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23.04.2026 07:34:45
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Fest - Nachdem US-Präsident Trump eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündet hatte, machte sich wieder Risikobereitschaft breit. Dazu trugen auch vielfach gute Unternehmensergebnisse bei. Dass die Ölpreise mit der weiter nicht passierbaren Straße von Hormus und Berichten über vom Iran beschlagnahmten Schiffen stiegen, tat der Kauflaune - vor allem bei Technologieaktien - keinen Abbruch. Auf ein positives Echo stießen die Erstquartalszahlen von Boeing (+5,5%). GE Vernova schossen um 13,7 Prozent nach oben. Der Stromerzeuger hatte seinen Ausblick angehoben, nachdem er im ersten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet hatte. United Airlines kamen um 5,6 Prozent zurück. Die Fluggesellschaft übertraf zwar die Gewinnerwartungen, senkte aber den Ausblick mit Verweis auf steigende Kerosinkosten. Adobe gewannen 3,5 Prozent - getrieben von einem Aktienrückkaufprogramm. Avis beendeten mit einem Absturz um gut 37 Prozent ihren jüngst spektakulären Höhenflug. Der Aktienkurs des Autovermieters hatte sich im vergangenen Monat mehr als versechsfacht - angetrieben von einem massiven sogenannten "Short Squeeze".
US-ANLEIHEN
Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,80 +0,02 3,81 3,75
5 Jahre 3,93 +0,02 3,93 3,88
10 Jahre 4,31 +0,01 4,31 4,26
Es tat sich wenig, die Renditen blieben auf dem jüngst erhöhten Niveau.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:22
EUR/USD 1,1699 -0,0 -0,0004 1,1703 1,1711
EUR/JPY 186,69 +0,0 0,0700 186,6200 186,8000
EUR/CHF 0,9188 +0,1 0,0005 0,9183 0,9175
EUR/GBP 0,8671 +0,0 0,0003 0,8668 0,8674
USD/JPY 159,56 +0,1 0,0800 159,4800 159,5000
GBP/USD 1,3489 -0,1 -0,0012 1,3501 1,3497
USD/CNY 6,8317 +0,1 0,0042 6,8275 6,8275
USD/CNH 6,8347 +0,0 0,0029 6,8318 6,8312
AUS/USD 0,7147 -0,2 -0,0011 0,7158 0,7156
Bitcoin/USD 77.891,47 -0,7 -561,94 78.453,41 79.167,01
Der Dollar zog im US-Handel etwas an, der Euro kam auf 1,1704 Dollar zurück.
Mit dem Ausbleiben diplomatischer Erfolge bleibt der Dollar als Krisenwährung gefragt - der Dollar-Index zieht am Morgen um 0,1 Prozent an. Analysten verweisen auf die hohen Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die die Risikobereitschaft schmälerten. Die iranische Marine habe über Nacht zwei Containerschiffe in der Straße von Hormus beschlagnahmt, merken die UOB-Analysten an. Dies unterstreiche "anhaltende Spannungen in der strategisch wichtigen Wasserstraße, die nun praktisch geschlossen ist."
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.703,04 -0,7 -34,74 4.737,78
Silber 76,14 -2,0 -1,55 77,70
Platin 2.038,40 -1,7 -36,04 2.074,44
Der Goldpreis erholte sich leicht vom Rücksetzer am Vortag, die Feinunze verteuerte sich um 26 Dollar auf 4.738 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 94,31 +1,5 1,35 92,96
Brent/ICE 103,29 +1,4 1,38 101,91
Die Ölpreise stiegen weiter, weil die Straße von Hormus ungeachtet der verlängerten Waffenruhe gesperrt blieb. Dazu sorgte die Beschlagnahme zweier Schiffe durch den Iran für erhöhte Nervosität. Brent-Öl verteuerte sich um 3,0 Prozent auf 101,44 Dollar.
+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR +++++
IRAN-KRIEG
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat Teheran als weiterhin offen für Dialog bezeichnet, Washington aber zugleich vorgeworfen, die Aussichten auf sinnvolle Verhandlungen durch Vertragsbrüche, eine anhaltende Blockade und fortwährende Drohungen zu untergraben. In einem Beitrag in den sozialen Medien kritisierte Pezeshkian die USA für ihre "endlosen heuchlerischen" Botschaften, während die Spannungen angesichts stockender diplomatischer Bemühungen hoch blieben.
AUTOMARKT
Der europäische Automarkt hat im März dank eines starken Absatzes von Elektroautos einen Satz nach vorn gemacht. Wie Acea mitteilte, stieg der Absatz in der EU, der Freihandelszone Efta und in Großbritannien um 11 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 1,58 Millionen Fahrzeuge. Für das erste Quartal stand wegen der schwachen Vormonate ein Plus von lediglich 4,1 Prozent zu Buche. Im März stieg allein der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen um 42 Prozent, jener von Plugin-Hybriden um 32 Prozent. Dagegen schrumpften die Verkäufe von Benzinern um 10 Prozent und von Dieselfahrzeugen um 14 Prozent. Tesla und BYD wiesen kräftige Wachstumsraten auf. Der Absatz von Tesla kletterte um 84 Prozent. Der chinesische Konkurrent BYD steigerte seine Verkäufe um knapp 150 Prozent. Bei den deutschen Herstellern stieg der Absatz des Volkswagen-Konzerns um 4,8 Prozent. BMW verbuchte ein Plus von 15,4 Prozent. Bei Mercedes-Benz dagegen stiegen die Verkäufe nur um 0,3 Prozent.
