25.08.2026 07:31:40

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland dürfte sich im zweiten Quartal abgeschwächt haben. Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat in einer ersten Schätzung berichtet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem ersten Quartal nur noch um 0,2 Prozent gestiegen ist. Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf einem Erholungspfad, den nach dem Beginn des Iran-Kriegs im Februar kaum jemand für möglich gehalten hätte: Das BIP ist im ersten Quartal um 0,4 Prozent gestiegen und im zweiten Quartal - nach vorläufigen Berechnungen - um 0,2 Prozent. Analysten erwarten, dass Destatis den vorläufig genannten Wachstumswert von 0,2 Prozent bestätigen wird. Die Bundesbank nimmt an, dass das Wachstum im zweiten Quartal vor allem von den Exporten gestützt worden ist, wobei die Produktion leicht angezogen haben dürfte.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:30 DE/Dermapharm Holding SE, ausführliches Ergebnis 1H

09:30 DE/Volkswagen AG (VW), Betriebsversammlung in Wolfsburg mit CEO Blume

10:00 DE/Dekabank Deutsche Girozentrale, Ergebnis 1H

10:00 DE/DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, PK zum Ergebnis 1H

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 BIP (2. Veröffentlichung) Q2

kalender- und saisonbereinigt gg Vq

PROGNOSE: +0,2% gg Vq

1. Veröff.: +0,2% gg Vq

1. Quartal: +0,4% gg Vq

kalenderbereinigt gg Vj

PROGNOSE: +0,9% gg Vj

1. Veröff.: +0,9% gg Vj

1. Quartal: +0,7% gg Vj

10:00 Ifo-Geschäftsklimaindex August

PROGNOSE: 87,1

zuvor: 86,6

Lagebeurteilung

PROGNOSE: 87,0

zuvor: 86,5

Geschäftserwartungen

PROGNOSE: 87,5

zuvor: 86,7

- FR

08:45 Verbrauchervertrauen August

PROGNOSE: 87

zuvor: 86

- US

16:00 Index des Verbrauchervertrauens August

PROGNOSE: 90,2

zuvor: 90,8

16:00 Neubauverkäufe Juli

PROGNOSE: -2,1% gg Vm

zuvor: +1,6% gg Vm

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 26.207,00 +0,1

E-Mini-Future S&P-500 7.676,50 +0,1

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.193,25 +0,3

Topix (Tokio) 4.088,51 +0,4

Hang-Seng (Hongk.) 25.453,19 -0,3

Shanghai-Comp. 3.876,38 -0,1

Vortag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 26.106,60 -0,1

DAX-Future 26.178,00 -0,0

MDAX 32.031,55 -0,3

TecDAX 4.049,23 -1,0

SDAX 18.437,38 -0,7

Euro-Stoxx-50 6.447,98 -0,2

Stoxx-50 5.480,89 -0,2

XDAX 26.129,64 +0,1

Dow-Jones 53.417,16 +0,3

S&P-500 7.652,86 -0,3

Nasdaq Composite 25.980,19 -0,8

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Auf einen interessanten Tag setzen Händler am Morgen. Die DAX-Terminkontrakte zeigen sich rund 30 Punkte im Plus. Die Märkte dürften ganz im Zeichen der angeschlagenen US-Anleihemärkte stehen und die Ankündingungen von US-Finanzminister Scott Bessent diskutieren. Dabei dürfte Vorsicht dominieren, denn mit den Nvidia-Zahlen und US-Inflationsdaten am Mittwoch sowie der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf der Notenbanker-Konferenz am Freitag stehen noch wichtige Ereignisse bevor. In Deutschland steht der Ifo-Index an. Angesichts der geopolitischen Probleme gilt er aber als fremdbestimmt, seine Signale seien für Anleger nicht nachhaltig, heißt es. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen liegt bei rund 4,70 Prozent. Entsprechend verbuchten besonders die zinsempfindliche Technologiewerte an der Nasdaq Abgaben. Laut CNBC erwägt US-Finanzminister Bessent, die Liquiditätsreserve der Fed von knapp 1 Billion Dollar anzuzapfen, um die langfristigen US-Renditen zu senken. Dies sehe aber eher nach ersten Panikanzeichen als einem Plan aus, heißt es im Handel. An der enormen Kreditnachfrage durch Staatsverschuldung und KI-Investoren ändere es nichts, zusammen mit der galoppierenden US-Inflation verlangten Langfrist-Investoren einfach höhere Renditen. Dazu drohte Bessent mit harten Wirtschaftssanktionen gegen Iran und betonte die Sekundärsanktionen gegen Länder, die Geschäfte mit dem Iran betreiben. Dies könnte einen Konflikt mit China provozieren. "Die eigentliche Ankündigung wirkte weit weniger dramatisch als erwartet, mit einer großen Kluft zwischen Rhetorik und Substanz", beschwichtigt Jorge Leon, Leiter der geopolitischen Analyse bei Rystad Energy.

