14.04.2026 07:30:43

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

===

+++++ TAGESTHEMA +++++

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wollen die "richtigen Leute" im Iran nach wie vor ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran, nachdem die Gespräche in Pakistan am Wochenende ohne Einigung zu Ende gegangen sind. "Wir wurden von der anderen Seite angerufen, und sie möchten unbedingt ein Abkommen schließen", sagte Trump. "Wir wurden heute Morgen von den richtigen Leuten, den geeigneten Leuten, angerufen, und sie wollen ein Abkommen aushandeln." Der Iran werde keine Atomwaffen besitzen, so Trump - ein zentraler Schwerpunkt der Gespräche. "Wir haben uns auf viele Dinge geeinigt, aber darauf haben wir uns nicht geeinigt, doch ich glaube, sie werden dem zustimmen", sagte Trump. Die Verhandlungsbemühungen der USA am Wochenende sind nach Aussage von US-Vizepräsident JD Vance nützlich gewesen, auch wenn sie nicht zu einem Ende des Konflikts geführt hätten. "Ich glaube, dass hier wirklich ein großer, ein großartiger Deal möglich ist", sagte Vance. "Aber ich denke, es liegt an den Iranern, den nächsten Schritt zu tun."

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

00:01 DE/Deutsche Lufthansa AG, Fortsetzung des Streiks der Piloten bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline

07:00 CH/Givaudan SA, Umsatz 1Q

08:00 GB/Imperial Brands plc, Trading Update 1H

08:00 DE/Tonies SE, ausführliches Jahresergebnis und Geschäftsbericht (15:00 Telefonkonferenz)

11:00 DE/BMW AG, Absatzzahlen 1Q

12:00 US/Blackrock Inc, Ergebnis 1Q

12:25 US/Johnson & Johnson, Ergebnis 1Q

12:45 US/JP Morgan Chase & Co, Ergebnis 1Q

12:45 US/Wells Fargo & Co, Ergebnis 1Q

13:30 NL/Airbus SE, HV

14:00 DE/BMW AG, Pre-Close Call 1Q

14:00 US/Citigroup Inc, Ergebnis 1Q

17:45 FR/Kering SA, Umsatz 1Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:30 Erzeugerpreise März

PROGNOSE: +1,1% gg Vm

zuvor: +0,7% gg Vm

Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie)

PROGNOSE: +0,4%

zuvor: +0,5% gg Vm

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 24.059,00 +0,6

E-Mini-Future S&P-500 6.923,75 +0,0

E-Mini-Future Nasdaq-100 25.587,25 +0,2

Topix (Tokio) 3.749,60 +0,7

Hang-Seng (Hongk.) 25.744,25 +0,3

Shanghai-Comp. 4.007,35 +0,5

Montag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 23.742,44 -0,3

DAX-Future 24.102,00 +0,3

XDAX 23.924,06 +0,8

MDAX 30.251,91 -0,4

TecDAX 3.509,76 -0,6

SDAX 17.270,11 +0,1

Euro-Stoxx-50 5.905,02 -0,4

Stoxx-50 5.096,84 -0,2

Dow-Jones 48.218,25 +0,6

S&P-500 6.887,24 +1,02

Nasdaq Composite 23.183,74 +1,2

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel am Dienstag starten. Die Anleger setzen weiterhin auf eine diplomatische Lösung des Kriegs im Nahen Osten. "Wir wurden heute Morgen von den richtigen Leuten, den geeigneten Leuten, angerufen, und sie wollen ein Abkommen aushandeln", erklärte US-Präsident Donald Trump am Vorabend. Positiv wird am Markt zur Kenntnis genommen, dass der Waffenstillstand weiter hält und von der US-Blockade der Straße von Hormus nur iranische Schiffe und Häfen betroffen sein sollen. Brent notiert am Morgen wieder unter 100 Dollar das Fass, ein weiteres positives Signal. Derweil nimmt die Berichtssaison weiter an Fahrt auf. Nach Goldman Sachs am Vortag, legen nun JP Morgan, Wells Fargo und die Citigroup ihre Zahlen vor.

Rückblick: Etwas leichter - Trotz des Scheiterns der Iran-Gespräche gab es noch Hoffnungen auf eine Einigung, insbesondere da der zweiwöchige Waffenstillstand weiterhin in Kraft ist. Dies linderte den Verkaufsdruck an den Börsen. Der Aktienmarkt in Budapest gewann derweil rund 5 Prozent nach dem Sieg der Oppositionspartei Tisza bei der Parlamentswahl am Sonntag. Es wird erwartet, dass der Sieg die Beziehungen Ungarns zur Europäischen Union verbessert und möglicherweise blockierte EU-Gelder an die Ukraine freigegeben werden. Davon profitierten im Rüstungssektor Rheinmetall und Leonardo mit Aufschlägen von 2,2 und 2,7 Prozent. Der gestiegene Ölpreis belastete europaweit Aktien von Fluggesellschaften. Air France verloren 4,2 Prozent. Der einzige Sektor im Plus in Europa waren die Energiewerte als Krisengewinner mit 0,9 Prozent Aufschlag.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Etwas leichter - Deutsche Bank fielen 0,8 Prozent, nachdem die Zahlen von Goldman Sachs mit Enttäuschung aufgenommen worden waren, obwohl die US-Bank die Konsensschätzungen übertroffen hatte. Im Falle der Lufthansa (-2,2%) belastete nicht nur der Anstieg des Ölpreises, sondern auch neue Arbeitsniederlegungen, denn nach dem Streik des Kabinenpersonals in der vergangenen Woche streiken am Montag und Dienstag nun die Piloten. Es fallen wieder Hunderte von Flügen aus. Die Aktien von Reiseveranstalter Tui gaben um 1,6 Prozent nach. Deutsche Börse gewannen 1 Prozent. Der Börsenbetreiber ist Profiteur der wegen des Irankriegs gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten, die einen erhöhten Absicherungsbedarf zur Folge hat.

