17.03.2026 07:41:40

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die australische Notenbank hat die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht. Wie die Reserve Bank of Australia (RBA) mitteilte, hat sie den Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent angehoben. Anleger erwarten angesichts der hohen Inflation eine weitere Anhebung im Mai. Zentralbanken weltweit signalisieren ein Umdenken in ihrer Herangehensweise an die Zinssätze, da der Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise in die Höhe treibt und den weltweiten Handel stört. Australien und weite Teile Asiens sind einem Energiepreisschock ausgesetzt, da sie auf Importe von Rohöl und Produkten wie Benzin und Kerosin angewiesen sind. "Die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben höchst ungewiss, könnten aber unter einer Vielzahl möglicher Szenarien zur globalen und inländischen Inflation beitragen", heißt es in der RBA-Erklärung weiter. Fünf der neun Ratsmitglieder haben für die Erhöhung gestimmt.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:00 DE/Springer Nature AG & Co KGaA, Jahresergebnis (14:00 Analystenkonferenz)

09:00 DE/Audi AG, Jahresergebnis (11:00 PK)

11:00 DE/Deutsche Bank AG, CEO Sewing spricht bei Morgan Stanley European Financials Conference

11:00 DE/Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV), Jahrespressekonferenz

14:00 US/Nvidia Corp, Entwicklerkonferenz mit Finanzanalysten

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

11:00 ZEW-Index Konjunkturerwartungen März

PROGNOSE: 38,5

zuvor: 58,3

Konjunkturlage

PROGNOSE: -64,5

zuvor: -65,9

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 23.459,00 -0,5

E-Mini-Future S&P-500 6.672,75 -0,5

E-Mini-Future Nasdaq-100 24.556,25 -0,5

Topix (Tokio) 3.627,07 +0,5

Hang-Seng (Hongk.) 25.874,55 +0,2

Shanghai-Comp. 4.060,57 -0,6

Montag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 23.564,01 +0,5

DAX-Future 23.619,00 +0,8

XDAX 23.613,47 +0,2

MDAX 28.951,70 +0,5

TecDAX 3.558,57 -0,4

SDAX 16.766,25 -0,1

Euro-Stoxx-50 5.739,01 +0,4

Stoxx-50 4.996,73 +0,4

Dow-Jones 46.946,41 +0,8

S&P-500 6.699,38 +1,0

Nasdaq Composite 22.374,18 +1,2

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Nach einem erfolgreichen Drohnenangriff des Irans auf ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) tauchen die DAX-Futures nach unten ab, der Preis für Brent steigt auf 104 Dollar das Fass. Laut Bloomberg soll das Shah-Gasfeld von der Attacke betroffen sein. Der DAX-Future liegt nun 150 Punkte hinten, nachdem sich zunächst eine wenig veränderte Eröffnung abgezeichnet hatte. Am geopolitischen Umfeld hat sich nichts geändert. Ein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten ist derzeit nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump hat das geplante Treffen mit dem chinesischen Präsident Xi Jinping kurzfristig abgesagt, das eigentlich in zwei Wochen hätte stattfinden sollen. Wichtigster Gradmesser für die Börsen bleibt der Ölpreis. Von Panik an den Märkten kann bislang keine Rede sein. Anleger setzen offenbar weiterhin auf eine nur begrenzte Dauer des Konflikts und eine rasche Normalisierung des Ölmarktes sowie der Inflationserwartungen in der Folge. Zunehmend rücken die Zentralbanken in den Fokus. Die australische Notenbank hat am Morgen den Leitzins in einer knappen Entscheidung bereits angehoben. Im weiteren Wochenverlauf entscheiden noch die japanische Notenbank, die Bank of England, die US-Notenbank sowie die EZB über die Geldpolitik.

Rückblick: Etwas fester - Leicht nachgebende Ölpreise und ermutigende chinesische Konjunkturdaten haben den Börsen zu einer Erholung verholfen. Zur Beruhigung der Anleger trug ferner die positive Eröffnung der US-Börsen bei. Sinkende Anleiherenditen wurden ebenfalls als Zeichen einer Entspannung gewertet. Allerdings stehen in den kommenden Tagen zahlreiche Zinsentscheidungen an, wobei besonders jene der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank im Fokus stehen. Auch deshalb agierten die Anleger vorsichtig. Unter den Einzelwerten gewannen die Aktien der Unicredit nach anfänglichen Verlusten 0,5 Prozent. Die italienische Großbank hatte ein freiwilliges Übernahmeangebot für die Commerzbank abgegeben.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Etwas fester - Angeführt wurde der DAX von den Aktien der Commerzbank, die sich um 8,6 Prozent verteuerten, nachdem Unicredit ein freiwilliges Übernahmeangebot vorgelegt hatte mit dem Ziel, die Schwelle von 30 Prozent zu überschreiten. Hypoport schlossen 0,3 Prozent höher. Ein Marktteilnehmer sprach von "knackigen" Geschäftszahlen, die sich über den Erwartungen bewegten. Nach einer Kaufempfehlung der UBS ging es für die Bayer-Aktie um 3,8 Prozent nach oben.