Rückblick: Knapp behauptet - Trotz des wieder deutlich unter 1,17 Dollar gerutschten Euro und leicht gefallenen Ölpreisen ging es leicht nach unten. Investoren blieben vor den anstehenden Nvidia-Geschäftszahlen am Mittwoch, den PCE-Deflator-Daten und dem Notenbankertreffen in Jackson Hole an den Seitenlinien. Die größten Unbekannten sind laut CMC in dieser Woche aber ohne Zweifel die Quartalszahlen und der Ausblick des KI-Highflyers Nvidia. Die Skepsis in Bezug auf die hohen Investitionen der KI-Unternehmen in Kombination mit hohen Anleiherenditen sorgte für Kaufzurückhaltung bei Technologietiteln: Infineon fielen um 3,2 Prozent, Siemens Energy um 3 Prozent, Aixtron um 2,5 Prozent, ASML um 1,1 Prozent, STMicro um 2 Prozent oder Suss um 6 Prozent. Titel wie Prosus fielen 1,4 Prozent, nachdem Alibaba zudem das Thema Kapitalerhöhungen für KI-Investitionen wieder in den Fokus gerückt hatte. Hauptverlierer waren auch Energietitel mit dem um mehr als 2 Prozent gesunkenen Ölpreis. Repsol verloren 3,2 Prozent, Totalenergies 1,9 Prozent oder BP 2,9 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Knapp behauptet - Für Qiagen ging es um 3,1 Prozent nach unten. Das Unternehmen bekommt zum 1. September einen neuen CEO; Jonathan M. Pratt wird dann zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zudem wurde der Ausblick für das dritte Quartal und das Gesamtjahr bestätigt. Im Handel bezweifelte man allerdings, dass die Personalie der einzige Grund für die Kursschwäche war. Möglicherweise spielte auch ein Bloomberg-Bericht eine Rolle. Dort hieß es, es sei unsicher, ob mögliche Interessenten ein Gebot für das Biotechnologie-Unternehmen unterbreiten würden. Auch Rüstungswerte zeigten sich im Minus. Die Unsicherheit über die zukünftigen staatlichen Investitionspläne belastete. Die Entwicklung der Drohnentechnologie stellt ein erhebliches Risiko für herkömmliche Waffensysteme wie Panzer bzw. gepanzerte Fahrzeuge dar. Rheinmetall verloren 2,6 Prozent, Hensoldt 2,6 Prozent und Renk 2,9 Prozent.

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Nach den Verlusten der Vorwoche mit einer kleinen Erholung zum Wochenschluss blieb die Stimmung an der Wall Street angeschlagen. Gefallene Anleiherenditen und gesunkene Ölpreisen bremsten die Verluste am breiten Markt etwas. Belastet wurde die Stimmung unverändert durch Sorgen über die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen, die ausufernde Staatsverschuldung, Druck im Technologiesektor und geopolitische Spannungen. Zum Nahost-Konflikt mit den neuen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die US-Finanzminister Scott Bessent im späten Handel verkündete, gesellte sich der eskalierende Zollstreit zwischen den USA und Kanada hinzu. Im Vorfeld des Geschäftsausweises sanken Nvidia um 2,9 Prozent. Dass die KI-Sparte von SpaceX Nvidia-Vera-CPU-Chips einsetzen wird, half dem Kurs nicht. Im Speicherchipsektor gaben Micron Technology und Western Digital 5,8 bzw. 5,2 Prozent nach. Steel Dynamics zogen um 0,3 Prozent an, nachdem die Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada gescheitert waren. Auch die Titel des konkurrierenden Stahlproduzenten Nucor legten zu - um 0,4 Prozent. Zölle auf kanadische Stahl- und Aluminiumimporte stützen die Kurse, die allerdings im Verlauf deutlich von den Tageshochs zurückkamen.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,23 -0,00 4,25 4,22

10 Jahre 4,70 -0,03 4,72 4,68

30 Jahre 5,23 -0,05

Die Renditen kamen etwas zurück - gedrückt von etwas niedrigeren Ölpreisen und damit etwas nachlassendem Inflationsdruck. Von einer Trendwende war im Handel aber nicht die Rede: Die Kräfte, die die Renditen von Staatsanleihen nach oben trieben, seien noch nicht erschöpft, urteile Barclays. US-Finanzminister Scott Bessent hielt sich bedeckt, als er gefragt wurde, was er noch tun könne, um die Anleiherenditen zu senken. Die Renditen für längerfristige Staatsanleihen stiegen nach der Äußerung leicht an, notierten aber für den Tag weiterhin niedriger.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:48

EUR/USD 1,1655 -0,1 -0,0007 1,1662 1,1667

EUR/JPY 185,62 +0,0 0,0800 185,5400 185,6900

EUR/CHF 0,9367 +0,1 0,0010 0,9357 0,9359

EUR/GBP 0,8551 -0,0 -0,0003 0,8554 0,8556

USD/JPY 159,26 +0,1 0,1800 159,0800 159,1400

GBP/USD 1,3625 -0,0 -0,0005 1,3630 1,3632

USD/CNY 6,7232 +0,0 0,0013 6,7219 6,7219

USD/CNH 6,7225 +0,0 0,0021 6,7204 6,7219

AUS/USD 0,7148 -0,0 -0,0001 0,7149 0,7151

Bitcoin/USD 80.272,79 +1,7 1.350,10 78.922,69 79.343,66

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 25, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)

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