27.04.2026 07:33:44

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben vom Sonntag trotz eines vorübergehenden Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon Infrastruktur der Hisbollah angegriffen. Das Militär erklärte, es habe einen Raketenwerfer, ein Waffenlager sowie militärische Anlagen getroffen und zudem einige Mitglieder der Hisbollah, der vom Iran unterstützten militanten Gruppe, angegriffen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor das Militär seines Landes angewiesen, massive Angriffe gegen Hisbollah-Ziele im Libanon durchzuführen. US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche eine dreiwöchige Verlängerung des in Washington ausgehandelten Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon angekündigt.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

10:00 DE/Henkel AG & Co KGaA, HV

12:00 US/Verizon Communications Inc, Ergebnis 1Q

19:00 DE/Deutsche Börse AG, Ergebnis 1Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen Dividende

Bayer 0,11 EUR

Grenke 0,42 EUR

Merck 2,20 EUR

Multitude 0,55 EUR

Schwälbchen Molkerei 0,50 EUR

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 NIM-Konsumklimaindikator (ehemals: GfK) Mai

PROGNOSE: -29,3

zuvor: -28,0

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 24.314,00 +0,2

E-Mini-Future S&P-500 7.192,00 -0,0

E-Mini-Future Nasdaq-100 27.459,50 +0,1

Topix (Tokio) 3.740,37 +0,6

Hang-Seng (Hongk.) 25.946,70 -0,1

Shanghai-Comp. 4.086,08 +0,2

Freitag:

zuletzt +/- %

DAX 24.128,98 -0,1

DAX-Future 24.372,00 +0,2

XDAX 24.239,24 +0,5

MDAX 30.249,93 -2,0

TecDAX 3.664,30 +0,4

SDAX 17.727,33 -0,9

Euro-Stoxx-50 5.883,48 -0,2

Stoxx-50 5.056,62 -0,3

Dow-Jones 49.230,71 -0,2

S&P-500 7.165,08 +0,8

Nasdaq Composite 24.836,60 +1,6

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Zum Start in den Montagshandel zeichnen sich kleine Kursgewinne an den europäischen Börsen ab. Leicht stützend wirkt die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen um eine Lösung im Irankrieg. Zwar hat US-Präsident Donald Trump eine Reise der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan zu Gesprächen mit dem Iran abgesagt. Er fügte aber hinzu, dass die Iraner zehn Minuten, nachdem er die Reise abgesagt hatte, ein viel besseres Angebot geschickt hätten, das vorsehe, dass der Iran im Rahmen eines Abkommens keine Atomwaffen besitze. Positive Wirtschaftsnachrichten kommen aus China. Dort sind die Industriegewinne im März trotz der durch den Nahost-Konflikt bedingten Spannungen auf den globalen Energiemärkten gestiegen.

Rückblick: Knapp behauptet - Die unverändert angespannte Lage im Iran-Krieg und die weiter gesperrte Straße von Hormus mit in der Folge weiter hohen Ölpreisen sorgten für Zurückhaltung. Ein schwach ausgefallener Ifo-Index war nicht dazu angetan, die Stimmung zu verbessern. Der wichtige deutsche Geschäftsklimaindex sank vor dem Hintergrund des Krieges im Iran im April stärker als erwartet - auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Weiter aufwärts ging es für Halbleiteraktien. Infineon legten um 1,5 Prozent, ASML um 2,3 und ASM International um 1,9 Prozent zu. Im Halbleitersektor reiht sich derzeit eine positive Unternehmensmeldung an die nächste. Die jüngste kam von Intel. Im Bausektor legten Vinci und Holcim Zahlen vor. Vinci bestätigte ihre Prognosen für das Jahr nach einem leichten Umsatzrückgang im ersten Quartal. Für die Aktie ging es um 2,6 Prozent nach unten. Holcim stiegen dagegen um 1,3 Prozent, der Kurs der US-Tochter Amrize machte 1,1 Prozent gut. Holcim startete auf organischer Basis mit einem profitablen Wachstum ins neue Jahr. Eni gaben um 1,4 Prozent nach. Das Energieunternehmen hatte mit seinen Zahlen die Erwartungen verfehlt, erhöhte aber den Ausblick und will mehr eigene Aktien zurückkaufen. Bei Sanofi fielen Umsatz und Ergebnis über dem Konsens aus. Allerdings bestätigten die Franzosen den Ausblick nur. Die Aktie gab um 2,3 Prozent nach. Auf der Verliererseite fanden sich europaweit einmal mehr die offenbar zu weit gelaufenen Rüstungsaktien.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Behauptet - Die Quartalszahlen von SAP sorgten für Erleichterung. Sie fielen besser als erwartet aus. Nachdem die SAP-Aktie am Vortag noch um gut 6 Prozent abgerutscht war im Zuge einer neuerlichen breiten Schwäche bei Aktien aus dem Bereich Unternehmenssoftware, ging es mit dem Kurs um 4,7 Prozent nach oben. Neben SAP wartete Atoss Software mit guten Geschäftszahlen und einem erhöhten Ausblick für die operative Gewinnmarge auf. Die Aktie verteuerte sich um 3,9 Prozent. Siemens Energy legten um 2,6 Prozent zu. Der Energieanbieter verzeichnete in seinem zweiten Quartal eine starke Nachfrage insbesondere im Bereich Netztechnik und erzielte ein kräftiges Wachstum beim Auftragseingang. Dazu hob Siemens Energy die Jahresprognosen an. Die zuletzt auffallend schwachen MTU Aero waren weiter auf Talfahrt. Sie büßten 3,7 Prozent ein, diesmal gedrückt von einer Verkaufsempfehlung der UBS. Jungheinrich wurde nach schwachen Ertragszahlen mit einem Minus von 14,8 Prozent abgestraft. Im Sog ging es für das Papier des Wettbewerbers Kion um 6,4 Prozent nach unten.

