18.06.2026 07:32:45

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Euro. Bei Berenberg hieß es mit Blick auf das Urteil, hier könne man auch eine Münze werfen.

XETRA-NACHBÖRSE

Bayer zeigten sich unbewegt davon, dass die Tochter Monsanto ihren 7,25 Milliarden Dollar schweren Sammelvergleich um den Unkrautvernichter Roundup nicht vor einem Bundesgericht in Kalifornien verhandeln muss. Das zuständige Gericht in Missouri hatte den Vergleich Anfang März vorläufig gebilligt, endgültig steht die Zustimmung aber noch aus. Einzelne Klägeranwälte hatten versucht, den Sammelvergleich von Missouri an ein Gericht in Kalifornien zu verlegen.

USA - AKTIEN

Schwächer - Die Zinsprojektionen der US-Notenbank sorgten an den US-Börsen für einen Richtungswechsel. Der sogenannte Dot-Plot fiel falkenhafter aus als noch bei der Sitzung im März. Von 18 Notenbankern halten nun neun mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr für angemessen, im März war noch keiner dieser Ansicht. Acht Vertreter erwarten dagegen unveränderte Zinsen, einer rechnet mit einer Zinssenkung. Am Zinsterminmarkt, wo für den Septembertermin zuletzt mit gut 25-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung eingepreist wurde, stieg dieser Wert auf rund 65 Prozent. Dass die Fed aktuell die Leitzinsen unverändert ließ, war so allgemein erwartet worden. Die anfangs noch für Zuversicht und steigende Kurse sorgenden durchgesickerte Details des US-iranischen Friedensabkommens, das am Freitag unterzeichnet werden soll, verloren mit den Fed-Verlautbarungen ihre Wirkung. SpaceX zeigten sich nach den fulminanten ersten drei Handelstagen erstmals mit Einbußen. Die Aktie verbilligte sich um 4,9 Prozent auf knapp 192 Dollar. Zum Vergleich: Die Aktie war zu 135 Dollar ausgegeben worden. Nun dürften einige Akteure Gewinne mitgenommen haben, so Marktbeobachter. Nach dem sehr schwachen Vortag kam es bei Halbleiteraktien zu einer Erholung: AMD stiegen um 1,0, Arm um 5,7, Broadcom um 4,3 oder Intel um 3,5 Prozent. La-Z-Boy schnellten um 14,8 Prozent nach oben. Der Polstermöbelhersteller hatte höhere Gewinne berichtet, die zudem die Erwartungen übertrafen. CarMax rutschen um 9,0 Prozent ab. Der Gebrauchtwagenhändler kurbelte im jüngsten Quartal zwar den Absatz an, dies ging jedoch zu Lasten des Gewinns.

US-ANLEIHEN

Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,21 +0,17 4,22 4,04

5 Jahre 4,28 +0,13 4,28 4,15

10 Jahre 4,50 +0,07 4,50 4,43

Die Anleiherenditen zogen als Reaktion auf die falkenhafteren Zinsprojektionen deutlich an, im Zehnjahresbereich um 7 Basispunkte auf 4,50 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:24

EUR/USD 1,1517 +0,2 0,0018 1,1499 1,1590

EUR/JPY 184,99 +0,1 0,2400 184,7500 185,7100

EUR/CHF 0,9203 +0,1 0,0006 0,9197 0,9192

EUR/GBP 0,8653 +0,0 0,0002 0,8651 0,8653

USD/JPY 160,6 -0,0 -0,0300 160,6300 160,2200

GBP/USD 1,3305 +0,1 0,0014 1,3291 1,3391

USD/CNY 6,7615 +0,1 0,0038 6,7577 6,7577

USD/CNH 6,7638 -0,2 -0,0122 6,7760 6,7594

AUS/USD 0,7033 +0,3 0,0019 0,7014 0,7069

Bitcoin/USD 63.860,55 -0,8 -501,57 64.362,12 65.847,36

Der Dollar zog mit den Marktzinsen kräftig an. Der Euro rutschte von Ständen um 1,1590 auf zuletzt 1,1494 Dollar ab, den niedrigsten Stand seit Ende März.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.322,13 +1,5 64,45 4.257,68

Silber 69,20 +1,8 1,21 67,99

Platin 1.763,18 +1,5 26,37 1.736,81

Der Goldpreis, der zuvor noch gestiegen war, büßte nach den Fed-Aussagen über den Tag 86 Dollar auf 4.245 ein. Zum einen verliert das Edelmetall bei höheren Zinsen an Attraktivität als Anlage, zum anderen wird es durch den steigenden Dollar für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer.

