26.03.2026 07:32:43

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Freundlich - Diplomatische Bemühungen um einen Waffenstillstand im Nahen Osten sorgten für vorsichtigen Optimismus. Zwar lehnte der Iran einen US-Friedensplan ab und konterte mit eigenen Bedingungen, worauf die Kurse von den Hochs zurückkamen. Die Tatsache, dass es überhaupt diplomatische Initiativen gibt, stützte die Kurse aber. Unterstützung kam von gesunkenen Ölpreisen, wobei auch hier die Dynamik im Tagesverlauf abebbte. Arm Holdings schossen um 16,4 Prozent nach oben. Treiber waren ehrgeizige Umsatzziele mit einem eigenen KI-Datenzentrumschip. Das zog auch die Kurse anderer Chiphersteller nach oben. AMD legten um über 7 Prozent zu, Intel ebenso. Laut Nikkei Asia sollen AMD und Intel Kunden über Preiserhöhungspläne unterrichtet haben. Für Nvidia ging es um 2,0 Prozent aufwärts. Terns Pharmaceuticals wurden 5,7 Prozent höher gehandelt, nachdem Merck angekündigt hatte, das Onkologieunternehmen übernehmen zu wollen. Mecrk & Co stiegen um 2,6 Prozent. Robinhood Markets sprangen um 5,0 Prozent nach oben. Das Brokerhauses hat ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,88 -0,05 3,91 3,85

5 Jahre 3,97 -0,06 3,99 3,94

10 Jahre 4,32 -0,07 4,36 4,31

Die Renditen gaben mit den gesunkenen Ölpreisen kräftig nach, weil sich mit niedrigeren Ölpreisen Inflations- und Zinserhöhungssorgen verringerten. Stärker als erwartet gestiegene US-Importpreise im Februar gingen in der aktuellen Gemengelage unter.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 19:52

EUR/USD 1,1556 -0,0 -0,0002 1,1558 1,1569

EUR/JPY 184,30 -0,0 -0,0100 184,3100 184,3900

EUR/CHF 0,9156 +0,1 0,0006 0,9150 0,9155

EUR/GBP 0,8649 +0,1 0,0004 0,8645 0,8652

USD/JPY 159,45 -0,0 -0,0100 159,4600 159,3400

GBP/USD 1,3356 -0,1 -0,0007 1,3363 1,3369

USD/CNY 6,903 +0,0 0,0019 6,9011 6,9011

USD/CNH 6,9072 +0,1 0,0054 6,9018 6,9028

AUS/USD 0,6945 -0,0 -0,0002 0,6947 0,6954

Bitcoin/USD 69.898,28 -1,5 -1.079,41 70.977,69 70.913,91

Der Dollar zog deutlicher an, der Euro fiel auf 1,1560 zurück. Marktteilnehmer verwiesen auf die ablehnende Haltung des Iran zu einem US-Plan zu Beendigung des Krieges. Das habe dem Dollar wieder Zulauf in seiner Funktion als sicherer Hafen beschert, hieß es.

Der Euro dürfte zum Dollar weiter unter Druck stehen, solange der Iran wenig Kompromissbereitschaft zeige gegenüber den USA im Irankrieg zeige, sagt Fawad Razaqzada von City Index. "Positionierungen für eine schnelle Lösung sind verfrüht." Der iranische Hebel über die steigenden Energiepreise wiege den militärischen Druck durch die USA auf - dies deckele Euro-Aufschläge zum Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.429,13 -1,7 -75,93 4.505,06

Silber 69,57 -2,4 -1,71 71,28

Platin 1.882,80 -1,9 -36,93 1.919,73

Bei Gold kam es nach den jüngsten Verlusten zu einer Gegenbewegung, unterstützt von gesunkenen Marktzinsen. Die Feinunze verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 4.539 Dollar.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 92,36 +2,3 2,04 90,32

Brent/ICE 104,63 +2,4 2,41 102,22

Die Ölpreise gaben mit den diplomatischen Friedensbemühungen bei allerdings weiter diffuser Nachrichtenlage um bis zu 1,5 Prozent nach, Brent-Öl kostete zuletzt rund 102,50 Dollar. Dass die Ölpreise im Tagesverlauf ihre Verluste deutlich verringerten, dürfte beigetragen haben, dass der Iran laut der den Iranischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim dazu übergehen könnte, die Straße von Bab al-Mandeb zu schließen oder zu kontrollieren - mit Unterstützung mit dem Iran verbündeter Huthi-Rebellen im Jemen. Die Wasserstraße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet, ist ein entscheidender Engpass für den weltweiten Handel. Dass sich die Rohöllagerbestände in den USA wider Erwarten ausgeweitet hatten, spielte für die Preisfindung keine Rolle.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR +++++

IRAN-KRIEG - Wasserstraßen

Der französische Generalstabschef Fabien Mandon will nach den Worten eines Sprechers der französischen Armee in Kürze eine Videokonferenz mit Ländern abhalten, die bereit sind, sich an einer Mission zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu beteiligen. Die Initiative sei völlig unabhängig vom Ansatz der USA und bleibe defensiv ausgerichtet. Derweil könnte Iran laut der den Iranischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim dazu übergehen, die Straße von Bab al-Mandeb zu schließen oder zu kontrollieren, wobei die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen zu Operationen in dem Gebiet bereit sein sollen. Die Wasserstraße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet, ist ein entscheidender Engpass für den weltweiten Handel.

