19.05.2026 07:45:42

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Das japanische Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal 2026 beschleunigt. Das reale BIP wuchs im Zeitraum von Januar bis März um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das Wachstum fiel damit stärker aus als die Zunahme von 0,2 Prozent im vierten Quartal und übertraf die Prognose von Ökonomen, die mit 0,4 Prozent gerechnet hatten. Die Entwicklung stützt die Argumente für eine weitere Zinserhöhung, da der Nahostkonflikt die Inflationsrisiken erhöht.

CHINA-INVESTITIONEN

China investiert wieder mehr in Europa und baut dabei so viele Fabriken wie nie zuvor. Sogenannte Greenfield-Investitionen, bei denen keine Unternehmen aufgekauft, sondern neue Produktionsstätten errichtet werden, stiegen 2025 auf einen Höchstwert: Sie erreichten einen Wert von fast 9 Milliarden Euro - eine Steigerung von 51 Prozent gegenüber 2024. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der China-Denkfabrik Merics und der Rhodium Group, die dem Handelsblatt vorliegt. (Handelsblatt)

E-AUTO-PRÄMIE

Der Automobilforscher Ferdinand Dudenhöffer hat die ab diesem Dienstag beantragbare E-Auto-Prämie angesichts der zwischenzeitlich gestiegenen Nachfrage nach rein elektrischen Fahrzeugen als überflüssige Steuergeldverschwendung kritisiert. "Das Geld hätte man sich sparen können, das hätte der Markt selbst geregelt", sagte Direktor des Bochumer Center Automotive Research der Augsburger Allgemeinen. "Schade um das Steuergeld, das nun an anderer Stelle wieder eingespart werden muss", betonte Dudenhöffer. (Augsburger Allgemeine)

PROSIEBENSAT1

Chef Marco Giordani hat im Zuge des Konzernumbaus weitere Beteiligungsverkäufe in Aussicht gestellt: Nahezu alle Beteiligungen könnten potenziell verkauft werden, sagte Giordani dem Handelsblatt. Das werde aber nicht alles auf einmal passieren, zumal der Markt aktuell angespannt sei, sagte der Manager. Die Onlineparfümerie Flaconi soll zunächst im Portfolio verbleiben. Das Unternehmen laufe sehr gut und habe aus seiner Sicht weiteres Wachstumspotenzial. "Daher haben wir keine Eile, Flaconi zu verkaufen, auch wenn es nicht zum Kerngeschäft gehört", sagte der Manager. Für einen Rückzug von der Börse sieht er derzeit keine Anhaltspunkte. Ein Delisting sei eine Entscheidung, die der Mehrheitseigner MFE jederzeit treffen könne, so Giordani. "Aber soweit ich weiß, ist das aktuell nicht geplant." (Handelsblatt)

VOLKSWAGEN

Der Autobauer hat bereits 2024 Gespräche mit chinesischen Autobauern über mögliche Kooperationen in deutschen Werken geführt. Das berichten mehrere Insider dem Handelsblatt. Konkret soll es darum gegangen sein, ungenutzte Kapazitäten in Fabriken wie Emden mithilfe chinesischer Partner auszulasten. Diskutiert worden sei unter anderem eine Zusammenarbeit mit dem VW-Partner SAIC. Volkswagen wollte sich dazu nicht äußern. Aktuell denkt die Konzernführung um Vorstandschef Oliver Blume darüber nach, Technik und Modelle aus China nach Europa zu holen. Hintergrund sind die hohen Überkapazitäten im Konzern. Trotz laufender Sparprogramme hat Volkswagen nach eigenen Angaben Kapazität für rund eine Million Fahrzeuge zu viel im System, etwa die Hälfte davon in Europa. (Handelsblatt)

VONOVIA

hat den Kapitalmarkt in Großbritannien und Australien angezapft mit der Platzierung zweier Anleihen im Volumen von 400 Millionen Pfund und 300 Millionen australische Dollar. Die Erlöse sollen insbesondere für Refinanzierungen verwendet werden.

DELIVERY HERO

Uber Technologies hat seine Beteiligung massiv ausgebaut und kommt nun laut einer Pflichtmitteilung auf eine direkte Beteiligung von 19,5 Prozent und Optionen auf weitere 5,6 Prozent. Damit ist der Fahrdienstvermittler nun der größte Aktionär bei dem MDAX-Konzern. Prosus kommt auf 16,83 Prozent, Aspex Management mit Sitz in Hongkong auf 14,55 Prozent. Delivery Hero wertet die zusätzliche Investition von Uber als "eine weitere Bestätigung seiner Plattform und seiner Everyday-App-Strategie". Von Uber hieß es, dass derzeit nicht die Absicht bestehe, 30 Prozent oder mehr der Stimmrechte zu erwerben. Auch werde keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen angestrebt, die über die gewöhnliche Stimmrechtsausübung hinausgehe.

UNIPER

Gut dreieinhalb Jahre nach der staatlichen Milliarden-Rettung des Energiekonzerns Uniper leitet die Bundesregierung am Dienstag den weitgehenden Wiederverkauf des Unternehmens ein. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (SZ) sieht das nun fertiggestellte Privatisierungskonzept des Finanzministeriums vor, dass der Bund seine Beteiligung an dem Gas- und Stromversorger vom Ende dieses Jahres an von heute 99,1 Prozent auf 25 Prozent plus eine Aktie reduziert.

STANDARD CHARTERED

strebt mittelfristig höhere Renditen an und will Stellen in den Unternehmensfunktionen abbauen, während zugleich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ausgeweitet wird. Die Bank plant im Jahr 2028 eine Eigenkapitalrendite von mehr 15 Prozent. Bis 2030 soll dieser Wert auf etwa 18 Prozent steigen.

ING DEUTSCHLAND

Die Bank schickt sich an, neue Standards am privaten Baufinanzierungsmarkt zu etablieren. ING und ihre Tochtergesellschaft Interhyp bieten ab sofort mittels KI-Einsatzes für bestimmte Immobilienkredite eine voll digitale und rechtsverbindliche Kreditprüfung binnen 30 Minuten an. Üblich sei im Markt eine Dauer von im Schnitt zehn Bankarbeitstagen, so Ralph Müller, Chief Operations Officer der ING Deutschland. (Börsen-Zeitung)

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 19, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)

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