XETRA-NACHBÖRSE

In einem ruhigen Nachbörsenhandel zum Wochenauftakt waren SAP gefragt. Die Aktie gewinnt auf Tradegate 1,3 Prozent und profitierte damit von der allgemeinen Stärke der US-Technologiewerte am Abend.

USA - AKTIEN

Die US-Börsen haben moderate Gewinne verzeichnet und die Stimmung an der Wall Street hat sich trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten leicht aufgehellt. Anleger setzten weiter darauf, dass die Kriegsparteien an den Verhandlungstisch zurückkehrten, hieß es von Teilnemern aus dem Handel, die auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump verwiesen. "Wir wurden heute Morgen von den richtigen Leuten, den geeigneten Leuten, angerufen, und sie wollen ein Abkommen aushandeln", so der US-Präsident. Zudem stütze, dass das Central Command der US-Streitkräfte eingegrenzt hatte, dass von der Blockade der Straße von Hormus nur iranische Schiffe und Häfen betroffen sein sollen. Zudem beginnt die US-Quartalszahlen-Saison und bei den Marktteilnehmer überwog die Hoffnung, dass die "Big Tech"-Unternehmen ihre ehrgeizigen Gewinnziele erneut bestätigen könnten. Die Spitzenreiter im S&P 500 waren Software-Aktien, die eine kleine Erholungsrally erlebten, nachdem sie einen Großteil des bisherigen Jahres aufgrund von KI-Sorgen unter Druck geraten waren. Unter den Sektoren stand das Segment Reise und Touristik wegen der gestiegenen Ölpreise unter Druck. Goldman Sachs hat im ersten Quartal mehr eingenommen und verdient als erwartet, gleichwohl gab die Aktie um 1,9 Prozent nach. Im Investmentbanking und im Aktienhandel verbuchte Goldman zwar kräftige Zuwächse, doch sanken die Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und Devisen.

USA - ANLEIHEN

Die Renditen der US-Staatsanleihen gaben nach, da die US-Blockade der Straße von Hormus nach Aussage von Marktteilnehmern mehr Sorgen um das Wirtschaftswachstum als um die Inflation aufwarf. Die Terminmärkte preisten weiterhin eine längere Zinspause der Fed ein, während die Wetten auf eine Zinssenkung leicht zunahmen. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe fiel um 1 Basispunkt auf 4,292 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20

EUR/USD 1,176 +0,0 0,0003 1,1757 1,1706

EUR/JPY 187,11 -0,2 -0,3600 187,4700 186,9600

EUR/CHF 0,9213 -0,0 -0,0001 0,9214 0,9220

EUR/GBP 0,8702 0,0 0,0000 0,8702 0,8698

USD/JPY 159,09 -0,2 -0,3500 159,4400 159,7300

GBP/USD 1,3509 +0,0 0,0005 1,3504 1,3453

USD/CNY 6,8187 -0,2 -0,0116 6,8303 6,8303

USD/CNH 6,8165 -0,0 -0,0011 6,8176 6,8291

AUS/USD 0,7078 -0,2 -0,0016 0,7094 0,7060

Bitcoin/USD 74.350,14 +1,6 1.154,30 73.195,84 71.938,85

Der Dollar verbuchte als Fluchtwährung in Krisenzeiten wieder etwas Zulauf, konnte die Gewinne zur Schlussglocke aber nicht halten. Der Dollarindex fiel um 0,3 Prozent.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.761,82 +0,5 22,64 4.739,18

Silber 76,94 +1,8 1,37 75,58

Platin 2.070,42 -0,0 -0,14 2.070,56

Die Gold- und Silberpreise gaben nach. Die US-Marineblockade an der Straße von Hormus löste eine Umschichtung zurück in Energiewerte und weg von Edelmetallen aus. Gold verlor 0,1 Prozent und Silber 0,5 Prozent.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 96,92 -2,2 -2,16 99,08

Brent/ICE 97,9 -1,5 -1,46 99,36

Die Ölpreise zogen zeitweise kräftig an, fielen dann aber im Verlauf etwas zurück. Zwei Schiffe sind laut dem Tracking-Dienst Kpler am Montag vor der Blockade der Straße von Hormus durch die US-Marine umgekehrt. Zuvor war es am Samstag und Sonntag noch jeweils 14 Schiffen gelungen, die Wasserstraße zu passieren. Das Barrel Brentöl kostete zur Schlussglocke mit 98,26 Dollar aktuell 3,1 Prozent mehr. Im asiatischen Handel geben die Ölpreise nach. Hier stützt die Hoffnung auf weitere Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran, heißt es.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

IRAN-KRIEG

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 14, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)

Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!