Kurz vor der Automesse in Peking fallen die deutschen Hersteller auf dem größten Markt der Welt für Elektroautos auf ein historisches Tief. Der gemeinsame Marktanteil von Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche bei batterieelektrischen Fahrzeugen in China lag im ersten Quartal 2026 bei nur noch 1,6 Prozent - so wenig wie nie zuvor. Das zeigen Daten des Branchendiensts Marklines für das Handelsblatt. (Handelsblatt)
FLATEXDEGIRO
Nachfolgend die Erstquartalszahlen und Konsensschätzungen (in Millionen Euro):
BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 2026 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25
Umsatz 174 +19% 166 +13% 146
Provisionserträge 116 +18% 115 +17% 98
Zinserträge 49 +15% 46 +6,5% 43
EBITDA 87 +26% 84 +21% 69
Konzernergebnis 54 +28% 52 +25% 42
RTL
hat grünes Licht aus Brüssel für die im Juni 2025 vereinbarte Übernahme von Sky Deutschland erhalten - ohne Auflagen. RTL erwartet den Abschluss der Transaktion zum 1. Juni. Verkäufer ist der US-Konzern Comcast. Das Unternehmen geht davon aus, innerhalb von drei Jahren nach Abschluss der Transaktion jährliche Synergien von 250 Millionen Euro zu erzielen.
SARTORIUS
Der Labor- und Pharmazulieferer hat im ersten Quartal Umsatz und operativen Gewinn gesteigert, blieb damit aber leicht hinter den Analystenerwartungen zurück. Die Jahresprognose bestätigte der Konzern. Für die drei Monate von Januar bis März wies Sartorius einen Umsatz von 899,1 Millionen Euro aus, das waren nominal nur 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wechselkursbereinigt lag das Wachstum jedoch bei 7,5 Prozent und damit knapp unter dem mittelfristig erwarteten Umsatzwachstum von 8 bis 11 Prozent. Das EBITDA verbesserte sich um 1,6 Prozent auf 267,3 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge sank leicht von 29,8 auf 29,7 Prozent. Analysten hatten einen Anstieg erwartet.
STABILUS
hat im zweiten Geschäftsquartal einen Rückgang des operativen Gewinns und des Umsatzes verbucht, aber dennoch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das EBIT sank auf 34,1 von 37,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 31 Millionen gerechnet. Die Marge betrug 11,2 Prozent, die Erwartung hatte auf 10,5 Prozent gelautet. Der bereinigte freie Cashflow sank auf 4,1 von 18,1 Millionen, was Stabilus mit einem Aufbau des Nettoumlaufvermögens begründete. Der Umsatz sank um 9,8 Prozent auf 305 Millionen Euro, was einem organischen Rückgang um 6,6 Prozent entsprach. Der Konsens hatte auf 295 Millionen gelautet. Stabilus rechnet für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin mit Einnahmen von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro, einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 10 und 12 Prozent sowie einem bereinigten Free Cashflow von 80 bis 110 Millionen Euro.
CARREFOUR
hat im ersten Quartal einen Umsatz von 21,08 Milliarden Euro erzielt, auf flächenbereinigter Basis entsprechend einem Plus von 2,2 Prozent. Analysten hatten 21,88 Milliarden erwartet. Für das Gesamtjahr rechnet Carrefour weiterhin mit einem Wachstum des bereinigten operativen Ergebnisses, einem Wachstum der operativen Marge um mehr als 25 Basispunkte, einem Wachstum des Netto-Cashflows und einem Wachstum des bereinigten Ergebnisses im hohen einstelligen Bereich.
ESSILORLUXOTTICA
hat im ersten Quartal ein weiterhin zügiges Umsatzwachstum verzeichnet, angetrieben von der Nachfrage nach mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Brillen. Der Umsatz wuchs währungsbereinigt um 11 Prozent auf 7,13 Milliarden Euro, was den Erwartungen entsprach.
L'OREAL
hat im ersten Quartal seinen Umsatz gesteigert und ist trotz der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten optimistisch zu den Aussichten für den globalen Kosmetikmarkt. Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 12,15 Milliarden Euro, auf vergleichbarer Basis um 7,6 Prozent. Analysten hatten 11,7 Milliarden Euro getippt.
NESTLE
hat für das erste Quartal einen Umsatzrückgang gemeldet. Der neue Vorstandsvorsitzende Philipp Navratil treibt unterdessen den Plan für einen tiefgreifenden Umbau der Unternehmensstruktur des Lebensmittelkonzerns weiter voran. Der Konzern meldete einen Umsatz von 21,32 Milliarden Schweizer Franken verglichen mit 22,6 Milliarden Franken im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem Umsatz von 21,27 Milliarden Franken gerechnet. Auf organischer Basis wuchs der Umsatz im ersten Quartal um 3,5 Prozent. Der Analystenkonsens war von einem organischen Wachstum von 2,4 Prozent ausgegangen.
ROCHE
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
April 23, 2026 01:35 ET (05:35 GMT)
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