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16.07.2026 07:32:43
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
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+++++ TAGESTHEMA +++++
Novo Nordisk hat nach eigenen Angaben die Zulassung für den Vertrieb seiner Abnehmpille Wegovy in der Europäischen Union erhalten. Damit ist der Weg für die Markteinführung der oralen Version des Medikaments in den 27 Mitgliedstaaten der Union geebnet. Der dänische Pharmakonzern teilte mit, dass die Europäische Kommission das Medikament zur einmal täglichen Einnahme für übergewichtige oder fettleibige Erwachsene zugelassen hat. Zudem erhielt Wegovy die Zulassung als Injektion in einem Einzeldosis-Pen. Vor knapp einem Monat hat Großbritannien als erstes Land in Europa der Wegovy-Pille die Zulassung erteilt. Sie ist derzeit in den USA, Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten erhältlich. Novo Nordisk gab bekannt, dass das Unternehmen plant, die Pille in der zweiten Jahreshälfte auf weiteren Märkten einzuführen.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
07:30 TW/Taiwan Semiconductor Manufacturing Co Ltd, Ergebnis 2Q
10:00 DE/Südzucker AG, HV
11:55 US/Unitedhealth Group Inc, Ergebnis 2Q
12:30 US/GE Aerospace, Ergebnis 2Q
13:30 US/Abbott Laboratories, Ergebnis 2Q
22:00 US/Netflix Inc, Ergebnis 2Q
22:10 US/Alcoa Inc, Ergebnis 2Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Allerthal-Werke 1,50 Euro
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- GB
08:00 BIP Monat Mai
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: -0,1% gg Vm
Drei-Monats-Rate
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +0,7% gg Vq/+1,1% gg Vj
- US
14:30 Einzelhandelsumsatz Juni
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,9% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,8% gg Vm
14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 218.000
zuvor: 215.000
14:30 Philadelphia-Fed-Index Juli
PROGNOSE: 9,8
zuvor: 10,3
16:00 Lagerbestände Mai
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: +0,5% gg Vm
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell:
Index zuletzt +/- %
DAX Futures 25.161,00 +0,1
E-Mini-Future S&P-500 7.628,00 +0,2
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.768,50 +0,3
Topix (Tokio) 4.047,71 -1,0
Hang-Seng (Hongk.) 25.177,71 +2,0
Shanghai-Comp. 3.919,70 -0,9
Mittwoch:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 24.999,53 0,0
DAX-Future 25.116,00 -0,0
MDAX 32.100,75 0,0
TecDAX 3.809,69 0,0
SDAX 18.262,13 0,0
Euro-Stoxx-50 6.265,58 0,0
Stoxx-50 5.385,69 0,0
XDAX 24.994,06 -0,0
Dow-Jones 52.658,64 +0,3
S&P-500 7.572,40 +0,4
Nasdaq Composite 26.269,23 +0,6
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Mit einer abwartenden Haltung werden Europas Börsen am Donnerstag erwartet. Die Terminkontrakte auf den DAX zeigen sich am Morgen fast unverändert. In Asien setzt sich dagegen der Kursrutsch der KI-nahen Technologieaktien fort. Seit den Quartalszahlen und dem Ausblick von IBM hatten sie sich massiv verstärkt. Unter Abgabedruck standen in den USA auch Unternehmen, die unter umgeschichteten Infrastruktur-Budgets leiden, wie Dell mit fast 10 Prozent Kurseinbruch. Profiteure auch im US-Tech-Bereich waren hingegen die Software- und Konsum-orientierten Unternehmen wie Microsoft und Apple. Die Schwergewichte stützten den Markt mit bis zu 4 Prozent Plus. Die erneuten US-Angriffe auf den Iran gehen derweil weiter. Am Markt wird dabei immer wieder auf einen Mangel an erkennbaren Kriegszielen oder erkennbaren diplomatischen Gesprächsversuchen hingewiesen. Die günstigen US-Inflationsdaten vom Vortag werden nur als temporäre Erleichterung gesehen. Je länger der Ölpreis auf den aktuellen Niveaus bleibt, desto stärker wird sein inflationärer Einfluss auf die nächsten Daten, heißt es. Die zehnjährigen US-Bonds zeigen sich daher weiter mit einer hohen Rendite von 4,56 Prozent. "Ein wichtiges Signal für die US-Märkte werden heute die Einzelhandelsumsätze", sagt ein Händler. Wenn sie deutliche Inflationsspuren beim US-Verbraucher zeigen, könnte das den Markt auf ganzer Breite belasten.
