex.

   Aktien der Commerzbank waren mit einem Minus von 4,7 Prozent die größten Verlierer im DAX. Die Bank will in Kürze ihr Kapital um 2,5 Milliarden Euro aufstocken. Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf Finanzkreise, die Bank platziere das Paket mit einem Abschlag von 35 Prozent zum aktuellen Aktienkurs. Die Analysten der Citigroup haben das Kursziel der Aktie von 16,00 Euro auf 10,50 Euro gesenkt. Als Grund wird unter anderem die mögliche Verwässerung der Aktien durch die Kapitalerhöhung genannt.

   Stark unter Druck standen in ganz Europa die Aktien von Fluggesellschaften. Ein Bericht über einen Sars-Ausbruch in Frankreich belastete den gesamten Sektor. "Damit scheint sich die Befürchtung zu bewahrheiten, dass der Virus von Mensch zu Mensch übertragen wird", sagte ein Händler. Papiere von Air France KLM verloren knapp 4 Prozent, für Aktien von Thomas Cook ging es 0,7 Prozent bergab.

   Zusätzlich dazu drückten schwache Verkehrszahlen auf den Lufthansa-Kurs, der um 2,1 Prozent nachgab. Die Schwäche der Aktie ist auf den Ausbruch des Coronavirus in Europa und die Verkehrszahlen zurückzuführen", so die DZ Bank in einer Studie. Die deutsche Airline hatte im April weniger Passagiere und Fracht transportiert als erwartet worden war. Der Branchenindex der Reise- und Freizeitaktien im Stoxx-600 gab um 0,2 Prozent nach.

   In London drückten die Daten aus China auf die Kurse von Minenbetreibern wie Anglo American, Rio Tinto und BHP Billiton, die alle zwischen 0,3 und 1,2 Prozent verloren. Für sie ist China einer der Hauptabsatzmärkte. Der Index der Rohstoffaktien schloss mit minus 0,3 Prozent im Mittelfeld der Sektorenindizes. Auch im deutschen Aktienhandel gerieten Papiere von konjunktursensiblen Unternehmen wie Lanxess und ThyssenKrupp unter Druck, die jeweils mehr als 1 Prozent verloren.

   Im Währungshandel stabilisierte sich der Euro im Tagesverlauf leicht gegenüber dem US-Dollar. Zwischenzeitlich gab die Gemeinschaftswährung nach den überraschend guten Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen im April nach, erholte sich dann allerdings wieder auf 1,2978 Dollar und notiert damit 0,1 Prozent fester als am Vorabend.

   Am Rentenmarkt konnte Italien Papiere mit Laufzeiten von 3, 5 und 13 Jahren problemlos und im angepeilten Volumen losgeschlagen. Dabei fielen die Renditen niedriger aus als bei den jeweils vorangegangenen Versteigerungen gleicher Papiere. Lediglich die Zeichnungsquoten sanken leicht. Zehnjährige italienische Papiere rentieren nach wie vor knapp unter der Schwelle von 4 Prozent.

.=== . Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung . stand absolut in % seit . Jahresbeginn Europa Euro-Stoxx-50 2.775,66 -9,58 -0,3% 5,3 . Stoxx-50 2.783,23 -10,72 -0,4% 8,0 . Stoxx-600 304,11 -0,88 -0,3% 8,7 Frankfurt XETRA-DAX 8.279,29 0,70 +0,0% 8,8 London FTSE-100 6.631,76 6,78 +0,1% 12,4 Paris CAC-40 3.945,20 -8,63 -0,2% 8,4 Amsterdam AEX 361,12 -0,05 -0,0% 5,4 Athen ATHEX-20 364,55 15,98 +4,6% 17,7 Brüssel BEL-20 2.719,55 -10,22 -0,4% 9,8 Budapest BUX 18.680,10 177,03 +1,0% 2,8 Helsinki OMXH-25 2.423,78 2,93 +0,1% 9,7 Istanbul ISE NAT. 30 111.236,64 507,67 +0,5% 13,8 Kopenhagen OMXC-20 550,66 4,63 +0,8% 11,0 Lissabon PSI 20 6.275,60 -56,51 -0,9% 10,0 Madrid IBEX-35 8.544,50 -86,70 -1,0% 3,6 Mailand FTSE-MIB 17.171,52 -112,51 -0,7% 5,5 Moskau RTS 1.422,29 -7,49 -0,5% -6,9 Oslo OBX 451,83 1,20 +0,3% 10,1 Prag PX 967,56 1,47 +0,2% -6,9 Stockholm OMXS-30 1.220,98 -6,33 -0,5% 10,5 Warschau WIG-20 2.354,34 16,18 +0,7% -9,1 Wien ATX 2.447,20 2,62 +0,1% 1,9 Zürich SMI 8.147,68 -30,17 -0,4% 19,4

DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.07 Uhr Fr, 18.49 Uhr EUR/USD 1,2977 -0,38% 1,3027 1,2972 EUR/JPY 132,1897 0,42% 131,6316 131,7738 EUR/CHF 1,2433 0,48% 1,2374 1,2389 USD/JPY 101,8695 0,83% 101,0305 101,5630 GBP/USD 1,5291 -0,87% 1,5425 1,5348 .=== Kontakt zur Autorin: isabel.gomez@dowjones.com

   DJG/igo/cln

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   May 13, 2013 12:30 ET (16:30 GMT)

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