22.07.2024 07:29:47

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Fr, 17:17 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0885 -0,0% 1,0885 1,0889 -1,4%

EUR/JPY 170,95 -0,2% 171,37 171,30 +9,9%

EUR/CHF 0,9671 -0,0% 0,9673 0,9674 +4,2%

EUR/GBP 0,8429 +0,0% 0,8428 0,8427 -2,8%

USD/JPY 157,04 -0,2% 157,42 157,31 +11,5%

GBP/USD 1,2914 +0,0% 1,2914 1,2922 +1,5%

USD/CNH 7,2943 +0,1% 7,2856 7,2840 +2,4%

Bitcoin

BTC/USD 67.786,90 -0,6% 68.188,20 65.676,50 +55,7%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Der Dollar verbuchte etwas Zulauf von Anlegern, die auf der Suche nach einem "sicheren Hafen" waren. Der Dollarindex stieg um 0,2 Prozent.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 80,54 80,13 +0,5% +0,41 +10,7%

Brent/ICE 83,06 82,63 +0,5% +0,43 +9,5%

Der etwas festere Dollar und Zweifel an der chinesischen Nachfrage ließen den Ölpreis um bis zu 3 Prozent leichter tendieren. Zudem befeuerten die globalen IT-Ausfälle die Sorgen vor einem konjunkturellen Abschwung mit entsprechend niedriger Erdölnachfrage.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.405,20 2.401,11 +0,2% +4,08 +16,6%

Silber (Spot) 29,12 29,23 -0,4% -0,11 +22,5%

Platin (Spot) 965,30 966,85 -0,2% -1,55 -2,7%

Kupfer-Future 4,21 4,22 -0,2% -0,01 +7,0%

Gewinnmitnahmen drückten den Goldpreis, der im früheren Wochenverlauf auf seinen bisher höchsten Stand gestiegen war. Marktteilnehmer verwiesen daneben auf schwache Goldexportdaten aus der Schweiz. Die Feinunze verbilligte sich um 1,9 Prozent.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

INNENPOLITIK DEUTSCHLAND

AfD und Grüne haben im Zeitraum 15. bis 19. Juli in der Wählergunst verloren. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die Zeitung Bild am Sonntag erhebt, erreichten die AfD mit 17 Prozent und die Grünen mit 11 Prozent jeweils einen Punkt weniger als in der Vorwoche. CDU/CSU lagen unverändert bei 30 Prozent, die SPD erreicht weiter 15 Prozent. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und die FDP hielten mit 9 beziehungsweise 5 Prozent ihre Werte aus der Vorwoche. Die Linke würde mit 3 Prozent (plus 1) weiterhin einen Wiedereinzug in den Bundestag verfehlen. Die sonstigen Parteien gewannen einen Punkt und könnten nun 10 Prozent auf sich vereinigen.

ZINS CHINA

Die People's Bank of China (PBoC) hat ihren Referenzzins für Bankkredite (LPR) unerwartet gesenkt. Wie die Notenbank des Landes mitteilte, wurden der einjährige Referenz-Zinssatz (Loan Prime Rate - LPR) und der fünfjährige LPR um jeweils 10 Basispunkte auf 3,35 bzw 3,85 Prozent reduziert. Der Zins für siebentägige Reverse-Repo-Geschäfte wurde auf 1,7 von 1,8 Prozent gesenkt. Die Notenbank teilte mit, sie wolle die "finanzielle Unterstützung für die Realwirtschaft" erhöhen.

IT-STÖRUNG

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm schätzt den Schaden, der infolge eines fehlerhaften Software-Updates weltweit für Computer-Chaos sorgte, als enorm hoch ein. "Das Ausmaß der Beeinträchtigungen ist beträchtlich - weltweit und über zahlreiche Sektoren hinweg. Das dürfte schon jetzt zu Schäden in Milliardenhöhe kommen", sagte die Ökonomin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wie hoch der Schaden am Ende tatsächlich ausfalle, hänge auch davon ab, wie schnell man die Probleme nun in den Griff bekommen werde, sagte Grimm weiter.

