09.04.2026 07:35:45

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Die Renditen fielen deutlich, denn die mit dem Ölpreisanstieg verbundenen Inflationssorgen gingen wieder etwas zurück und damit auch die Befürchtungen steigender Leitzinsen zur Eindämmung der Inflation. Die Fed dürfte die Zinsen in diesem Jahr zweimal senken, obwohl eine hartnäckige Inflation die Aussichten trüben könnte, mutmaßte Analyst Robert Tipp von PGIM. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung passte da nicht ganz ins Bild. Denn ein anhaltender Iran-Konflikt könnte zu Zinserhöhungen führen, verdeutlichte das Protokoll.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:05 Uhr

EUR/USD 1,1663 +0,0 0,0001 1,1662 1,1692

EUR/JPY 185,18 +0,2 0,2900 184,8900 185,1000

EUR/CHF 0,9228 0,0 0,0000 0,9228 0,9220

EUR/GBP 0,8705 -0,0 -0,0001 0,8706 0,8698

USD/JPY 158,76 +0,1 0,1800 158,5800 158,2800

GBP/USD 1,3392 0,0 0,0000 1,3392 1,3439

USD/CNY 6,8348 +0,1 0,0061 6,8287 6,8287

USD/CNH 6,8335 +0,0 0,0016 6,8319 6,8288

AUS/USD 0,7041 -0,0 -0,0002 0,7043 0,7055

Bitcoin/USD 70.993,47 -0,5 -384,24 71.377,71 70.992,72

Der Dollar stand unter Abgabedruck, der Dollar-Index fiel um 0,8 Prozent. Mit der Entspannung im Nahen Osten reduziere sich die Nachfrage nach dem "sicheren Hafen" Dollar, hieß es.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.717,51 +0,0 1,39 4.716,12

Silber 73,91 -0,3 -0,21 74,12

Platin 2.015,90 -0,7 -13,71 2.029,61

Der Goldpreis stieg mit den Entwicklungen um den Iran-Krieg auf den höchsten Stand seit rund drei Wochen - kam aber im späten Geschäft wieder deutlich zurück. Für die Feinunze ging es 0,5 Prozent nach oben. Die Sorgen vor einer durch steigende Energiepreise angeheizten Inflation nähmen ab, damit schwänden auch Zinserhöhungsspekulationen, hieß es. Zudem stützte der schwache Greenback das Edelmetall.

ÖL

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 97,39 +3,2 2,98 94,41

Brent/ICE 96,97 +2,3 2,22 94,75

Die Erdölpreise verbuchten den höchsten Absturz seit der Covid-Krise, gleichwohl lagen sie noch immer rund ein Drittel über Vorkriegsniveau. Brent verbilligte sich um 11,5 Prozent auf 96,76 Dollar. Einige Marktteilnehmer hielten den Preissturz für übertrieben. Denn es gab Meldungen, dass der Iran weiter seine Nachbarn angriff. Zudem gab es widersprüchliche Angaben zur Öffnung der Straße von Hormus zwischen den Kriegsparteien und auch zur Einbindung des Libanonkonflikts. In der Folge kamen die Ölpreise von den Tagestiefs zurück.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

NATO

Die US-Regierung erwägt einen Plan zur Bestrafung einiger Mitglieder des NATO-Bündnisses. Diese sollen nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump für die USA und Israel während des Iran-Krieges nicht unterstützend agiert haben, wie Regierungsbeamte sagen. Der Vorschlag beinhaltete, US-Truppen aus den Mitgliedsländern des Nordatlantikpakts abzuziehen, die als nicht hilfreich für die Kriegsanstrengungen im Iran erachtet werden. Stattdessen sollen in Ländern stationiert werden, die die US-Militärkampagne stärker unterstützt haben. Der Vorschlag bliebe weit hinter den jüngsten Drohungen von Trump zurück, die USA vollständig aus dem Bündnis zurückzuziehen.

