13.04.2026 07:32:39

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Gespräche zwischen den USA und Regierungsvertretern des Iran sind ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Es sei keine Einigung erzielt worden, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ein entscheidender Faktor für das Scheitern der Gespräche sei die Weigerung des Irans gewesen, sich dazu zu verpflichten, auch in Zukunft keine Atomwaffen anzustreben. Vance gab an, dass er die Gespräche verlassen werde, nannte jedoch keine Einzelheiten zu den nächsten Schritten. "Unangemessene Forderungen" der USA sind laut staatlichem iranischen Rundfunk für das Scheitern der Gespräche verantwortlich gewesen. Der Iran hat nach eigenen Angaben keine Pläne für weitere Atomgespräche mit den USA. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte jedoch, die Diplomatie werde fortgesetzt. Die US-Marine wird nach Angaben von US-Präsident Trump damit beginnen, "alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen". Gegenüber Fox News sagte er, die Seeblockade werde "ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, aber schon bald effektiv sein". Die Blockade des gesamten Schiffsverkehrs, der iranische Häfen in der Straße von Hormus anläuft oder verlässt, beginnt am Montag um 16:00 Uhr MESZ. Das bestätigte das US Central Command, das die US-Streitkräfte im Nahen Osten führt. Die Blockade werde "unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen durchgeführt, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen", hieß es in einer Erklärung. Das Central Command werde Schiffe, die Häfen außerhalb des Irans ansteuern oder von dort kommen, nicht behindern. Diese Maßnahme ist begrenzter als das, was US-Präsident Trump zuvor am Sonntag beschrieben hatte. Zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus erwägen Trump und seine Berater laut Beamten und mit der Situation vertrauten Personen die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge im Iran, um eine Pattsituation bei den Gesprächen zu überwinden. Trump könne auch eine umfassende Kampagne wieder aufnehmen, wobei Beamte dies für weniger wahrscheinlich hielten. Er könne zudem eine eher vorübergehende Blockade anstreben, während er Verbündete unter Druck setzt, künftig die Verantwortung für eine langfristige militärische Eskortmission durch die Meerenge zu übernehmen.

++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

11:00 DE/Volkswagen AG (VW), Absatzzahlen 1Q

13:30 US/Goldman Sachs Group Inc, Ergebnis 1Q

17:00 DE/Mercedes-Benz Group AG, Pre-Close-Call 1Q

17:30 DE/Porsche AG, Pre-Close-Call 1Q

17:50 FR/LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SA, Ergebnis 1Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

16:00 NAR, Verkauf bestehender Häuser März

PROGNOSE: -1,0% gg Vm

zuvor: +1,7% gg Vm

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 23.669,00 -1,5

E-Mini-Future S&P-500 6.808,00 -0,7

E-Mini-Future Nasdaq-100 25.082,75 -0,8

Topix (Tokio) 3.720,04 -0,5

Hang-Seng (Hongk.) 25.565,99 -1,3

Shanghai-Comp. 3.978,19 -0,2

Freitag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 23.803,95 0,0

XDAX 23.777,78 -0,1

Dow-Jones 47.916,57 -0,6

S&P-500 6.816,89 -0,1

Nasdaq Composite 22.902,89 +0,4

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit kräftigen Verlusten erwarten Händler am Montag den Start in die neue Handelswoche. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende sind ohne Ergebnis beendet worden. Die US-Marine wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump am Montag damit beginnen, "alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen". Getroffen davon werden vor allem ölabhängige Kunden in Asien. Deutschland bekommt rund 6 Prozent seines Bedarfs über diesen Weg. Für die Börsen bedeutet das Unsicherheit und Unkalkulierbarkeit - beides sehr unerwünschte Faktoren. Am Montag beginnt die Berichtssaison für das erste Quartal, mit Ergebnissen in dieser Woche von Goldman Sachs, BlackRock und JP Morgan. Interessant dürften vor allem deren Ausblicke werden.

