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10.07.2026 07:29:44
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 72,25 +0,2 0,17 72,08
Brent/ICE 76,64 +0,5 0,34 76,30
Die Ölpreise gaben mit der Trump-Aussage, dass der Iran ein Abkommen wolle, deutlicher nach. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent fiel um 2,2 Prozent auf 76,30 Dollar, nachdem er am Vortag noch über der Marke von 80 Dollar gelegen hatte. Die Analysten der ING warnten indes, dass der Markt viel zu schnell auf eine Angebotsnormalisierung am Persischen Golf setze.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
GELDPOLITIK USA
Nach Ansicht des Präsidenten der New Yorker Fed sollten die Ölpreise letztendlich zurückgehen. Die Inflation sei das größere Risiko für das doppelte Mandat der US-Notenbank. Die Inflation sei nach wie vor "viel zu hoch" und der Arbeitsmarkt erscheine stabil, sagte John Williams, bei einer Veranstaltung der Federal Reserve Bank of New York.
ELEKTRIFIZIERUNGSZIEL
Die EU-Kommission will ein europaweites Elektrifizierungsziel festlegen. Es soll definieren, wie stark Verkehr, Gebäude und Industrie künftig mit Strom statt mit Öl-, Gas- oder Kohleenergie betrieben werden. Das geht aus dem Aktionsplan zur Elektrifizierung hervor, der dem Handelsblatt vorliegt und kommende Woche offiziell vorgestellt werden soll. Hintergrund ist die hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in Europa. Durch das Elektrifizierungsziel will die Kommission den Einbau von Wärmepumpen vorantreiben und den Absatz von Elektroautos erhöhen. Länderspezifische Ziele soll es jedoch nicht geben. (Handelsblatt)
KI DEUTSCHLAND
Die Monopolkommission hat ihr neues Hauptgutachten Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) übergeben und fällt ein hartes Urteil: Deutsche Unternehmen zögern beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, investieren zu wenig und verlieren Zeit im internationalen Wettbewerb. "Es gibt eine gewisse Trägheit in den Unternehmen, den Schritt zur KI-Adoption zu wagen", sagte Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, dem Handelsblatt. Zugleich verlagere sich die Wertschöpfung aus Deutschland heraus. (Handelsblatt)
COMMERZBANK
Chefin Bettina Orlopp sieht den Ausbau der Beteiligung durch Unicredit auf fast 50 Prozent der Stimmrechte nicht als Scheitern. "Als wir im September 2024 gestartet sind, war der Aktienkurs noch nicht da, wo er sein sollte. Wir haben seither eingelöst, was wir versprochen haben", sagte Orlopp der FAZ. Unicredit hatte nach dem Aktientauschangebot seinen Zugriff auf knapp die Hälfte der Stimmrechte ausgebaut, faktisch stehen diese nach Orlopps Darstellung aber erst nach einer Genehmigung durch die Aufsicht zur Verfügung. (FAZ)
INFINEON
Der Chiphersteller bittet die Kunden stärker zur Kasse. "In Teilbereichen erhöhen wir die Preise", sagte Finanzvorstand Sven Schneider dem Handelsblatt. Und es könnte bald noch teurer werden: "Es kann in bestimmten Bereichen schnell passieren, dass wir wieder in Allokation gehen." Das heißt: Die knappe Ware wird zugeteilt, die Abnehmer müssen um ihre Lieferungen bangen. Die Situation ändert sich gerade grundlegend. Noch zu Jahresbeginn standen viele Maschinen ungenutzt herum. Lediglich die sogenannten Leistungshalbleiter für die Stromversorgung von Rechenzentren verzeichneten einen Boom. Hier schafft es der DAX-Konzern schon seit Monaten nicht mehr, den Bedarf zu decken. Inzwischen aber läuft auch das für Infineon wichtige Geschäft mit der Autobranche sowie anderen Industrien wieder besser. (Handelsblatt)
DWS
Der Vermögensverwalter plant eine Umfirmierung. Damit will die Tochter der Deutschen Bank ihre Sichtbarkeit bei institutionellen Kunden über den deutschen Heimatmarkt hinaus steigern. Wie mit der Angelegenheit vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Bloomberg sagten, will sich die DWS noch in diesem Jahr in "Deutsche Asset Management" umbenennen. Mit diesem Schritt wolle die DWS stärker von der weltweiten Bekanntheit der Deutschen Bank profitieren, die 80 Prozent der DWS-Aktien hält. Die Deutsche Bank habe keine Pläne, die vollständige Kontrolle über ihre Vermögensverwaltungssparte zeitnah zurückzugewinnen, sagten die Informanten. Die derzeitige Marke werde in Deutschland beibehalten. (Bloomberg)
OHB
Das Raumfahrtunternehmen hat mit seiner Kapitalerhöhung brutto rund 484 Millionen Euro eingenommen. Die erste Tranche aus rund 1,61 Millionen neuen Aktien sowie weitere rund 1,39 Millionen bestehende Aktien aus dem Bestand des Investors KKR wurden zu einem Preis von 300 Euro je Aktie vollständig bei internationalen Investoren platziert, wie das Unternehmen mitteilte. Die Privatplatzierung endete am 24. Juni 2026.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/flf
(END) Dow Jones Newswires
July 10, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
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