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08.01.2026 07:41:43
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
+++++ DEVISENMARKT +++++
Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Di, 17:05 % YTD
EUR/USD 1,1682 +0,0% 1,1677 1,1692 -0,5%
EUR/JPY 183,04 +0,0% 183,00 183,15 -0,6%
EUR/CHF 0,9312 +0,0% 0,9309 0,9297 -0,1%
EUR/GBP 0,8681 +0,1% 0,8676 0,8659 -0,7%
USD/JPY 156,68 -0,0% 156,69 156,66 -0,1%
GBP/USD 1,3456 -0,0% 1,3459 1,3503 +0,2%
USD/CNY 7,0170 -0,1% 7,0261 7,0278 -0,0%
USD/CNH 6,9816 -0,2% 6,9921 6,9815 +0,0%
AUS/USD 0,6702 -0,3% 0,6724 0,6727 +1,0%
Bitcoin/USD 90.797,50 -0,3% 91.087,50 93.691,30 +5,2%
Der Dollar zeigte sich nach den jüngsten Aufschlägen gut behauptet. Dem Dollar droht ein Kursverlust, falls der Oberste Gerichtshof in einer möglichen Entscheidung am Freitag die Nutzung von Notstandsbefugnissen durch US-Präsident Trump zur Verhängung weitreichender Zölle für illegal erklärt, wie MUFG-Analyst Derek Halpenny mutmaßte. Trump habe in diesem Fall zwar vermutlich einen Alternativplan zur Verhängung von Zöllen, dieser sei jedoch wahrscheinlich nicht allumfassend, weshalb die Erwartungen an die Zolleinnahmen zurückgeschraubt werden könnten.
Euro und Dollar bewegen sich am Morgen im asiatisch geprägten Geschäft weitgehend seitwärts. Steigende geopolitische Spannungen bescheren dem japanischen Yen als klassische Fluchtwährung etwas Zulauf. Das Aufbringen zweier Öltanker durch die USA und die steigenden Spannungen zwischen China und Japan werden im Handel genannt. Allerdings hatte der Yen am Vortag unter Druck gestanden und holt die Verluste letztlich nur wieder auf, wie Händler anmerken.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.418,22 4.456,28 -0,9% -38,05 +4,0%
Silber 75,65 78,21 -3,3% -2,56 +14,0%
Platin 1.901,31 1.969,62 -3,5% -68,31 +19,6%
Kupfer 5,80 5,81 -0,2% -0,01 K.A.
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
Gewinnmitnahmen belasteten die Preise für Gold und Silber nach der jüngsten Rally. Der Preis für die Feinunze Gold fiel um 0,7 Prozent auf 4.462 Dollar. Der Silberpreis reduzierte sich um 3,4 Prozent.
ÖL
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,29 55,99 +0,5% 0,30 -2,2%
Brent/ICE 60,25 59,96 +0,5% 0,29 -0,6%
Die Ölpreise kamen deutlicher zurück. Der WTI-Preis fiel um 2 Prozent auf 55,99 Dollar, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hatte, Venezuela werde den USA bis zu 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl liefern. Es wird erwartet, dass dieser Schritt das weltweite Überangebot weiter verschärfen wird. Dass die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche überraschend gesunken waren, stützte die Preise nicht.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
ÖL - USA / VENEZUELA
US-Präsident Donald Trump und seine Berater planen eine weitreichende Initiative, um die Ölindustrie Venezuelas in den kommenden Jahren zu dominieren. Trump hat Mitarbeitern gegenüber erklärt, dass seine Bemühungen dazu beitragen könnten, die Ölpreise auf sein bevorzugtes Niveau von 50 Dollar pro Barrel zu senken, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Ein derzeit diskutierter Plan sehe vor, dass die USA Einfluss auf die staatliche venezolanische Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela SA (PdVSA) nehmen, auch auf den Erwerb und die Vermarktung des Großteils der Ölproduktion des Unternehmens. Wenn dieser Plan erfolgreich ist, könnte er den USA effektiv die Kontrolle über den Großteil der Ölreserven in der westlichen Hemisphäre verschaffen, wenn man die Vorkommen in den USA und anderen Ländern mit einbezieht, in denen US-Unternehmen die Produktion kontrollieren. Der Plan könnte auch zwei der Hauptziele der US-Regierung erfüllen: Russland und China aus Venezuela zu drängen und die Energiepreise für US-Verbraucher zu senken.
