07.01.2013 15:19:31

MÄRKTE USA/Atempause an Wall Street - Vergleich beflügelt BoA

   An der Wall Street dürfte die Luft zunächst raus sein. Nachdem der S&P-500 am Freitag vergangener Woche auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen ist, lässt die Euphorie über die Einigung im US-Haushaltsstreit allmählich nach. Anleger fragen sich, ob das monatelange Gezerre zwischen Regierung und Opposition die Ertragslage der Unternehmen beeinträchtigt hat. Erste Antworten auf diese Frage könnten sie am Dienstag nach Börsenschluss erhalten. Dann wird der Aluminiumkonzern Alcoa mit seinem Quartalsausweis den inoffiziellen Startschuss zur Bilanzsaison geben.

   Der S&P-Future sinkt um 0,2 Prozent. Der Nasdaq-Future gibt ebenfalls um 0,2 Prozent.

   Bankenaktien könnten gesucht sein, nachdem die Branche mehr Zeit erhalten hat, die strengeren Kapitalvorschriften nach Basel III zu erfüllen. Der Kurs der Bank of America (BoA) steigt vorbörslich um 2,2 Prozent, zusätzlich gestützt von einer Einigung mit dem staatlich kontrollierten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae im Streit um faule Hypothekenkredite. Die Bank of America zahlt 3,6 Milliarden Dollar an Fannie Mae. Diese Zahlung belastet das Ergebnis der Bank weniger stark, als Analysten erwartet hatten. Damit könnte das Institut das vierte Quartal sogar mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen haben.

   Aktien des Chipausrüsters Applied Materials werden nach einem kritischen Kommentar von J.P. Morgan um 2,6 Prozent niedriger indiziert. Die Quartalsausweise der Kunden von Applied Materials, der Chiphersteller, dürften unliebsame Überraschungen mit sich bringen, warnen die Analysten. Die schlechten Ertragsaussichten der Branche würden ihre Investitionsbereitschaft mindern. Anleger sollten daher Aktien von Applied Materials untergewichten.

   Eine Kaufempfehlung von Lazard Capital lässt dagegen den Intel-Kurs vorbörslich um 0,5 Prozent steigen. Im ersten Quartal dürfte die Bruttomarge die Talsohle erreichen, und ab dem zweiten Quartal werde es aufwärts gehen, sagen die Analysten.

   Am Anleihemarkt legen die Notierungen wieder etwas zu. Die Rendite zehnjähriger Treasurys steht bei 1,90 Prozent. Der Euro zeigt sich wenig verändert bei rund 1,3040 US-Dollar. Devisenhändler glauben aber, dass die Gemeinschaftswährung zum Dollar kurzfristig stärker unter Druck geraten könnte. Am Devisenmarkt gilt das Interesse der EZB-Sitzung am Donnerstag. Einige Volkswirte halten eine Zinssenkung für möglich. Diese Erwartung dürfte den Euro belasten, zumal die US-Notenbank vergangene Woche angedeutet hat, dass ihre lockere Geldpolitik bald ein Ende haben könnte.

   Der WTI-Ölpreis gibt auf 92,63 von 93,09 Dollar je Barrel nach. Händler machen dafür den wieder etwas festeren US-Dollar verantwortlich, der Öl für Käufer aus anderen Währungsgebieten verteuert.

DEVISEN zuletzt '+/- % Mo, 8.00 Uhr Fr, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3045 0,02% 1,3042 1,3055 EUR/JPY 114,5697 0,07% 114,4926 115,0852 EUR/CHF 1,2087 -0,02% 1,2089 1,2085 USD/JPY 87,8450 0,08% 87,7770 88,1450 GBP/USD 1,6064 0,17% 1,6037 1,6043 Kontakt zum Autor: claudia.nehrbass@dowjones.com

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   January 07, 2013 08:49 ET (13:49 GMT)

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