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08.05.2026 07:54:41
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
MONTAG: In Russland bleiben die Börsen wegen des nachgeholten "Tag des Sieges" geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA I +++++
Die Commerzbank ist mit einem Gewinnanstieg ins Jahr gestartet. Die Bank profitierte dabei von einem spürbaren Ertragswachstum und schnitt besser ab als erwartet. Den Ausblick für das Gesamtjahr hob die Bank an.Der Nettogewinn legte um 9,4 Prozent auf 913 Millionen Euro zu. Analysten hatten in einem vom Unternehmen selbst veröffentlichten Konsens mit 868 Millionen Euro gerechnet. Vor Steuern verdiente die Bank 1,36 Milliarden Euro, ein Plus von 14 Prozent. Die Erträge stiegen um 4,8 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Der Nettozinsüberschuss trug 2,05 Milliarden Euro bei, ein Rückgang um 1 Prozent. Der Provisionsüberschuss legte um 9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. Die Eigenkapitalrendite, eine zentrale Steuerungsgröße für die Bank, erhöhte sich auf 12 Prozent von 11,1 Prozent im Vorjahr. Für das laufende Jahr strebt die Bank nun einen Gewinn von 3,4 Milliarden Euro an nach 2,6 Milliarden im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite soll 12 Prozent erreichen nach 8,7 Prozent. Bislang war die Bank von einem Gewinn von über 3,2 Milliarden Euro und einer Rendite von mehr als 11,2 Prozent ausgegangen. Die Bank hat sich zudem neue Ziele für 2030 verordnet, die mit einem weiteren Stellenabbau und massiver Investitionen in Künstliche Intelligenz einhergehen. Die Eigenkapitalrendite soll bis dahin auf 21 Prozent zulegen, das Nettoergebnis auf 5,9 Milliarden Euro.
+++++ TAGESTHEMA II +++++
Ökonomen erwarten einen Stellenaufbau von 55.000 (Vormonat: 178.000) und eine stabile Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent in den USA im April. Ein dominierender Trend ist der tiefgreifende Wandel durch Künstliche Intelligenz (KI). In Sektoren wie Technologie, Finanzen und Logistik führt KI zwar zu Produktivitätsgewinnen, verdrängt aber zunehmend Arbeitskräfte in Routine- und Supportrollen. Dass rund ein Viertel der jüngsten Entlassungen direkt auf KI-Implementierungen zurückgeführt wird, unterstreicht die disruptive Kraft dieser Entwicklung und schürt die Unsicherheit über Karrierechancen. Zusätzlich belasten die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten die wirtschaftlichen Aussichten. Die daraus resultierenden hohen Energiepreise wirken wie eine Wachstumsbremse und halten die Inflation auf einem erhöhten Niveau.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
BECHTLE (7:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge In Prozent, Bilanzierung nach IFRS):
PROG PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25
Gesch ftsvolumen 2.223 +13% 2 1.967
Umsatz 1.524 +4% 6 1.461
Ergebnis vor Steuern 62 +12% 5 55
Ergebnis vor Steuern-Marge 4,1 -- -- 3,8
Ergebnis nach Steuern/Dritten 43,7 +12% 3 38,9
Ergebnis je Aktie 0,34 +10% 3 0,31
Weitere Termine:
08:00 ES/International Consolidated Airlines Group SA, Ergebnis 1Q
08:30 JP/Nintendo Co Ltd, Jahresergebnis
10:00 DE/Drägerwerk AG & Co KGaA, HV
10:00 DE/Siltronic AG, HV
10:00 DE/Sto SE & Co. KGaA, Ergebnis 1Q
12:00 IT/Intesa Sanpaolo SpA, Ergebnis 1Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende
Adidas 2,80 EUR
Allianz 17,10 EUR
Berentzen 0,11 EUR
ENBW 1,70 EUR
Jost Werke 1,50 EUR
KSB Stämme 26,50 EUR
KSB Vorzüge 26,76 EUR
MTU Aero 3,60 EUR
Talanx 3,60 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- DE
08:00 Handelsbilanz März
kalender- und saisonbereinigt
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +19,8 Mrd Euro
Exporte
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +3,6% gg Vm
Importe
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +4,7% gg Vm
08:00 Produktion im produzierenden Gewerbe März saisonbereinigt
PROGNOSE: +0,5% gg Vm
zuvor: -0,3% gg Vm"
- US
14:30 Arbeitsmarktdaten April Beschäftigung ex Agrar
PROGNOSE: +55.000 gg Vm
zuvor: +178.000 gg Vm
Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 4,3%
zuvor: 4,3%
durchschnittliche Stundenlöhne
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,8% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+3,5% gg Vj
16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) Mai
PROGNOSE: 49,7
zuvor: 49,8
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Donnerstag:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 24.663,61 -1,0
DAX-Future 24.482,00 -2,3
XDAX 24.399,85 -1,1
MDAX 31.561,23 -0,7
TecDAX 3.795,77 -0,4
SDAX 18.588,20 +1,3
Euro-Stoxx-50 5.972,65 -0,9
Stoxx-50 5.113,99 -1,2
Dow-Jones 49.596,97 -0,6
S&P-500 7.337,11 -0,4
Nasdaq Composite 25.806,20 -0,1
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Mit einer etwas schwächeren Eröffnung an Europas Börsen rechnen Händler am Freitag. Nach der Euphorie zur Wochenmitte wegen laufender Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran, kam es zuletzt erneut zu Kampfhandlungen. Die Märkte dürften darauf wieder mit Risikoscheu reagieren. US-Präsident Trump sagte, der Waffenstillstand mit dem Iran sei weiterhin in Kraft. Solange sich die Lage in der Straße von Hormus nicht stabilisiert, dürften die Märkte sehr schlagzeilenanfällig bleiben und die Volatilität in allen Anlageklassen sehr schnell zurückkehren, meint Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Gute Nachrichten gibt es zu den neuen US-Strafzöllen: Wie der Court of International Trade am Donnerstag erklärte, sind auch Trumps neue Zölle von 10 Prozent gegen den Rest der Welt unzulässig. Die USA werden die Zölle auf europäische Autos laut US-Präsident Trump zudem diese Woche nicht erhöhen. Etwas unter geht der sonst im Fokus stehende monatliche US-Arbeitsmarkt-Bericht.
