| Geldpolitik |
01.07.2026 07:38:00
|
Mindestreserve könnte steigen: EZB prüft offenbar Änderungen
Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, die Mindestreserve für Banken zu verdoppeln, um ihre eigenen Zinsausgaben zu senken. Die Währungshüter debattierten darüber, den Anteil der Kundeneinlagen, den Banken unverzinst bei der Notenbank parken müssen, von 1 auf 2 Prozent zu erhöhen, schreibt Reuters unter Berufung auf sechs mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine Entscheidung werde bis zum Herbst erwartet. Der EZB-Rat habe den Vorschlag bislang jedoch nicht offiziell diskutiert. Ein Sprecher der Notenbank lehnte eine Stellungnahme ab.
Ein solcher Schritt, der unter anderem der Deutschen Bundesbank helfen würde, Verluste aus der Verzinsung von Überschussreserven zu reduzieren, war bereits vor zwei Jahren diskutiert, aber nicht umgesetzt worden.
Die Überschussreserven waren durch die Anleihekaufprogramme des vergangenen Jahrzehnts auf Billionenhöhe angewachsen. Aktuell zahlen die EZB und die 21 nationalen Zentralbanken des Euroraums 2,25 Prozent Zinsen auf Überschussliquidität in Höhe von rund 2,16 Billionen Euro, was jährliche Ausgaben von etwa 48,7 Milliarden Euro bedeutet. Eine Verdopplung der unverzinsten Mindestreserve würde diese Zinslast um fast 4 Milliarden Euro verringern.
DOW JONES
Der finanzen.at Ratgeber für Aktien!
Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!
Weitere Links:
Bildquelle: A.Hesse,Patrick Poe / Shutterstock.com,Michael Gottschalk/Photothek via Getty Images