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07.08.2026 07:32:47
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
MONTAG: In Singapur bleiben die Börsen wegen eines Ersatzfeiertages für den Nationalfeiertag (9. August) geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Die Allianz hat im zweiten Quartal in allen drei Sparten kräftige Zuwächse beim operativen Gewinn verzeichnet. Auf Konzernebene fiel der Betriebsgewinn höher aus als von Analysten erwartet. Unter dem Strich verdiente der DAX-Konzern dagegen wegen Sondereffekten weniger. Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte Europas größter Versicherer. Der operative Gewinn legte um 10,6 Prozent auf 4,87 Milliarden Euro zu. Analysten hatten mit 4,6 Milliarden gerechnet. Unter dem Strich verdiente die Allianz 2,6 Milliarden Euro nach 2,84 Milliarden im Vorjahr. Hier hatte die Prognose auf 2,79 Milliarden gelautet. Unter anderem hatte der Konzern im Vorjahr einen außerordentlichen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf des Joint Ventures mit Unicredit vereinnahmt. Für das laufende Jahr stellt die Allianz einen operativen Gewinn von 17,4 Milliarden Euro und damit leicht über Vorjahresniveau in Aussicht, wobei eine Abweichung von 1 Milliarde Euro nach oben oder unten möglich ist. Der Analystenkonsens steht bereits bei 18,3 Milliarden Euro.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
07:00 DE/Daimler Truck Holding AG, ausführliches Ergebnis 2Q (08:00 Analysten- und Pressekonferenz)
07:30 DE/Munich Re, ausführliches Ergebnis 2Q (08:30 PK; 11:00 Analystenkonferenz)
08:00 DE/Porsche Automobil Holding SE, Ergebnis 1H
09:00 DE/EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Ergebnis 1H (10:00 PK; 14:00 Analystenkonferenz)
10:00 DE/Thyssenkrupp AG, ao HV für Entscheidung über Abspaltung der Werkstoffsparte TK Accelis
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- DE
08:00 Handelsbilanz Juni
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +19,1 Mrd Euro
Exporte
PROGNOSE: -1,0% gg Vm
zuvor: +0,9% gg Vm
Importe
PROGNOSE: +1,0% gg Vm
zuvor: -2,5% gg Vm
08:00 Produktion im produzierenden Gewerbe Juni
PROGNOSE: 0,0% gg Vm
zuvor: +0,9% gg Vm
- US
14:30 Arbeitsmarktdaten Juli
Beschäftigung ex Agrar
PROGNOSE: +83.000 gg Vm
zuvor: +57.000 gg Vm
Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 4,2%
zuvor: 4,2%
durchschnittliche Stundenlöhne
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,5% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+3,5% gg Vj
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell:
Index zuletzt +/- %
DAX Futures 26.232,00 -0,1
E-Mini-Future S&P-500 7.729,00 -0,1
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.490,50 +0,0
Topix (Tokio) 4.062,55 +0,2
Hang-Seng (Hongk.) 25.567,85 +0,2
Shanghai-Comp. 3.919,51 +0,5
Vortag:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 26.140,13 +0,1
DAX-Future 26.252,00 +0,1
MDAX 32.431,12 +0,0
TecDAX 4.000,99 +1,4
SDAX 18.564,81 +0,1
Euro-Stoxx-50 6.502,56 +0,4
Stoxx-50 5.507,27 +0,1
XDAX 26.174,94 +0,1
Dow-Jones 53.885,10 -0,9
S&P-500 7.709,96 -0,2
Nasdaq Composite 26.348,35 -0,1
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Mit einem wenig veränderten Start an den Börsen rechnen Händler. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag wird nicht mit großen Ausschlägen gerechnet. Schon am Vortag waren die Märkte in eine abwartende Seitwärtsbewegung übergegangen. Neuigkeiten zur Lage um die Straße von Hormus gibt es wenige, die Ölpreise ziehen wieder leicht an. Gute Konjunkturnachrichten gibt es aus China. Dort sprangen die Exporte um fast 24 Prozent zum Vorjahr an, was auf eine Belebung der internationalen Nachfrage im Juli deutet. Schon im Wochenverlauf hatten auch in Europa diverse Konjunkturdaten nach oben gezeigt. Selbst in Deutschland sei die Lage besser als die Stimmung, hieß es dazu von DWS.