Rückblick: Etwas fester - Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise setzten keinen Impuls - sie fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Der Inflationsdruck in den USA hat im März wie erwartet deutlich zugenommen. Insgesamt herrschte bei den Investoren erhöhte Zurückhaltung im Vorfeld der am Wochenende beginnenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Die am Mittwoch vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe hielt derweil. Verluste verzeichneten Rüstungswerte. Marktteilnehmer verwiesen auf Äußerungen eines ranghohen ukrainischen Beamten, der Hoffnungen weckte, dass der Krieg mit Russland einer Lösung näherkommen könnte, wie Bloomberg News berichtete. Leonardo, Rheinmetall, Hensoldt und Kongsberg reduzierten sich um bis zu 5,9 Prozent. Im Gegenzug stiegen Baustoffwerte wie Buzzi, Holcim und Heidelberg Materials zwischen 3,0 und 5,7 Prozent, weil die Teilnehmer darauf setzten, dass Fortschritte in Richtung Frieden in der Ukraine den Wiederaufbau und die Nachfrage nach Infrastruktur in der Region unterstützen könnten. Der Technologie-Sektor war mit einem Plus von 1,2 Prozent größter Gewinner. Teilnehmer begründeten dies mit starken Zahlen von Taiwan Semiconductor (TSMC). Sodexo knickten um 10,6 Prozent ein, nachdem der Konzern den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gesenkt hat.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Kaum verändert - Der DAX gab zwischenzeitliche leichte Gewinne wieder ab. Die Aktien von Daimler Truck schlossen nach enttäuschenden Absatzzahlen 0,6 Prozent niedriger. Airbus fielen um 0,8 Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank bezeichneten die Auslieferungen im März als "enttäuschend". Mit den Aktien des Triebwerksherstellers MTU ging es als Airbus-Zulieferer um 0,9 Prozent nach unten. Hier hatte die UBS das Kursziel deutlich gesenkt. Gesucht waren die Aktien der Lufthansa (+1,0%). Lufthansa City Airlines und die Gewerkschaft Verdi haben sich nach monatelangen Verhandlungen auf eine Ersttarifierung für das fliegende Personal geeinigt.

XETRA-NACHBÖRSE

Ein Händler von Lang & Schwarz hat das Geschäft mit deutschen Aktien am Freitagabend als "ziemlich ruhig" beschrieben. Dies habe auch daran gelegen, dass nach Xetra-Schluss keine Nachrichten zu Einzelunternehmen aufgeschlagen seien. Anleger hätten die Trends aus den USA ein wenig gespielt. Dort zeigten sich Halbleiterwerte mit KI-Fantasie erneut sehr fest. Elmos Semiconductor wurden weitere 2 Prozent fester getaxt.

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Der Optimismus an den US-Börsen hinsichtlich der am Wochenende beginnenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat leichte Risse bekommen. Letztlich hänge alles an der Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs durch die Seestraße von Hormus, hieß es. Auch US-Präsident Donald Trump räumte ein, dass der Iran mit Blick auf internationale Wasserstraßen noch "Trümpfe" halte. Wenig Impulse setzten die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise, denn sie fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Die Kernverbraucherpreise stiegen sogar einen Tick schwächer als veranschlagt. Das Zinsdilemma der Fed wurde durch die Stimmung der US-Verbraucher offengelegt, denn die fiel im April auf Rekordtief. Damit bewegte sich die Fed im Stagflationsumfeld mit hoher Inflation und schwachen Konjunkturdaten. Am Aktienmarkt hielt sich die KI-Begeisterung der vergangenen Tage. Der Halbleiterindex SOX stieg um 2,3 Prozent auf Rekordstände - befeuert von guten Geschäftszahlen von TSMC aus Taiwan. Softwarewerte wurden dagegen erneut von KI-Verdrängungsbedenken belastet. Salesforce stürzten als Dow-Schlusslicht um 3,5 Prozent ab, Microsoft büßten um 0,6 Prozent ein - Snowflake, Cloudflare, ServiceNow, Atlassian, Palantir Technologies, Workday und Datadog gaben um bis zu 13,5 Prozent nach.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,83 +0,03 3,85 3,83

5 Jahre 3,97 +0,04 3,99 3,97

10 Jahre 4,35 +0,03 4,36 4,35

Die zehnjährige Rendite stieg um 3 Basispunkte auf 4,35 Prozent. Solange die Straße von Hormus nicht komplett offen sei, blieben Inflations- und in der Folge Zinsängste wegen hoher Rohölpreise bestehen, hieß es. So hatten die Inflationserwartungen der US-Verbraucher zugelegt.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:37 Uhr

EUR/USD 1,1686 -0,3 -0,0033 1,1719 1,1717

EUR/JPY 186,66 -0,0 -0,0600 186,7200 186,6600

EUR/CHF 0,9254 +0,0 0,0004 0,9250 0,9251

EUR/GBP 0,8716 +0,1 0,0008 0,8708 0,8707

USD/JPY 159,72 +0,3 0,4300 159,2900 159,3100

GBP/USD 1,3404 -0,4 -0,0054 1,3458 1,3454

USD/CNY 6,8326 +0,1 0,0048 6,8278 6,8278

USD/CNH 6,8305 +0,1 0,0052 6,8253 6,8268

AUS/USD 0,7039 -0,3 -0,0021 0,7060 0,7069

Bitcoin/USD 70.867,09 -0,7 -490,36 71.357,45 72.753,16

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 13, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)

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