IRAN-KRIEG

Das Weiße Haus hat dem Iran mit weiteren Angriffen für den Fall gedroht, dass Teheran nicht auf das Friedensangebot der USA eingeht. Die USA würden den Iran "härter treffen als je zuvor", falls Teheran sich nicht auf einen Deal zur Beendigung des Konflikts einlasse, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses.

USA/CHINA

Die wegen des Kriegs im Iran verschobene China-Reise von US-Präsident Donald Trump soll nun am 14. und 15. Mai stattfinden.

WOHNUNGSBAU DEUTSCHLAND

Beim Wohnungsneubau hinkt Deutschland schon seit Jahren dem Bedarf hinterher, jetzt ist ein neuer Tiefpunkt in Sicht. "Die Zahl neu gebauter Wohnungen wird auf unter 200.000 sinken", sagte IG-BAU-Chef Robert Feiger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das ist nicht einmal mehr die Hälfte von dem, was mindestens gebaut werden müsste. Damit wird eine rote Linie gerissen." (RND)

ÖLVERSORGUNG

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie sieht aktuell noch keine Lieferengpässe beim Sprit, sieht aber Versorgungsprobleme bei einem langen Iran-Krieg. "Aktuell drohen keine Lieferengpässe bei Benzin, Diesel oder Heizöl in Europa und damit auch nicht in Deutschland", sagte der Sprecher des Verbands der Rheinischen Post. "Sollte sich die Blockade der Straße von Hormus in nächster Zeit nicht spürbar entspannen, verschärft sich der globale Wettbewerb um das am Markt verfügbare Angebot an Rohöl und Mineralölprodukten. Dann könnte die Versorgung Europas und damit auch Deutschlands in Mitleidenschaft gezogen werden." (Rheinische Post)

SCHIFFFAHRT

Flugbenzin ist bereits knapp, doch die weit größere Gefahr für die weltweiten Lieferketten besteht auf See: In Asien droht ein Engpass bei Bunkertreibstoffen. "Die Befürchtung, dass in asiatischen Häfen der Bunkerkraftstoff ausgeht, ist durchaus berechtigt", sagt Lynn Loo, die Chefin des Global Centre for Maritime Decarbonisation in Singapur. Was sich hier anbahnt, ist mehr als eine Episode steigender Energiepreise. Experten warnen vor einer Versorgungskrise mit Bunkerkraftstoff in Asien, wegen der Bedeutung der dortigen Industrie auch "Fabrik der Welt" genannt. Eine solche Krise könnte deshalb den Welthandel in seinen Grundfesten erschüttern. (Handelsblatt)

AIXTRON

will ein neues Werk in Malaysia bauen. Dafür sind 2026 und 2027 Investitionen von insgesamt rund 40 Millionen Euro vorgesehen. Die im Zusammenhang mit dem Produktionsaufbau erwarteten Anlaufkosten im Jahr 2026 sollen keine Auswirkungen auf die Prognose für das laufende Jahr haben.

CEWE

will im laufenden Jahr weiter wachsen und den Gewinn steigern. Der Fotodienstleister aus Oldenburg kündigte bei Vorlage der vollständigen Jahresbilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres für 2026 ein Umsatzziel zwischen 870 und 900 Millionen Euro an, das wären am oberen Ende der Spanne bis zu 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das EBIT der Gruppe wird zwischen 87 und 93 Millionen Euro erwartet, verglichen mit 88,2 Millionen im Vorjahr. Vor Steuern rechnet das SDAX-Unternehmen mit 86,5 bis 92,5 Millionen Euro Gewinn, nach Steuern mit 59 bis 64 Millionen Euro.

Heidelberg materials

will den Aktionären für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 3,60 Euro pro Aktie zahlen, 30 Cent mehr als im Vorjahr. Damit sollen 28,8 Prozent des Jahresüberschusses an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Analysten hatten mit 3,61 Euro Dividende gerechnet. Zahlen für das abgelaufene Jahr waren bereits Ende Februar veröffentlicht worden.

KONTRON

BERICHTET PROG PROG

GESAMTJAHR Gj25 ggVj Gj25 ggVj Gj24

Umsatz 1.607 -5% 1.663 -1% 1.685

EBITDA 237 +24% 267 +39% 192

Ergebnis nach Steuern/Dritten 141 +56% 152 +67% 91

Ergebnis je Aktie 2,29 +56% 2,44 +66% 1,47

AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet:

- Umsatz: auf und 1,75 bis über 1,8 Mrd Euro abhängig von der Entwicklung des Wallboxgeschäfts

- EBITDA bereinigt: 225 Mio Euro

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro;

STRATEC

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 26, 2026 02:33 ET (06:33 GMT)

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