Rückblick: Etwas fester - Nach der Rally der vergangenen Tage fehlte den Indizes die Kraft für mehr. Die Hoffnung nimmt zu, dass bald eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielt werden könnte. Daneben setzte die laufende Berichtssaison fortgesetzt positive Akzente. Die Aktien der Werbeagentur-Holding WPP schlossen über 28 Prozent höher. "Die meisten Fonds dürften hier völlig untergewichtet gewesen sein", sagte ein Händler. Die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal von WPP waren durchweg besser. Zurich Insurance fielen nach Zahlenausweis um 3 Prozent, obwohl die Kommentare zu den Geschäftszahlen durchaus wohlwollend ausfielen. Dies betraf insbesondere das Segment Leben. Allerdings gab es kritische Stimmen zur Entwicklung des US-Geschäfts. Die Aktien des Getränkeherstellers Diageo kamen auf ein Plus von 5,6 Prozent. Ein Händler sprach von weiter andauerndem Kaufdruck. Eine nur minimale Verbesserung von erwartet schlechten Daten reichte aus, "denn die Zeichen stehen auf Turnaround".
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Gut behauptet - Mit Aufschlägen von 6,3 Prozent führten Deutsche Telekom die Gewinnerliste im DAX mit großem Abstand an. Hintergrund waren weniger die guten Geschäftszahlen, sondern das um bis zu 3 Milliarden Euro aufgestockte Aktienrückkaufprogramm. Bei Siemens (-4,5%) liefen das Industrie- und das Infrastrukturgeschäft besser als gedacht. Der Enthusiasmus der Anleger für Siemens dürfte kurzfristig aufgrund des langsamen Zeitplans für die Abspaltung von Healthineers, der Unsicherheit bezüglich der makroökonomischen Nachfrage und der Risiken im Zusammenhang mit Software für künstliche Intelligenz weiterhin begrenzt sein, erläuterte RBC. Zudem scheine die Prognoseanhebung des deutschen Industriekonzerns weniger ausgeprägt zu sein als die der Wettbewerber. Auch von Merck KGaA (+0,1%) und Qiagen (-0,6%) kamen gute Geschäftszahlen. Rheinmetall verloren 3,5 Prozent trotz besserer Zahlen. Der deutlich negative und schwächer als erwartet ausgefallene Cashflow ist laut der DZ Bank nicht überzubewerten. Kursgewinne von 3,9 Prozent verbuchten Henkel. Nach den schwachen Daten von Beiersdorf seien Anleger generell skeptischer gegenüber defensiven Werten geworden und hätten dieses Segment untergewichtet. "Das Klebstoffgeschäft reißt alles raus", sagte ein Händler. RWE reagierten mit Aufschlägen von 2,2 Prozent auf die Einigung von RWE U.S. Offshore mit dem US-Innenministerium auf einen Vergleich, um rechtliche Ansprüche beizulegen und Pachten für Offshore-Windprojekte vor den US-Küsten zurückzugeben. Scout24 stürzten um 6 Prozent ab, Händler sprachen von einer Enttäuschung über die operative Marge.
USA - AKTIEN
Etwas leichter - Händler sprachen von wieder erwachten Zweifeln an der Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen. Alphabet fielen um 1 Prozent nach Berichten über geplante Anleihe-Emissionen von bis zu 25 Milliarden Dollar. Auch steigende Marktzinsen in Reaktion auf solide Konjunkturdaten hätten die Kauflust der Anleger gedämpft. Übergeordnet belasteten Zweifel über eine baldige Eröffnung der Straße von Hormus. Zwar hatte das Wall Street Journal berichtet, der Iran und der Oman stünden kurz vor einer Einigung über die Einrichtung zweier Schifffahrtsrouten, über die die Meerenge in beide Richtungen passiert werden könnte. Es blieb aber unklar, ob die USA den Plan unterstützten. Die Aktien der Speicherchiphersteller Western Digital und Sandisk fielen um 13 und 6,8 Prozent. Beide Unternehmen hatten überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt. Bei Sandisk habe aber die Umsatz- und Margenprognose unter den Konsensschätzungen gelegen, hieß es. Der Ausblick von Western Digital wurde als konservativ gelesen. Seagate, die anfangs noch in "Sippenhaft" genommen worden waren, schafften den Dreh ins Plus und gewanen 1,8 Prozent. Der Ölkonzern Conocophillips hat derweil im Quartal dank höherer Ölpreise mehr verdient als erwartet und den Ausblick bestätigt. Die Aktie stieg um 1,5 Prozent. SpaceX machten nach dem Kurseinbruch vom Vortag Boden gut und gewannen 6,1 Prozent. Am Donnerstag lief die Haltefrist für größere Aktienpakete nach dem Börsengang aus, womit ein Überhang entsteht. Hubspot, einem Hersteller von Software für das Kundenbeziehungsmanagement, stürzten um 19 Prozent ab, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognose gesenkt hatte.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,24 +0,06 4,25 4,18
10 Jahre 4,67 +0,05 4,68 4,60
30 Jahre 5,21 +0,04
Vor allem die nach wie vor niedrige Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe trieb die Anleiherenditen nach oben. Die gute Beschäftigungslage sprach für ein Beibehalten des aktuellen geldpolitischen Kurses der US-Notenbank und gegen eine Lockerung. Zudem entfachten höhere Ölpreise zusätzliche Inflationssorgen.
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
August 07, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)
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