Rückblick: Nach der Vortagesrally konsolidierten die Märkte zunächst, am Nachmittag kam es dann zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Positive Schlagzeilen zum Iran-Krieg blieben aus und verunsicherten. Dazu belasteten kräftige Kursverluste der Rüstungswerte, Anleger setzten in diesem Sektor weiter auf einen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran. BAE Systems sanken um 4,2 Prozent, Rheinmetall um 6,9 Prozent. Auch bei Hensoldt, Saab, CSG, Renk und anderen ging deutlicher abwärts. Campari brachen um 14,5 Prozent ein nach einem unbefriedigenden Start ins Jahr. Bei Möller-Maersk ging es um 8,4 Prozent tiefer. Die Reederei startete zwar stark ins Jahr, jedoch fürchtete Jyske Bank, dass nun Prognosesenkungen erfolgen müssten. Die Entwicklung der Frachtraten konnte die Explosion der Treibstoffkosten nicht ausgleichen. Swiss Re verloren 3,2 Prozent, Analysten bemängelten die Qualität der Geschäftszahlen. Um 7,4 Prozent ging es dagegen mit den Aktien von JD Sports nach oben. Beim britischen Händler gab es Zeichen für eine Besserung am wichtigen US-Markt.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Leichter - Henkel (+4,3%) legte nach Einschätzung der RBC solide Erstquartalszahlen vor. Das organische Umsatzwachstum lag klar über der Marktprognose. Vonovia verloren 1,4 Prozent, obgleich Berenberg von soliden Geschäftszahlen sprach. Lanxess (-5,6%) litt auch im ersten Quartal spürbar unter dem schwachen konjunkturellen Umfeld. Siemens Healthineers verloren nach Zahlenausweis und gesenktem Ausblick 4,7 Prozent. Bei Jungheinrich ging es 2,8 Prozent höher trotz lediglich endgültiger Erstquartalszahlen. Den Grund sahen Händler in der Erleichterung, dass sie keine weiteren negativen Details enthielten. Der überraschende Abgang der Finanzvorständin hatte für Bedenken gesorgt. Aumovio gaben nach Erstquartalszahlen um 4,4 Prozent nach. Jefferies wies darauf hin, dass der Bewertungsabschlag gegenüber Wettbewerbern weiter anhalte. Erst eine Margenverbesserung dürfte das ändern.
XETRA-NACHBÖRSE
Ströer haben am Abend um weitere 0,8 Prozent bei Lang & Schwarz zugelegt - nach einem Aufschlag von 5,1 Prozent im Xetra-Handel. Der Außenwerber könnte einem Agenturbericht zufolge ein Übernahmeangebot ins Haus stehen. Nach Vorlage von Erstquartalszahlen büßten Rhön-Klinikum 1 Prozent ein.
USA - AKTIEN
Etwas leichter - Nach den Allzeithochs der vergangenen Tage haben Anleger an der Wall Street Gewinne mitgenommen. Denn positive Schlagzeilen zu den Friedenverhandlungen im Nahen Osten blieben aus. Vielleicht sei man am Vortag zu optimistisch hinsichtlich des möglichen Endes des Iran-Krieges gewesen, hieß es. Für sinkende Aktienkurse und steigende Ölpreise sorgte ein Bericht, wonach die USA erwägen, die Operation zur Begleitung von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus wieder aufzunehmen. Im Handel interpretierte man die Schlagzeilen als Abkehr einer diplomatischen Lösung zur Öffnung der Straße von Hormus. Im Technologiesektor wartete Arm einerseits mit guten Quartalszahlen auf, andererseits aber auch mit der Nachricht, dass man Schwierigkeiten habe, der Nachfrage nachzukommen. Zudem warnte der Konzern vor einer Flaute in der Mobiltelefonbranche - eine wichtige Erlösquelle des Halbleiteranbieters. Für die Aktien ging es darauf um 10,1 Prozent nach unten. Die am Vortag sehr festen AMD und Intel gaben um rund
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
May 08, 2026 01:55 ET (05:55 GMT)
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