09.06.2026 07:40:43

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Das chinesische Exportwachstum hat sich im Mai beschleunigt. Die Ausfuhren stiegen um 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 14,1 Prozent im April. Ökonomen hatten nur einen Anstieg von 12,8 Prozent erwartet. Angetrieben von der Technologiewelle stiegen Chinas Halbleiterexporte im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 110,1 Prozent. Damit setzten sie den massiven Anstieg von 100 Prozent im April fort. Die Importe stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 27,4 Prozent, verglichen mit einem Anstieg von 25,3 Prozent im April, und übertrafen die Erwartungen der Ökonomen von 22,1 Prozent. Chinas Handelsüberschuss weitete sich auf 105,4 Milliarden Dollar aus, von 84,82 Milliarden im April.

Unter den wichtigsten Handelspartnern stiegen die Ausfuhren in die USA im Mai im Jahresvergleich um 35,4 Prozent, eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Wachstum von 11,3 Prozent im April. Dieser Anstieg war auf nachlassende Handelsspannungen und eine günstige niedrige Vergleichsbasis aus dem letzten Frühjahr zurückzuführen, als sich der Zollstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt verschärft hatte.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

10:00 DE/SMA Solar Technology AG, HV

11:00 DE/Jenoptik AG, HV

14:00 DE/Krones AG, HV

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

OHB: 0,60 EUR

Secunet Security Netw.: 2,58 EUR

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 Produktion im produzierenden Gewerbe April

saisonbereinigt

PROGNOSE: 0,0% gg Vm

zuvor: -0,7% gg Vm

Handelsbilanz April

kalender- und saisonbereinigt

PROGNOSE: k.A.

zuvor: 14,3 Mrd Euro

Exporte

PROGNOSE: +0,5% gg Vm

zuvor: +0,5% gg Vm

Importe

PROGNOSE: -1,1% gg Vm

zuvor: +5,1% gg Vm

- US

14:30 Handelsbilanz April

PROGNOSE: -56,00 Mrd USD

zuvor: -60,31 Mrd USD

16:00 NAR, Verkauf bestehender Häuser Mai

PROGNOSE: +0,7% gg Vm

zuvor: +0,2% gg Vm

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

zuletzt +/- %

DAX Futures 24.648,00 -0,1

E-Mini-Future S&P-500 7.436,25 +0,3

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.619,25 +0,6

Topix (Tokio) 3.895,51 +1,1

Hang-Seng (Hongk.) 24.626,01 -0,1

Shanghai-Comp. 3.986,15 +0,7

Montag:

DAX 24.616,22 -0,6

DAX-Future 24.622,00 -0,7

XDAX 24.599,01 -0,1

MDAX 32.125,47 -1,1

TecDAX 4.067,45 -0,2

SDAX 18.398,48 -0,2

Euro-Stoxx-50 6.062,29 0,0

Stoxx-50 5.180,87 -0,2

Dow-Jones 50.786,01 -0,2

S&P-500 7.405,73 +0,3

Nasdaq Composite 25.929,66 +0,9

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Die europäischen Börsen dürften wenig verändert in den Dienstag starten. Die Vorgabe der Wall Street stützt und auch in Asien erholen sich die Indizes nach den jüngsten Verlusten. In den USA wie auch in Asien trieb vor allem eine Erholung bei den zuletzt unter starken Gewinnmitnahmen leidenden Aktien aus dem Halbleitersektor. Sie könnten auch in Europa weiter favorisiert werden, nachdem sie hier im Handelsverlauf am Vortag bereits angezogen hatten. Der Stimmung zuträglich dürfte daneben sein, dass es im Nahost-Konflikt keine neuen Kampfhandlungen gibt, nachdem Israel und der Iran am Vortag wieder eine Waffenruhe verkündet hatten, nach dem vorangegangenen gegenseitigen Raketenbeschuss. Stützend dürfte auch der vor diesem Hintergrund leicht nachgebende Ölpreis wirken. Aus China kommt ein positives Konjunktursignal. Dort sind die Exporte im Mai um 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen nach einem Anstieg von 14,1 Prozent im April. Ökonomen hatten nur einen Zuwachs von 12,8 Prozent erwartet. Auch die Importe übertrafen die Schätzungen.

Rückblick: Kaum verändert - Belastend wirkte die wieder eskalierende Lage im Nahen Osten, stützend eine Erholung des Technologiesektors und hier vor allem der Chipwerte nach deren Ausverkauf am Freitag. Infineon, Suss Microtec, ASML, STMicroelectronics oder Aixtron gewannen zwischen 1,2 und 4,0 Prozent. Einbußen von rund 2 Prozent verzeichneten die Aktien der Fluggesellschaften, nachdem der Branchenverband Iata mit einem deutlich niedrigeren Gewinnen der Unternehmen infolge der Krise im Nahen Osten und der Preisexplosion bei Kerosin rechnet. Orange stiegen um 2,1 Prozent, Bouygues gaben um 1,9 Prozent nach, nachdem sich Orange, Bouygues Telecom und die Iliad Group auf die Übernahme des Großteils des französischen Geschäfts von Altice, SFR, für 20,35 Milliarden Euro geeinigt hatten. In Italien stand der Bankensektor im Fokus. Dort kommt es zu einem Übernahmewettkampf um die Banca Monte dei Paschi, die Aktie sprang um fast 13 Prozent nach oben. Nachdem zunächst die Banco BPM (+0,8%) den Vorschlag einer Fusion unterbreitet hatte, grätschte nun die Intesa Sanpaolo dazwischen und bietet in einem Mix aus eigenen Aktien und Cash umgerechnet knapp 31 Milliarden Euro. Intesa fielen um 1,4 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Leichter - Mit einem Minus von 4,2 Prozent führten BASF die Verliererliste im DAX an. Auch andere Chemietitel wurden verkauft: Evonik verloren 1,0 Prozent und Brenntag 3,5 Prozent. CTS Eventim verloren 5,3 Prozent, nachdem Exane BNP die Aktie auf "Underperform" gesenkt hatte.