KI EU

Nach seinem Rückzug aus Russland hat sich Tech-Milliardär Arkadi Wolosch für einen Neuanfang in der EU entschieden und plant große Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI). "Die Techindustrie wird dominiert durch Firmen aus den USA und China. Das ist unfair", sagte Wolosch im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Wolosch plant dem Bericht zufolge, von Amsterdam aus mit seiner Firma "Nebius" innerhalb weniger Monate große Computerkapazitäten in Europa aufzubauen. Möglich sei das, weil die EU im März die wegen des Ukraine-Kriegs zwischenzeitlich gegen Wolosch verhängten Sanktionen aufgehoben hat.

FREENET

Christoph Vilanek, seit 2009 Vorstandsvorsitzender, will seine Amtszeit nicht verlängern. Er wolle zum Ende seiner Amtszeit, die vertragsgemäß frühestens am 31. Dezember 2025 endet, aus dem Vorstand ausscheiden, teilte Freenet mit.

TUI

beabsichtigt ausstehende 5-prozentige vorrangige unbesicherte Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit 2028 zurückzukaufen. Der ausstehende Nennbetrag belaufe sich aktuell auf 589,6 Millionen Euro. Davon sollten 472 Millionen Euro, etwa 80 Prozent, zurückgekauft werden. Zur Finanzierung dieser Rückkäufe werde Tui den Erlös aus der am Vortag angekündigten erfolgreichen Emission von 487 Millionen einer Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit 2031 verwenden.

CECONOMY

CEO Karsten Wildberger fordert eine stärkere Regulierung chinesischer Händler wie Temu und Shein. Bei den Zollbestimmungen sei die geltende Freigrenze von 150 Euro "ein Einfallstor für Missbrauch", so Wildberger zur Welt am Sonntag. Das müsse die EU ändern. Zudem sollten importierte Produkte genauer auf Anforderungen an Sicherheit und Nachhaltigkeit überprüft werden. Ceconomy sei nicht darauf angewiesen, sich mit einem asiatischen Handelspartner zu verbünden. Ende 2023 hatten Medien berichtet, dass der Ceconomy-Großaktionär Haniel mit dem chinesischen Händler JD.com über einen Verkauf der Anteile verhandle.

TAKKT

Umsatz und Gewinn des Händlers für Geschäftsausstattung gingen deutlich zurück und besonders die Sparte FoodService schwächelte. Die Prognose für das laufende Jahr, das im Zeichen von Sparmaßnahmen steht, hat das Unternehmen gesenkt. Insgesamt erzielte Takkt im zweiten Quartal einen Umsatz von 260,4 (Vj 319,4) Millionen, das EBITDA lag bei 13,2 (26,8) Millionen Euro und war durch einmalige Aufwendungen von 4,1 (1,8) Millionen Euro belastet worden, die bereinigte EBITDA-Marge betrug 6,6 (9,0) Prozent.

BIOFRONTERA

hat ihre Prognose kassiert, nachdem das biopharmazeutische Unternehmen in den USA von einem Wettbewerber wegen der mutmaßlichen Verletzung von Lampenpatenten verklagt worden ist.

DEUTSCHE BAHN

Die Digitalisierung des Schienennetzes in Deutschland verzögert sich laut einem Magazinbericht weiter und wird mehr als doppelt so teuer wie geplant. Das gehe aus dem Entwurf einer Studie von Beratungsfirmen für das Bundesverkehrsministerium hervor, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel. Demnach dürfte es 69 Milliarden Euro kosten, die Bahninfrastruktur zu digitalisieren. Im Jahr 2018 sei das Verkehrsministerium noch von Kosten in Höhe von 28 Milliarden Euro ausgegangen.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 22, 2024 01:30 ET (05:30 GMT)

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