16.09.2024 07:32:40

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des Erntedankfestes geschlossen. In Japan ruht der Handel wegen des Tages zur Ehrung der Alten. Im chinesischen Kernland (Schanghai) fällt der Aktienhandel wegen des Mondfestes aus.

DIENSTAG: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des Erntedankfestes geschlossen. Im chinesischen Kernland (Schanghai) fällt der Aktienhandel wegen des Mondfestes aus.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Unicredit-Chef Andrea Orcel wirbt kurz nach dem Einstieg mit 9 Prozent bei der Commerzbank für eine vollständige Übernahme. "Eine Zusammenführung beider Banken könnte zu einem erheblichen Mehrwert für alle Stakeholder führen und würde einen deutlich stärkeren Wettbewerber auf dem deutschen Bankenmarkt schaffen", sagte der Manager dem Handelsblatt. Es gebe sehr wenige Überschneidungen zwischen den Banken. "Es wäre also möglich, eine Bank zu schaffen, die sich geografisch gut ergänzt und mit Privatkunden- und Unternehmensgeschäft sehr gut ausbalanciert ist", sagte Orcel. Einsparmöglichkeiten sehe er vor allem bei den Zentralfunktionen. Zunächst wolle er als Großaktionär sicherstellen, dass sich sein Investment gut entwickele, so Orcel weiter. "Es ist wichtig, dass die Commerzbank ihre Bilanz stärkt, wächst und dabei gleichzeitig profitabler wird", forderte Orcel. "Das aktuelle Management hat hier deutliche Fortschritte gemacht, aber meiner Meinung nach kann man noch viel mehr tun." Die Eigenkapitalrendite der Unicredit-Tochter Hypovereinsbank liege doppelt so hoch wie die der Commerzbank. Die Aufwand-Ertrags-Relation sei 20 Prozentpunkte niedriger. Die polnische Commerzbank-Tochter M-Bank brauche zudem mehr Kapital für Wachstum. Orcel strebt derzeit keinen Aufsichtsratssitz bei der Commerzbank an. Er wolle mit der Commerzbank-Führung aber "einen konstruktiven Dialog führen", wenn die Zeit dafür reif sei. Der Einstieg der Unicredit bei der Commerzbank ist vergangene Woche bekanntgeworden. Ein Paket von 4,5 Prozent der Commerzbank-Aktien haben die Italiener von der Finanzagentur des Bundes übernommen, die ihre Beteiligung damit auf rund 12 Prozent reduziert hat. Viele hochrangige Regierungsmitglieder hatten sich überrascht über den Einstieg gezeigt. Laut Orcel wusste die Bundesregierung über das Interesse der Unicredit Bescheid. "Unser Interesse an der Commerzbank war bekannt, und wir wären nicht aktiv geworden, wenn wir nicht willkommen gewesen wären", sagte der Unicredit-Chef. Die Finanzagentur sei auf die Bank zugegangen. "Wir wurden von Vertretern des Finanzministeriums und deren Beratern auf Arbeitsebene vor der Auktion des staatlichen Aktienpakets von 4,5 Prozent kontaktiert", sagte Orcel. "Allen Beteiligten war klar, dass unser Anteil dadurch auf 9 Prozent steigt und welche Implikationen das hat." Im Sommer habe Unicredit begonnen, Anteile an der Commerzbank über den Markt zu kaufen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

11:30 DE/Merck KGaA, PK zur strategischen Technologiepartnerschaft mit Siemens

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- EU

11:00 Arbeitskosten 2. Quartal

PROGNOSE: k.A.

zuvor: +5,1% gg Vj

11:00 Handelsbilanz Juli

PROGNOSE: k.A.

zuvor: 22,3 Mrd EUR

- US

14:30 Empire State Manufacturing Index September

PROGNOSE: -5,0

zuvor: -4,7

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

INDEX Stand +/-

DAX-Future 18.716,00 +0,1%

E-Mini-Future S&P-500 5.630,75 +0,0%

E-Mini-Future Nsdq-100 19.517,25 -0,1%

Nikkei-225 FEIERTAG

Schanghai-Composite FEIERTAG

Hang-Seng-Index 17.358,82 -0,1%

+/- Ticks

Bund -Future 134,84 +6

Freitag:

INDEX Schluss +/-

DAX 18.699,40 +1,0%

DAX-Future 18.697,00 +0,6%

XDAX 18.685,24 +0,6%

MDAX 25.550,66 +1,3%

TecDAX 3.313,57 +0,9%

EuroStoxx50 4.843,99 +0,6%

Stoxx50 4.424,72 +0,5%

Dow-Jones 41.393,78 +0,7%

S&P-500-Index 5.626,02 +0,5%

Nasdaq-Comp. 17.683,98 +0,7%

EUREX zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 134,78 +6

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einem leicht positiven Wochenstart rechnen Händler an Europas Börsen am Montag. Die Woche steht ganz im Zeichen der erwarteten Zinssenkung durch die US-Notenbank. Anders als bei der EZB ist hier aber der genaue Umfang noch immer nicht klar. Dazu endet die Woche mit dem großen September-Verfall an den internationalen Terminbörsen, was üblicherweise für Volatilität durch Umschichtungen sorgt. Die Vorgaben aus den USA fielen positiv aus, aus Asien kommen am Morgen kaum Impulse, da in China, Seoul und Japan feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. An den Märkten wird weiter debattiert, ob die Fed die Zinsen um 25 oder 50 Basispunkte (Bp) senken wird. Argumente gibt es für beide Richtungen. Die Woche steht auch jenseits der USA im Fokus von Zinsentscheidungen mit Notenbanksitzungen in Japan, Großbritannien, Norwegen, Brasilien, Türkei und Südafrika. Rund 60 Prozent der Notenbanken weltweit begibt sich nun in einen Zinssenkungszyklus, heißt es von der Bank of America.