XETRA-NACHBÖRSE

Kursbewegende Unternehmensmeldungen gab es keine.

USA - AKTIEN

Fester - Im Blick stand die Erholung von Technologieaktien, die am Freitag mit Gewinnmitnahmen und Zinserhöhungssepkulatikonen nach einem starken Arbeitsmarktbericht abverkauft worden waren. Nvidia-Chef Huang sieht die jüngste Schwäche als Kaufgelegenheit. KI werde zu einer grundlegenden globalen Infrastruktur, die mit dem Internet vergleichbar sei. Daneben bewegte Lage im Nahen Osten. Zunächst bremste die jüngste Eskalation zwischen Israel und dem Iran und sorgte auch für steigende Ölpreise; im Tagesverlauf entspannte sich die Lage aber wieder, nachdem beide Seiten ihre jüngsten Angriffe für beendet erklärt hatten - Irsael wohl auch auf Druck durch US-Präsident Trump. Apple stellte auf seiner Entwicklerkonferenz "Siri AI" vor und will damit den Anschluss an den KI-Hype finden. Die Anleger überzeugte das aber nicht. Die Aktie stieg im Vorfeld auf ein Rekordhoch und fiel dann deutlich zurück, unter dem Strich um 1,9 Prozent. Marvell Technology sprangen um 9,6 Prozent nach oben. Treiber war die Mitteilung, dass die Aktie in den S&P-500 aufgenommen wird. Allerdings war der Kurs am Freitag auch um fast 17 Prozent abgesackt. Auch andere Titel des Chipsektors erholten sich: AMD gewannen 5,1, Broadcom 2,8, Micron 9,9 und Seagate 3,5 Prozent. Intel stiegen um 11,1 Prozent, zusätzlich gestützt durch einen Medienbericht, dem zufolge KI-Design-Konzerne, darunter die Alphabet-Tochter Google und Nvidia, sich vertraulich an Intel gewandt haben sollen als Backup-Hersteller von Chips. Nvidia kamen auf ein Plus von 1,7 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Mit dem höheren Ölpreis stiegen die Zinserhöhungserwartungen weiter, die am Freitag nach den starken Arbeitsmarktdaten einen Sprung nach oben gemacht hatten. Am Anleihemarkt zogen die Renditen etwas an. Die Zehnjahresrendite stieg um 2 Basispunkte auf 4,56 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr

EUR/USD 1,1546 +0,1 0,0012 1,1534 1,1544

EUR/JPY 184,90 +0,1 0,1800 184,7200 184,7900

EUR/CHF 0,9194 -0,1 -0,0006 0,9200 0,9198

EUR/GBP 0,8638 -0,1 -0,0007 0,8645 0,8649

USD/JPY 160,14 -0,0 -0,0300 160,1700 160,0500

GBP/USD 1,336 +0,2 0,0022 1,3338 1,3345

USD/CNY 6,7746 -0,1 -0,0086 6,7832 6,7825

USD/CNH 6,776 -0,1 -0,0079 6,7839 6,7831

AUS/USD 0,7055 +0,1 0,0010 0,7045 0,7059

Bitcoin/USD 63.490,90 +0,0 18,20 63.472,70 64.197,30

Der Dollar tendierte nach dem kräftigen Anstieg am Freitag seitwärts.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.340,79 +0,3 12,20 4.328,59

Silber 68,20 +0,1 0,03 68,17

Platin 1.758,71 +0,2 4,21 1.754,50

Die steigenden Marktzinsen machten Gold weiter zu schaffen. Nach dem deutlicheren Rückgang am Freitag bewegte sich der Preis kaum.

ÖL

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 90,00 -1,4 -1,30 91,3

Brent/ICE 93,24 -1,1 -1,01 94,25

Der Preis für Öl der Sorte Brent zog um rund 1 Prozent an auf gut 94 Dollar. Am frühen Montag hatte es noch über 97 Dollar gekostet angesichts der gegenseitigen israelisch-iranischen Angriffe. Mit dem Wiedereinsetzen einer Waffenruhe zwischen den beiden Ländern kam er ab dem Nachmittag wieder deutlich zurück.

+++++ MELDUNGEN SEIT MONTAG 17.30 UHR +++++

NIEDERLANDE - Inflation

Die niederländische Inflationsrate lag im Mai laut CBS bei 3,5 Prozent, verglichen mit 2,8 Prozent im April.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 09, 2026 01:40 ET (05:40 GMT)

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