16.01.2015 16:59:34

MÄRKTE USA/Wall Street pendelt zwischen Auf- und Abschlägen

   Von Florian Faust

   Die vorbörslichen Prognosen für die Wall Street müssen in Zeiten einer hohen Volatilität nicht unbedingt mit der Eröffnungstendenz übereinstimmen. Hatte der Aktienterminmarkt vor der Startglocke noch auf Verluste am Kassamarkt hingedeutet, schafft die Wall Street im frühen Geschäft den Sprung ins Plus - nur um dann doch ins Minus zu drehen. Der marktbreite S&P-500 könnte die längste Durststrecke seit über zwei Jahren verbuchen. Händler erwarten, dass Anleger vor dem langen Wochenende in den USA mit dem Feiertag am Montag auf Nummer sicher gehen und sich von Aktienpositionen trennen.

   Die abrupte Kehrtwende der schweizerischen Geldpolitik sorgt unverändert für eine erhöhte Verunsicherung, außerdem nehmen die Sorgen über das globale Wachstum wieder zu. Seit den Dezemberhochs hat der Dow-Jones-Index bislang 4,3 Prozent und der S&P-500 gar 4,8 Prozent eingebüßt. Im frühen Handel gibt der Dow-Jones-Index 0,4 Prozent auf 17.252 Punkte ab, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 0,2 Prozent bzw. 0,1 Prozent ein.

   Bei den vorbörslich veröffentlichten Inflationsdaten zeigt sich das gewohnte Bild. In der Kernrate, also ohne Berücksichtigung der Energiepreise, sind die Verbraucherpreise im Dezember gestiegen. Unter Einbeziehung der einbrechenden Ölpreise sind die Preise gefallen - im erwarteten Rahmen. Die Industrie hat sich dagegen im Dezember schlechter als erwartet entwickelt, was vor allem auf die geringere Energieerzeugung als Folge der wärmeren Witterung zurückgeführt wird. Die für den Konsum und damit auch das US-BIP so bedeutsame Verbraucherstimmung ist derweil besser als erwartet ausgefallen. Allerdings stützen die Daten den Aktienmarkt bislang nicht.

   "Die Woche ist bislang verwirrend verlaufen, die Volatilität hat spürbar angezogen. Die größte Konfusion liefert die Ölpreisentwicklung. Sind fallende Ölpreise nun gut oder schlecht für die Weltkonjunktur und den Aktienmarkt", stellt Marktstrategin Anastasia Amoroso von J.P. Morgan Asset Management die wichtigste Frage überhaupt. Die Meinungen am Markt gehen hier auseinander.

   Am Freitag steigt der Ölpreis zur Abwechselung, US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 2,3 Prozent auf 47,34 US-Dollar das Fass. Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA) stützen, denn aus ihrer Sicht ist eine Erholung des Ölpreises in Sicht. Eine unmittelbare Preiserholung sei zwar nicht zu erwarten, aber das Schlimmste könnte überstanden sein. Die Agentur erwartet, dass nicht in der Opec organisierte Förderländer ihre Angebotsausweitung einschränken werden.

   Die hohe Volatilität hat nun auch den Goldpreis erreicht. Aus dem Stand verteuert sich der Preis für eine Feinunze des gelben Metalls um 5 Dollar. Im Handel wird von einer großen Kauforder berichtet. Die Feinunze notiert bei 1.276 Dollar nach 1.262 Dollar am Vorabend. Der Dollar neigt weiterhin zur Stärke, der Euro fällt auf ein Mehrjahrestief bei 1,1543 Dollar nach einem Tageshoch von 1,1655 Dollar. Die vermeintliche Sicherheit des Rentenmarkts bleibt gefragt, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um weitere fünf Basispunkte auf 1,73 Prozent.

   Aus dem Finanzsektor kamen bislang überwiegend enttäuschende Ergebnisse. Die Hoffnung, dass es Goldman Sachs im vierten Quartal besser als die Konkurrenz gemacht hat, hat sich nicht unbedingt erfüllt. Der Kurs der Großbank fällt um 1,8 Prozent. Goldman Sachs konnte sich dem Abwärtssog im Geschäft mit festverzinslichen Papieren im Schlussquartal 2014 nicht entziehen. Die Markterwartungen konnte dagegen insgesamt leicht übertroffen werden. Die Titel des Devisenhändlers FXCM brechen dagegen um 88 Prozent ein. Die heftigen Turbulenzen im Franken haben praktisch das gesamte Eigenkapital aufgezehrt.

   Ein zurückhaltender Ausblick bremst den Kurs von Intel, der um 1,2 Prozent fällt. Immerhin steigerte Intel Gewinn und Umsatz im Berichtsquartal deutlich und übertraf die Erwartungen. Schlumberger ziehen mit dem steigenden Ölpreis um 3,8 Prozent an, obwohl der Zulieferer der Ölindustrie im vierten Quartal unter einer schwächeren Nachfrage litt und einen Gewinnrückgang verzeichnete. Regal Entertainment geben um 4,8 Prozent nach. Hier lastet die Entscheidung des Vorstands auf dem Kurs, dass ein Verkauf des Unternehmens aktuell nicht lohnenswert sei.

=== DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.35 Uhr Do, 18.03 Uhr EUR/USD 1,1527 -0,98% 1,1642 1,1597 EUR/JPY 135,12 -0,42% 135,69 135,65 EUR/CHF 0,9873 -3,47% 1,0228 1,0369 USD/JPY 117,21 0,58% 116,54 116,98 GBP/USD 1,5134 -0,39% 1,5194 1,5157 === Kontakt zum Autor: florian.faust@wsj.com

   DJG/DJN/flf/ros

   (END) Dow Jones Newswires

   January 16, 2015 10:28 ET (15:28 GMT)

   Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 28 AM EST 01-16-15

Nachrichten zu Regal Entertainment Group Inc.mehr Nachrichten

Keine Nachrichten verfügbar.

Analysen zu Regal Entertainment Group Inc.mehr Analysen

Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!

Aktien in diesem Artikel

Goldman Sachs 589,60 0,53% Goldman Sachs
Intel Corp. 22,40 1,86% Intel Corp.
Schlumberger N.V. (Ltd.) 39,00 -0,26% Schlumberger N.V. (Ltd.)