XETRA-NACHBÖRSE

Der Markt sei mit der positiven Entwicklung an der Wall Street noch etwas nach oben gelaufen, sagte ein Händler von Lang & Schwarz. Wichtige Unternehmensmeldungen habe es nicht gegeben.

USA - AKTIEN

Fester - Gesunkene Ölpreise und die Bemühungen, den Verkehr durch die Straße von Hormus wieder aufzunehmen, stützten das Sentiment. Konjunkturseitig war der Empire State Manufacturing Index im März überraschend deutlich zurückgegangen und wider Erwarten in negatives Terrain abgerutscht. Das deute auf eine Abkühlung der Wirtschaftsaktivität im Großraum New York hin, merkte Andreas Lipkow von CMC Markets an. Dadurch könnte das Zinssenkungsthema grundsätzlich wieder etwas mehr Fantasie bekommen. Der Höhepunkt der Woche dürfte der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch werden. Bei den Einzelwerten waren die Blicke auf die Entwicklerkonferenz von Nvidia gerichtet. Nvidia-Chef Jensen Huang hat die nächste Generation der 3D-Grafik-Rendering-Technologie des Unternehmens angekündigt. Der Kurs von Nvidia stieg um 1,6 Prozent. Micron gewannen 3,7 Prozent. Der Chiphersteller plant den Bau einer zweiten Produktionsstätte auf dem Gelände seiner Fabrik in Taiwan. Sandisk und Western Digital verbesserten sich im Gefolge um 6,4 bzw. 5,1 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Die zuletzt deutlich gestiegenen Renditen fielen, im Zehnjahresbereich um 6,0 Basispunkte auf 4,22 Prozent. Händler wägten den Verlauf des Iran-Konflikts ab und erwarteten die Zinsentscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte, hieß es.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:04

EUR/USD 1,1475 -0,2 -0,0028 1,1503 1,1491

EUR/JPY 182,95 0,0 0,0000 182,9500 182,9800

EUR/CHF 0,9057 -0,0 -0,0003 0,9060 0,9061

EUR/GBP 0,8635 0,0 0,0000 0,8635 0,8632

USD/JPY 159,43 +0,2 0,3700 159,0600 159,2300

GBP/USD 1,3288 -0,2 -0,0028 1,3316 1,3307

USD/CNY 6,8891 -0,1 -0,0064 6,8955 6,8955

USD/CNH 6,8903 +0,1 0,0034 6,8869 6,8926

AUS/USD 0,7068 -0,0 -0,0001 0,7069 0,7055

Bitcoin/USD 74.257,31 +0,0 21,45 74.235,86 73.309,72

Der als Fluchtwährung bisher gesuchte Dollar kam zurück. Der Dollar-Index fiel um 0,6 Prozent. Am Freitag war er noch auf den höchsten Stand seit mehr als neun Monaten gestiegen. Die Verluste dürften sich allerdings in Grenzen halten, sagte Analyst Kit Juckes von der Societe Generale.

Der Dollar steigt am Morgen mit den iranischen Angriffen auf die Nachbarländer.

Der Australische Dollar zeigt sich nach der Zinserhöhung zwar volatil, bewegt sich aber auf Tagessicht kaum. "Eine uneinheitliche Abstimmung von 5:4 ist vom Markt höchstwahrscheinlich als eine Art 'taubenhafte' Zinserhöhung interpretiert worden", meint eine Strategin.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 5.012,03 +0,1 6,78 5.005,25

Silber 80,94 +0,2 0,18 80,77

Platin 2.129,59 +0,7 15,38 2.114,21

Der Goldpreis fiel zwischenzeitlich unter die Marke von 5.000 Dollar, konnte das Niveau aber wieder überwinden. Die Feinunze verlor 0,1 Prozent auf 5.013 Dollar. Für die kurzfristige Richtung des Goldpreises könnte es entscheidend sein, dass die Marke von 5.000 Dollar halte, sagte Analystin Dilin Wu von Pepperstone. Sollte die Marke entscheidend durchbrochen werden, könne der Preis bis in die Unterstützungszone von 4.850 bis 4.900 Dollar fallen. Sollte sich der Goldpreis jedoch stabilisieren, wären die nächsten Widerstandsmarken bei 5.100 und 5.250 Dollar.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 97,38 +4,2 3,88 93,5

Brent/ICE 103,69 +3,5 3,48 100,21

Die Ölpreise zeigten sich volatil. Nach anfänglich deutlichen Gewinnen rutschten die Notierungen für Brent und WTI im Verlauf ins Minus. Der Preis für ein Barrel Brent reduzierte sich um 3,2 Prozent auf 99,88 Dollar, nachdem er im Tageshoch schon bei 106,50 Dollar gelegen hatte. WTI fiel um 5,2 Prozent auf 93,56 Dollar. Der Ölpreis steigt am Morgen mit den iranischen Angriffen auf die Nachbarländer.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

US-NOTENBANK

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 17, 2026 02:42 ET (06:42 GMT)

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