ÖL

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 74,5 -3,0 -2,29 76,79

Brent/ICE 77,71 -2,3 -1,84 79,55

Die Rohölpreise stabilisierten sich, nachdem sie an den Vortagen mit der Aussicht auf die Wiederöffnung der Straße von Hormus massiv gefallen waren. Analyst Neil Crosby von Sparta Commodities sieht dennoch weiteres Abwärtspotenzial, sollte das Abkommen beschlossen werden. "Brent dürfte um weitere 5 bis 10 US-Dollar pro Barrel fallen", mutmaßte der Experte. Und die Internationale Energieagentur (IEA) glaubt, dass der Golf-Schock den Ölverbrauch stark senken dürfte, bis sich die Ströme durch die Straße von Hormus allmählich normalisieren. Dies könne die Voraussetzung für einen Angebotsanstieg schaffen, der das Nachfragewachstum übertreffe. Am frühen Donnerstag geraten die Ölpreise mit der Nachricht vom Friedensabkommen Iran/USA wieder unter Druck.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR +++++

IRAN-KRIEG

US-Präsident Donald Trump hat sein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges verteidigt. Er sagte, er habe eine "wirtschaftliche Katastrophe" vermeiden wollen. Diese hätte eintreten können, wenn der von den USA begonnene Konflikt angedauert hätte.

HANDELSPOLITIK USA / INDIEN

Ein Handelsabkommen mit Indien sei "sehr nahe", sagte Präsident Trump gegenüber Reportern bei einem Briefing mit Premierminister Narendra Modi auf dem G-7-Gipfel in Frankreich. Die beiden Länder haben mehrere Verhandlungsrunden über Zölle geführt. Im Februar hieß es, sie hätten eine Einigung über die Senkung der US-Abgaben auf indische Waren erzielt, ein endgültiges Abkommen steht jedoch noch aus. In einem Beitrag auf X teilte Modi mit, er und Trump hätten bei ihrem Treffen im französischen Evian die andauernden Fortschritte in der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Energie, Verteidigung und Technologie erörtert.

BAYER

Die Tochter Monsanto muss ihren 7,25 Milliarden Dollar schweren Sammelvergleich um den Unkrautvernichter Roundup nicht vor einem Bundesgericht in Kalifornien verhandeln. Ein Bundesrichter verwies den Fall zurück an den Missouri State Court. Bei dem Gericht sind die allermeisten Klagen zu Roundup anhängig, wie Bayer mitteilte. Bayer hatte sich im Februar mit den großen Schadensersatzkanzleien in den USA auf einen Vergleich im Gesamtvolumen von bis zu 7,25 Milliarden Dollar geeinigt, der sämtliche bisherigen und künftigen Klagen abdeckt, bei denen eine Erkrankung am Non-Hodgkin-Lymphom auf den Einsatz von Roundup zurückgeführt wird. Die Zahlungen sollen über zwanzig Jahre gestreckt, der größte Teil davon soll aber in diesem Jahr gezahlt werden. Das zuständige Gericht in Missouri hatte den Vergleich Anfang März vorläufig gebilligt, endgültig steht die Zustimmung aber noch aus. Einzelne Klägeranwälte hatten versucht, den Sammelvergleich von Missouri an ein Gericht in Kalifornien zu verlegen.

LANXESS

hat eine Anleihe über 500 Millionen Euro begeben. Das Orderbuch war nach Angaben des Kölner MDAX-Konzerns mehrfach überzeichnet. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Coupon von 4,375 Prozent. Die Transaktion diene der allgemeinen Unternehmensfinanzierung sowie der Rückzahlung einer im Oktober 2026 fälligen Anleihe über 500 Millionen Euro, hieß es weiter.

GSK / SPERO THERAPEUTICS

GSK und Spero Therapeutics haben von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für ihr orales Antibiotikum Utebzi zur Behandlung komplizierter Harnwegsinfektionen erhalten.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 18, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)

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