INDUSTRIESTROMPREIS
Die Einführung eines Industriestrompreises steht noch vor einer Hürde. Das geht aus einer internen Vorlage aus dem Bundeswirtschaftsministerium hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Darin heißt es, der Finanzierungsbedarf für den Industriestrompreis "ist bislang nicht gesichert". Der Entwurf für die Förderrichtlinie für den Industriestrompreis, die derzeit in der Bundesregierung abgestimmt wird, liegt dem Handelsblatt ebenfalls vor. Aus diesem geht hervor, dass es beim Plan bleiben soll, energieintensiven Betrieben von 2027 bis 2029 einen staatlich garantierten Strompreis von 50 Euro je Megawattstunde zu ermöglichen. (Handelsblatt)
INNENPOLITIK DEUTSCHLAND
Die CDU fordert einen sofortigen Stopp von EU-Initiativen, die für die Wirtschaft zu neuen Belastungen führen könnten. Wie die Rheinische Post berichtet, geht dies aus dem Entwurf der "Mainzer Erklärung Wachstum 'Made in Germany'" hervor, die auf der am Freitag beginnenden Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands in Mainz beschlossen werden soll. Die Erklärung liegt der Zeitung vor. Darin heißt es: "Wir wollen die bestehende Regulierung aus Brüssel massiv zurückbauen und künftige Überregulierung verhindern. Dazu braucht es einen sofortigen und weitgehenden Stopp für neue und laufende EU-Initiativen, die zu Belastungen europäischer Unternehmen führen." (Rheinische Post)
INSOLVENZEN DEUTSCHLAND
Experten rechnen in diesem Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland. Und das, obwohl die Zahl großer Firmenpleiten schon 2025 einen Höchstwert erreicht hatte: So mussten 471 Unternehmen mit über 10 Millionen Euro Umsatz Insolvenz anmelden - 25 Prozent mehr als 2024. Das zeigen Auswertungen der Restrukturierungsberatung Falkensteg für das Handelsblatt. 2026 prognostiziert Falkensteg-Partner Jonas Eckhardt einen weiteren Anstieg der Großinsolvenzen von 15 bis 20 Prozent. Die Gesamtzahl der Insolvenzen dürfte wieder das Niveau während der Finanzkrise von 2008 erreichen, erwarten Experten. (Handelsblatt)
BAYER
hat Biontech, Pfizer und Moderna wegen des Vorwurfs der Verletzung von Patenten bei ihren mRNA-Vakzinen verklagt. Ein Bayer-Sprecher bestätigte entsprechende Klagen bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware. Dem Vorwurf zufolge sollen die Hersteller eine Technologie kopiert haben, die die Bayer-Tochter Monsanto bereits in den 1980er-Jahren zum Patent angemeldet hatte. Dabei geht es um ein Verfahren zur Stabilisierung des genetischen Materials mRNA, das Monsanto ursprünglich für die Entwicklung widerstandsfähigerer Nutzpflanzen eingesetzt hatte. Laut dem Agrar- und Pharmakonzern Konzern soll die Technik von den Impfstoffherstellern ohne Genehmigung verwendet worden sein, um Proteinsequenzen so umzugestalten, dass Covid-19-Impfstoffe Immunität auslösen. (Handelsblatt)
BAYWA
Führungskrise beim angeschlagenen Baywa-Konzern: Unter den Eigentümern gibt es nach Informationen des Handelsblatts aus Branchenkreisen große Unzufriedenheit mit CEO Frank Hiller. Ankeraktionäre fordern demnach seit Monaten eine überzeugende Langfriststrategie. Eine Ablösung sei im Aufsichtsrat bereits diskutiert worden. Laut Angaben aus dem Umfeld scheut die Baywa aber eine hohe Abfindungszahlung. Hiller steht erst seit Frühjahr 2025 an der Spitze des Agrar- und Baustoffhändlers. Noch am Donnerstag will der Aufsichtsrat die Personalie erneut diskutieren. (Handelsblatt)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/flf
(END) Dow Jones Newswires
January 08, 2026 01:41 ET (06:41 GMT)
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