Rückblick: Gestützt vom Zinssenkungszyklus auf beiden Seiten des Atlantiks haben die Börsen weiter zugelegt. Nach der bereits zweiten Zinssenkung der EZB am Vortag dürfte die Fed am Mittwoch in ihren Zinssenkungszyklus einsteigen. In den USA nahmen die Spekulation wieder deutlich zu, dass die Fed doch einen großen Zinsschritt um 50 Basispunkte vornehmen könnte. DSV legten um weitere 1 Prozent zu, nachdem das Unternehmen den offiziellen Zuschlag für die Deutsche-Bahn-Logistiktochter Schenker für 14,3 Milliarden Euro erhalten hatte. Mit der Spekulation über ein erfolgreiches Gebot war der Kurs am Vortag bereits sehr stark gestiegen. Roche (+0,6%) profitierten von der Erhöhung auf "Buy" durch die Bank of America und einer Medikamentenzulassung in den USA. Worldline stürzten mit gleich zwei schlechten Nachrichten um 14 Prozent ab. CEO Gilles Grapinet verlässt überraschend den Zahlungsdienstleister. Zudem senkte Worldline erneut die Jahresprognose.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fest - Siemens Energy setzten die Rally vom Vortag um weitere 9,4 Prozent fort. Die Analysten von HSBC und Goldman Sachs hatte sich positiv geäußert. Bei Goldman Sachs verwies man dazu auf positive Rückschlüsse für den Bereich Power & Gas bei Siemens Energy nach positiven Nachrichten des US-Wettbewerbers GE Vernova. Das Unternehmen hatte am späten Mittwoch mitgeteilt, dass es in zwei seiner Geschäftsbereiche etwas besser laufe als erwartet. Zalando waren nachrichtenlos mit plus 10,3 Prozent Tagessieger im DAX. Commerzbank stiegen um weitere 4,2 Prozent. Der Markt setzte weiter auf eine Komplettübernahme durch die Unicredit.

XETRA-NACHBÖRSE

Auffällige Einzelkursbewegungen gab es nicht. In der Breite tat sich wenig, zumal es an der Wall Street im späten Handel ereignisarm seitwärts gegangen war. Die vornehmlich an der Nasdaq gehandelte Aktie des Mainzer Biotechnologieunternehmens Biontech vollzog allerdings ein kräftiges nachrichtenloses Plus im US-Handel nach. Beim Broker Lang & Schwarz wurde die Aktie zuletzt bei 111,40 Euro gesehen, verglichen mit 105,70 zum Schluss im Xetra-Handel.

USA - AKTIEN

Freundlich - Erneut sorgte Zinsfantasie für weiter steigende Aktienkurse. Dazu trug die wiederbelebte Spekulation bei, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche möglicherweise doch mit einem großen Zinsschritt nach unten aufwarten könnte, was zuletzt als wenig wahrscheinlich angesehen wurde. Auslöser war ein Bericht des Wall Street Journal, wonach bei den US-Notenbankern eine aggressivere geldpolitische Lockerung auf dem Tisch liegen soll, weil man die Inflation unter Kontrolle sehe und sich mehr um die Beschäftigung sorge. Neue Preisdaten vom Tage stützten die Zinsfantasie. Zur guten Stimmung trug auch bei, dass sich laut dem Index der Uni Michigan die Konsumentenstimmung im September verbesserte und zugleich die Inflationserwartung gegenüber dem Vormonat leicht sank. Boeing gaben um 3,7 Prozent nach. Die Mitarbeiter der größten Gewerkschaft des Flugzeugbauers haben für einen Streik gestimmt. Damit drohen Produtionsausfälle unter anderem beim Bestseller 737. Adobe enttäuschte mit dem Ausblick. Der Kurs stürzte um 8,5 Prozent ab. Uber verteuerten sich um 6,4 Prozent, nachdem der Mobilitätsdienstleister eine Partnerschaft mit Waymo, dem zu Alphabet (+1,7%) gehörenden Unternehmen für autonomes Fahren, ausgeweitet hatte. RH (Restoration Hardware) schnellten nach guten Quartalszahlen um gut 25 Prozent nach oben.

US-ANLEIHEN

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 3,58 -5,7 3,64 -83,6

5 Jahre 3,43 -3,2 3,46 -56,8

7 Jahre 3,53 -2,8 3,56 -43,8

10 Jahre 3,66 -1,8 3,67 -22,4

30 Jahre 3,98 -0,5 3,99 1,2

Nach einem Bericht über einen möglicherweise doch großen Zinsschritt nach unten in der kommenden Woche durch die US-Notenbank stieg am Zinsterminmarkt die Wahrscheinlichkeit einer Senkung um 50 statt 25 Basispunkte sprunghaft auf 49 Prozent. Entsprechend ging es mit den Renditen am Anleihemarkt nach unten.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 16, 2024 01:32 ET (05:32 GMT)

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