FED-PROTOKOLL

Bei der jüngsten Fed-Sitzung haben die Geldpolitiker durckblicken lassen, dass ein andauernder Konflikt im Nahen Osten Zinserhöhungen nach sich ziehen könnte. Aus dem Protokollen der Fed-Sitzung vom 17. bis 18. März geht hervor, dass die Teilnehmer auf das Risiko hinwiesen, "dass die Inflation angesichts eines andauernden Anstiegs der Ölpreise länger als erwartet erhöht bleibt". Diese Entwicklung, so hieß es, könnte Zinserhöhungen erforderlich machen, um die Inflation auf das Zwei-Prozentziel der US-Notenbank zurückzuführen und die langfristigen Inflationserwartungen fest zu verankern. Die Fed hatte ihren Leitzins am 17. bzw. 18. März wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. In ihrer Erklärung räumte die Fed die "Unsicherheit" aufgrund des Krieges im Nahen Osten ein. Die Prognosen der Mitglieder des Offenmarktausschusses beinhalteten für dieses Jahr mindestens eine weitere Zinssenkung. Ein FOMC-Mitglied prognostizierte allerdings für nächstes Jahr eine Zinserhöhung.

DEUTSCHE BANK / HENKEL

Der Chef des Konsumgüterkonzerns Henkel, Carsten Knobel, soll Mitglied des Kontrollgremiums der Deutschen Bank werden. Dort soll Knobel die freiwerdende Position von Frank Witter übernehmen, der sein Aufsichtsratsmandat aus persönlichen Gründen mit Ablauf der Hauptversammlung am 28. Mai niederlegt, wie der Konzern mitteilte.

LUFTHANSA

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat das Kabinenpersonal der Kernmarke Lufthansa sowie der Zubringerfluggesellschaft Cityline für Freitag zum Streik aufgerufen. Wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) mitteilte, sollen am 10. April im Zeitraum von 00:01 bis 22:00 Uhr alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München bestreikt werden sowie alle Abflüge der Lufthansa Cityline von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Ende März hatten die Ufo-Mitglieder in Urabstimmungen mit klaren Mehrheiten für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt.

ELMOS SEMICONDUCTOR

gibt die Einziehung von 540.000 eigener Aktien bekannt. Wie der Halbleiterkonzern weiter mitteilte, entspricht diese Anzahl rund 3,05 Prozent des Grundkapitals. Um im Hinblick auf potenzielle Aktienrückkaufe in der Zukunft möglichst flexibel agieren zu können, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft entsprechend herabzusetzen. Die Kapitalherabsetzung erfolgt zulasten des Bilanzgewinns oder einer frei verfügbaren Rücklage. Die 540.000 Stückaktien werden aus technischen Gründen erst nach der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2026 eingezogen.

INDEXÄNDERUNG

Die Aktien von Gerresheimer fallen im Rahmen einer außerplanmäßigen Anpassung aus dem SDAX. Grund dafür sei, dass das Unternehmen die Anforderung "fristgerechte Veröffentlichung des geprüften Jahresfinanzberichts" nicht erfüllt habe, teilte Indexbetreiberin Stoxx am Mittwochabend mit. Den Platz von Gerresheimer im SDAX werden die Aktien der Shelly Group einnehmen.

RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL

will die Wiener Addiko Bank übernehmen. Dazu soll den Aktionären ein Angebot von 23,05 Euro je Aktie in bar unterbreitet werden, wie die RBI mitteilte. Auf Basis von 19,5 Millionen ausstehenden Addiko-Aktien wird die Bank somit insgesamt mit rund 450 Millionen Euro bewertet. Die RBI will damit ihren Marktanteil in Kroatien stärken.

IPO/ARXIS

Arcline Investment Management bringt sein Portfoliounternehmen Arxis an die Börse. Der Rüstungszulieferer will rund 1 Milliarde US-Dollar einsammeln. Der Hersteller von elektronischen und mechanischen Komponenten für die Luftfahrt- und Rüstungsindustrie könnte dabei mit über 11 Milliarden Dollar bewertet werden.

===

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 09, 2026 01:36 ET (05:36 GMT)

Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!