Rückblick: Die überraschend günstig ausgefallenen US-Erzeugerpreise und der Rückgang des Ölpreises während des späten europäischen Handels stützten nicht. Denn der andauernde Iran-Krieg dämpfte die Kauflaune. Die Technologiewerte gerieten im Sog ihrer US-Pendants unter Druck. Starke Geschäftszahlen und ein optimistischer Ausblick von ASML vermochten dem nichts entgegenzusetzen. Nach einem Plus von fast 6 Prozent am Morgen rutschten ASML 0,4 Prozent ins Minus. Nokia und ST Micro verloren über 4 Prozent, Infineon im DAX 6,3 Prozent, BE Semiconductor 3 Prozent. Anleger schichteten derweil in den Autosektor um. Gut für das Sentiment waren zudem Nachrichten wie vom Absatzplus der deutschen Stellantis-Tochter Opel. Deren PKW-Geschäft legte um 7 Prozent zum Vorjahr zu, weltweit wurden 313.000 Fahrzeuge verkauft. Das zog auch andere Autowerte in ähnlichen Preissegmenten nach oben: VW, Renault und Stellantis stiegen um bis zu 3,7 Prozent. Auch Mercedes und BMW im DAX legten bis zu 2,8 Prozent zu. Bei den Autozulieferern ragten Forvia mit 4 Prozent Plus hervor. Gesucht waren die Aktien der LKW-Hersteller nach den Zahlen von Traton am Vortag. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel bei Traton (+2,7%). Auch Daimler Truck schlossen leicht im Plus. Im Luxus-Sektor sorgten Quartalszahlen von Richemont (+6,7%) für gute Laune. Dies trieb auch andere Luxus-Aktien wie Kering um 3,6 Prozent und Burberry um 2,4 Prozent. LMVH und Hermes legten um 2,4 und 2,7 Prozent zu. Docmorris stiegen 2,7 Prozent. Das Wachstum der Schweizer Online-Apotheke hat sich im zweiten Quartal beschleunigt. Vor allem der Umsatz bei verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland zog an.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Leichter - Der DAX wurde von einer negativen Reaktion auf die BASF-Zahlen belastet. Die Aktie des Schwergewichts fiel um 3 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte auf 2,4 Milliarden Euro zu und übertraf damit laut Bernstein die Markterwartung. Bremsend wirkten jedoch der Rückgang im freien Cashflow und der Gewinnausblick. Mit ihm erreicht BASF nur die schon bestehenden Erwartungen. Beim Nebenwert Befesa ging es um 1,3 Prozent höher dank einer Wiederaufnahme im Research mit einer "Buy"-Empfehlung durch Stifel. Redcare stiegen im Sog des schweizerischen Wettbewerbers Docmorris um 2,6 Prozent. Beim IT-Dienstleister Nagarro ging es 1,8 Prozent tiefer. Hier wurden Konzernabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 von der Finanzaufsicht Bafin bemängelt.
XETRA-NACHBÖRSE
Der nachbörsliche Handel verlief in ruhigen Bahnen. Es gab keine wichtigen Unternehmensmeldungen.
USA - AKTIEN
Etwas fester - -Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch leicht zugelegt, da Gewinne bei Technologie-Schwergewichten die Schwäche bei Chip-Aktien ausglichen. Die Paypal-Aktie zog nach Berichten über ein Übernahmeangebot um 17,2 Prozent an, und eine weitere Runde starker Bankenzahlen sorgte für eine optimistische Stimmung an der Wall Street. Medienberichten zufolge haben Stripe und die Private-Equity-Gesellschaft Advent International ein Übernahmeangebot für Paypal abgegeben. Die Aktien von Apple, Alphabet und Amazon gewannen bis zu 4 Prozent und hielten damit die Leitindizes im positiven Bereich, trotz nachgebender Chip-Aktien. Der PHLX Semiconductor Index fiel um 2,1 Prozent, belastet von Kursverlusten bei Micron (-8%), Marvell (-7,3%), Intel (-4,4%) und AMD (-3,5%). Auch die Erzeugerpreise zeugten von einem nachlassenden Inflationsdruck im Juni, nachdem am Dienstag schon die Verbraucherpreise positiv überrascht hatten. Mit Morgan Stanley (+0,4%) legte eine weitere US-Bank gute Zahlen zum zweiten Quartal vor. Johnson & Johnson fielen um 2,7 Prozent, obwohl der Pharma-Konzern mit seinen Zahlen die Erwartungen weitgehend übertroffen und den Ausblick erhöht hatte. Allerdings hatte der Kurs seit Jahresbeginn etwa 23 Prozent zugelegt. Beobachter bemängelten zudem, dass der Umsatz der Medizintechniksparte die Erwartungen leicht verfehlt habe. Nach starken Zahlen verteuerten sich Blackrock um 6,6 Prozent.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,15 +0,02 4,15 4,14
5 Jahre 4,27 +0,01 4,28 4,27
10 Jahre 4,55 +0,01 4,56 4,55
In Reaktion auf die überraschend günstig ausgefallenen Erzeugerpreise gaben die Anleiherenditen zwischenzeitlich nach. Die Erzeugerpreise für Juni sind schwächer als erwartet ausgefallen. Dies führte zu der Erwartung, das PCE-Preismaß im weiteren Verlauf des Monats sinken wird. Es dürfte aber weiterhin deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der Fed bleiben. Die Märkte preisen für dieses Jahr weiterhin mindestens eine Zinserhöhung der Fed ein.
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
July 16, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)
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