XETRA-NACHBÖRSE

Mangels neuer Unternehmensnachrichten waren keine Auffälligkeiten bei Einzelwerten zu beobachten.

USA - AKTIEN

Freundlich - Im Spannungsfeld der weitgehend unveränderten Lage im Nahen Osten und der Straße von Hormus sowie begeistert aufgenommener Geschäftszahlen von Intel ging es nach oben. Der S&P-500 und die Nasdaq-Indizes markierten Rekordhochs. Die weiter hohen Ölpreise gerieten zumindest vorübergehend in den Hintergrund. Klar favorisiert wurden Technologieaktien, nachdem der Chiphersteller Intel starke Zahlen präsentiert hatte und zudem überraschend für das laufende Quartal einen Gewinn erwartet. Der Markt feierte das mit einem Kursfeuerwerk um 23,6 Prozent. Im Fahrwasser von Intel legten auch andere Chipaktien zu. AMD machten einen Satz um fast 14 Prozent, Arm gewannen knapp 15 Prozent, Nividia kamen um 4,3 Prozent voran. Texas Instruments, die am Vortag nach eigenen starken Zahlen bereits kräftig zugelegt hatten, büßten 1,8 Prozent ein. Neben Intel sorgten auch gute Zahlen von SAP für Zuversicht oder zumindest eine Stabilisierung bei zuletzt gebeutelten Aktien aus dem Segment Unternehmenssoftware. Zuletzt gaben hier am Vortag die Kurse sehr stark nach, nach kritisch beäugten Geschäftszahlen von ServiceNow. Im Sog von SAP konnten sich ServiceNow um 6,4 Prozent erholen, Salesforce um 2,8 und Workday um 4,4 Prozent. Amazon gewannen 3,5 Prozent. Treiber war die Nachricht, dass Amazon seine Graviton-Prozessoren an die Facebook-Mutter Meta liefern wird. Procter & Gamble legten um 2,5 Prozent zu. Der Anbieter von Haushaltsgütern schnitt im abgelaufenen Quartal besser als gedacht ab.

US-ANLEIHEN

Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,78 -0,05 3,85 3,77

5 Jahre 3,92 -0,03 3,98 3,91

10 Jahre 4,31 -0,02 4,36 4,30

Die unverändert hohen Ölpreise hielten Inflationssorgen am Leben. Entsprechend verharrten die Renditen der US-Anleihen auf dem zuletzt erhöhten Niveau. Die Zehnjahresrendite lag knapp 2 Ticks niedriger bei 4,31 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:01

EUR/USD 1,1725 +0,0 0,0005 1,1720 1,1718

EUR/JPY 186,78 +0,0 0,0600 186,7000 186,7200

EUR/CHF 0,92 +0,0 0,0003 0,9195 0,9193

EUR/GBP 0,866 +0,0 0,0002 0,8658 0,8667

USD/JPY 159,27 -0,1 -0,1000 159,3700 159,3200

GBP/USD 1,3536 +0,0 0,0005 1,3531 1,3513

USD/CNY 6,8283 -0,1 -0,0076 6,8359 6,8359

USD/CNH 6,8286 -0,1 -0,0043 6,8329 6,8327

AUS/USD 0,7167 +0,3 0,0019 0,7148 0,7152

Bitcoin/USD 77.957,82 -0,4 -279,03 78.236,85 78.042,78

Am Devisenmarkt tat sich wenig. Der Dollar kam nach seinem jüngsten Anstieg leicht zurück, der Euro kostete 1,1718 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.718,33 +0,2 9,64 4.708,69

Silber 76,06 +0,5 0,38 75,67

Platin 2.021,12 +0,5 10,01 2.011,11

Der Goldpreis zeigte sich wenig verändert, die Feinunze verteuerte sich 0,3 Prozent auf 4.707 Dollar.

ÖL

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 95,93 +1,6 1,53 94,4

Brent/ICE 107,26 +1,8 1,93 105,33

Vor dem Hintergrund der weiter gesperrten Straße von Hormus blieben die Ölpreise auf den zuletzt erhöhten Niveaus. Brent-Öl kostete im späten US-Handel 105,70 Dollar, im Tageshoch waren es 107,50 gewesen.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++

FED

Der US-Senator Thon Tillis hat am Sonntag angekündigt, die Bestätigung von Kevin Warsh als Chairman der US-Notenbank Federal Reserve zu unterstützen. Damit ist das letzte nennenswerte Hindernis für die Einsetzung des Wunschkandidaten von US-Präsident Donald Trumps als Nachfolger von Jerome Powell aus dem Weg geräumt.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 27, 2026 01:34 ET (05:34 GMT)

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