01.08.2025 07:34:44

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Schwach - BMW gaben 1 Prozent ab - trotz solider Geschäftszahlen. Der Gewinn ging zwar deutlich zurück, der Vorsteuergewinn lag aber nahe an den Schätzungen und das operative Ergebnis sogar leicht darüber. Das bereinigte operative Ergebnis der Lufthansa übertraf die Konsenserwartung. Die Aktie legte um 0,9 Prozent zu. Zalando setzten mit einem Minus von 4,2 Prozent nachrichtenlos ihren Abwärtstrend fort und markierten ein neues Jahrestief. Nachdem Siemens Healthineers am Vortag noch von soliden Quartalszahlen profitiert hatten, gab die Aktie nun um 4,4 Prozent nach und war das Schlusslicht im DAX. Tagesgewinner dort waren nach positiv aufgenommenen Quartalzahlen Heidelberg Materials mit einem Plus von 1,8 Prozent. Symrise erholten sich nach dem Kurseinbruch vom Vortag um 1,7 Prozent. Hensoldt rückten um 3,9 Prozent nach guten Geschäftszahlen und starken Auftragseingängen vor. Aixtron gaben nach Zahlenausweis um 1,4 Prozent nach. Gea schlossen nach einem erhöhten Ausblick 2,9 Prozent fester. Für viel Gesprächsstoff sorgte das Übernahmeangebot aus China für Ceconomy (+2,1%).

XETRA-NACHBÖRSE

Abendliche Unternehmensnachrichten bewegten die Kurse von Daimler Truck, Cancom und SFC - nach unten. Daimler Truck wurden auf Tradegate und bei Lang & Schwarz gut 4 Prozent schwächer getaxt. Der Nutzfahrzeughersteller hatte vor dem Zahlenausweis am Freitag seine Margenprognose gesenkt. Cancom büßten über 7 Prozent ein. Der IT-Dienstleister hat seinen Ausblick nach einem schwachen ersten Halbjahr gesenkt. Auch SFC Energy reduzierte ihre Ganzjahresprognose. Für die Aktie ging es um 18 Prozent bergab.

USA - AKTIEN

Leichter - Nachdem stark ausgefallene Quartalsergebnisse von Meta und Microsoft zunächst für Auftrieb gesorgt hatten, kamen die Kurse im Handelsverlauf deutlich zurück. Für Verunsicherung sorgte die Trump'sche Zollpolitik, aber auch eine Aufforderung des US-Präsidenten an Pharmaunternehmen, ihre Preise zu senken. Der S&P-500-Subindex der Pharmaaktien gab um 2,8 Prozent nach. Das am 1. August endende Zollmoratorium sorgte für Nervosität. Zunächst wurde bekannt, dass sich Mexiko und die USA auf eine Verlängerung der bestehenden Vereinbarung um 90 Tage geeinigt hatten. Später hieß es aus dem Weißen Haus, Trump werde noch am Donnerstag eine Durchführungsverordnung unterzeichnen, die weitreichende Zölle für eine Reihe von Ländern vorsieht. Tendenziell bremsend wirkte auch, dass die Fed am Vortag die Latte für eine Zinssenkung im September zumindest etwas höher gelegt hatte. Meta Platforms machten einen Satz um gut 11 Prozent. Nicht nur übertraf das Technologieunternehmen die Erwartungen deutlich; Meta lieferte auch eine starke Umsatzprognose ab. Für Microsoft ging es nach herausragenden Geschäftszahlen um 3,9 Prozent nach oben. Qualcomm steigerte den Gewinn stärker als erwartet. Der Ausblick lag im Rahmen der Erwartungen, was einige Anleger enttäuschte. Die Aktie fiel um 7,7 Prozent. Ebay übertraf ebenfalls die Marktprognosen. Die Aktie schoss um gut 18 Prozent nach oben. Für Aufsehen sorgte das Börsendebüt von Figma. Die Aktie war zu 33 Dollar ausgegeben worden; am Ende des ersten Handelstages hatte sich der Kurs mehr als verdreifacht auf 115,50 Dollar.

USA - ANLEIHEN

Die Zehnjahresrendite sank trotz etwas gedämpfter Zinssenkungshoffnungen für September um 2 Basispunkte auf 4,36 Prozent. Notenbankchef Powell hatte am Vortag unter anderem inflationstreibende Effekte der Trump'schen Zollpolitik nicht ausgeschlossen und will zunächst weitere Daten abwarten. Dazu zeigten neue Preisdaten für Juni minimal höhere Anstiege als im Vorfeld geschätzt.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Vortag Do, 18:00 % YTD

EUR/USD 1,1417 -0,0% 1,1418 1,1433 +10,1%

EUR/JPY 171,98 -0,0% 172,05 172,16 +4,7%

EUR/CHF 0,9296 +0,2% 0,9276 0,9285 -0,9%

EUR/GBP 0,8652 +0,1% 0,8646 0,8647 +4,1%

USD/JPY 150,63 -0,0% 150,70 150,58 -5,0%

GBP/USD 1,3196 -0,1% 1,3204 1,3222 +5,8%

USD/CNY 7,1687 -0,0% 7,1715 7,1738 -0,5%

USD/CNH 7,2179 +0,1% 7,2102 7,2122 -1,7%

AUS/USD 0,6435 +0,1% 0,6426 0,6429 +4,0%

Bitcoin/USD 115.554,95 -0,8% 116.531,45 118.305,35 +23,9%

Der Dollar verteidigte die kräftigen Gewinne der Vortage. Der Euro ging zuletzt mit 1,1411 Dollar um.

Der Schweizer Franken schwächt sich am Morgen ab, da die Schweiz zu den Ländern gehört, die von den US-Zöllen am stärksten betroffen sein dürften. Im Rahmen der neuen Durchführungsverordnung von US-Präsident Trump zu reziproken Zöllen werden die USA trotz der jüngsten Handelsverhandlungen einen Zoll von 39 Prozent auf die Schweiz erheben.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 69,54 69,26 +0,4% 0,28 -2,4%

Brent/ICE 72,55 72,53 +0,0% 0,02 -3,0%

Die Ölpreise kamen im US-Handel nach der jüngsten Gewinnserie um rund 1 Prozent zurück.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 3.290,43 3.290,40 +0,0% 0,03 +24,6%

Silber 32,05 32,21 -0,5% -0,16 +16,1%

Platin 1.131,61 1132,51 -0,1% -0,90 +31,8%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

Der Goldpreis legte um ein halbes Prozent zu auf 3.294 Dollar je Feinunze.

+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 17.30 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

In der chinesischen Industrie hat sich die Aktivität im Juli verlangsamt. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor verringerte sich auf 49,5 (Juni: 50,4) Punkte. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie war im Juli auf 49,3 (Vormonat: 49,7) Punkte gesunken.

PHARMAINDUSTRIE

US-Präsident Donald Trump hat 17 Pharmaunternehmen schriftlich aufgefordert, die Kosten für Medikamente für US-Verbraucher auf den niedrigsten Preis zu senken, der in anderen Industrieländern angeboten wird. In dem Schreiben heißt es jedoch, dass die Bundesregierung, wenn die Unternehmen nicht freiwillig handeln, "alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen wird, um die amerikanischen Familien vor anhaltenden missbräuchlichen Preispraktiken für Arzneimittel zu schützen." Die Briefe wurden an AbbVie, Amgen, Astrazeneca, Boehringer Ingelheim, Bristol Myers Squibb, Eli Lilly, EMD Serono, Genentech, Gilead, GSK, Johnson & Johnson, Merck, Novartis, Novo Nordisk, Pfizer, Regeneron und Sanofi geschickt.

HEIDELBERG MATERIALS

übernimmt in Kanada die Burnco Rock Products Ltd für einen nicht genannten Preis. Der Zukauf umfasst sechs Zuschlagstoffstandorte.

CANCOM

hat ihren Ausblick für das Gesamtjahr nach einem schwachen ersten Halbjahr gesenkt und rechnet nur noch mit einem Umsatz von 1,65 bis 1,75 Milliarden Euro. Bisher hatte man 1,7 bis 1,85 Milliarden Euro angepeilt. Das EBITDA wird jetzt bei 100 bis 110 statt 115 bis 130 Millionen Euro gesehen. Das EBIT soll voraussichtlich 46 bis 56 Millionen statt 61 bis 76 Millionen Euro erreichen.

Nachfolgend die Halbjahreszahlen (in Millionen Euro, Marge in Prozent):

1H25 ggVj 1H24

Umsatz 803,8 -4% 835,3

EBITDA 36,7 -34% 55,5

EBITDA-Marge 4,6 -- 6,6

EBITA 10,1 -65% 28,7

EVONIK

BERICHTET PROG PROG

2. QUARTAL 2025 2Q25 ggVj 2Q25 ggVj 2Q24

Umsatz 3.499 -11% 3.732 -5% 3.930

EBITDA bereinigt 509 -12% 511 -12% 578

EBITDA-Marge bereinigt 14,5 -- 13,8 -- 14,7

EBIT bereinigt 250 -24% 261 -21% 329

Ergebnis nach Steuern/Dritten 120 -- 138 -- -5,0

Erg nach Steuern/Dritten bereinigt 160 -32% 181 -23% 234

AUSBLICK 2025 - das Unternehmen erwartet:

- EBITDA bereinigt: am unteren Ende der Prognose von 2,0 bis 2,3 Mrd Euro

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent;

SFC ENERGY

kappt ihre Jahresprognose angesichts eines anhaltend schwierigen Marktumfelds und wegen Wechselkursschwankungen. Zudem verzögerten sich mehrere Projektvergaben. SFC rechnet für 2025 nun mit einem Umsatz von 146,5 bis 161 statt 160,6 bis 180,9 Millionen Euro.Das bereinigte EBITDA wird nun bei 13 bis 19 statt 24,7 bis 28,2 Millionen Euro gesehen. Das bereinigte EBIT soll nur noch 5 bis 11 statt 17,5 bis 20,6 Millionen Euro erreichen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz nach vorläufigen Zahlen auf 73,6 von 70,09 Millionen Euro. Das EBITDA sank auf 8,5 von 12,5 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT ging auf 4,6 von 9,6 Millionen Euro zurück.

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August 01, 2025 01:35 ET (05:35 GMT)

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