15.07.2026 07:30:48

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Der Dollar folgte den Anleiherenditen nach unten. Der Dollar-Index reduzierte sich um 0,3 Prozent. Der Greenback baut seine Abgaben im asiatischen Handel am Mittwoch noch leicht aus.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.026,17 -0,7 -27,73 4.053,90

Silber 58,26 -0,6 -0,37 58,63

Platin 1.628,13 -0,2 -3,62 1.631,75

Der Goldpreis erholte sich von seinem Einbruch vom Wochenbeginn. Das Edelmetall profitierte von der Abwertung des Dollar und den sinkenden Marktzinsen. Im asiatischen Handel zur Wochenmitte gibt der Goldpreis einen Teil der Gewinne wieder ab. Die Unterstützungsmarke von 4.000 Dollar je Unze für das gelbe Metall scheine zwar intakt zu sein, es gebe aber "wenig Überzeugung, dass weiterer Stress an den Finanzmärkten zu signifikanten Zuflüssen in das Edelmetall führen wird", so Ipek Ozkardeskaya von Swissquote.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 79,79 +0,6 0,45 79,34

Brent/ICE 85,48 +0,9 0,75 84,73

Die Ölpreise zogen mit der jüngsten Entwicklung im Iran-Krieg zunächst kräftig an, zusätzlich befeuert von der Drohung des US-Präsidenten, Frachtschiffe mit Gebühren zu belegen, die die Straße von Hormus passieren. Später ruderte Trump aber zurück. Statt 20 Prozent Gebühren auf die transportierte Fracht sollen Golf-Anrainerstaaten Handels- und Investment-Vereinbarungen mit den USA abschließen. Dies ließ die Preise von ihren Tageshochs zurückkommen. Der Preis für ein Barrel Brentöl stand zuletzt rund 2 Prozent höher bei knapp 85 Dollar. Im asiatischen Handel am Mittwoch legt der Ölpreis wieder zu, nachdem die USA die Seeblockade gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt haben. Zudem haben die USA die Angriffe gegen den Iran fortgesetzt.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

Chinas Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal des Jahres trotz robuster Exporte stärker als erwartet abgekühlt, da Kommunalverwaltungen und private Haushalte ihre Ausgaben zurückfuhren. Wie aus veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht, wuchs das Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Quartal von April bis Juni um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit verlangsamte sich das Wachstum gegenüber den 5,0 Prozent des Vorquartals. Das Wachstum im zweiten Quartal verfehlte die von Ökonomen in einer Umfrage von The Wall Street Journal prognostizierte Expansion von 4,5 Prozent. Trotz der deutlichen Verlangsamung bleibt Peking auf Kurs, sein gesenktes Wachstumsziel von 4,5 bis 5,0 Prozent für das Jahr zu erreichen. Chinas BIP wuchs im ersten Halbjahr um 4,7 Prozent. Die stotternde Binnennachfrage hat jedoch Befürchtungen vor einem stärkeren Abschwung im weiteren Jahresverlauf geschürt. Dies weckt die Hoffnung auf eine weitere politische Lockerung.

NAGARRO

Der Konzernabschluss und der Lagebericht des IT-Dienstleisters für das Geschäftsjahr 2022 sind laut der Finanzaufsicht Bafin fehlerhaft. Nagarro sieht das jedoch anders und hat Widerspruch gegen den Bescheid der Bafin eingereicht. Nach sorgfältiger Prüfung und Abstimmung mit den Abschlussprüfern und externen Beratern sei der Vorstand weiterhin der Auffassung, dass kein Fehler im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes vorliege, so Nagarro.

KONTRON

hat eine Vertragsverlängerung im Bahn-Sektor erhalten. Wie der IT-Konzern mitteilte, hat er einen bestehenden Rahmenvertrag mit einem europäischen Bahnbetreiber verlängert, der Wartungs- und Security-Leistungen bis Ende 2035 mit der Option der Verlängerung bis 2040 vorsieht. Das Volumen liegt bei knapp 100 Millionen Euro.

ASML

hat seine Jahresprognose zum zweiten Mal angehoben. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Unternehmen sich um die Halbleiterfertigungsanlagen des Konzerns reißen, da der Wettlauf um den Aufbau von Infrastruktur für KI Chips zu einem begehrten Gut macht. ASML teilte mit, dass das Unternehmen einen Jahresumsatz zwischen 43 Milliarden und 45 Milliarden Euro prognostiziere, was einer Spanne von 49,11 Milliarden bis 51,39 Milliarden US-Dollar entspreche. Die bisherige Prognose hatte bei 36 Milliarden bis 40 Milliarden Euro gelegen. Unterdessen werde die Bruttomarge - eine viel beachtete Kennzahl für Preissetzungsmacht und Rentabilität - zwischen 54 und 56 Prozent erwartet, verglichen mit zuvor 51 bis 53 Prozent.

DOCMORRIS

hat sein Wachstum im zweiten Quartal beschleunigt. Die Online-Apotheke profitierte von einem starken Umsatzanstieg im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland. Der Konzern bestätigte sein EBITDA-Ziel für das Gesamtjahr. Der Außenumsatz stieg um 15 Prozent auf 310 Millionen Franken. Im deutschen Markt betrug das Wachstum ebenfalls 15 Prozent auf 292 Millionen Franken. Dabei legte das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) um 46 Prozent auf knapp 80 Millionen Franken zu. Mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten (Non-Rx) erzielte Docmorris in Deutschland einen Umsatz von 212 Millionen Franken, ein Plus von 6,7 Prozent zum Vorjahr.

RIO TINTO

hat mehr Eisenerz aus seinen australischen Minen verschifft als erwartet. Der Bergbaukonzern verwies auf eine gute operative Leistung. Der Minenbetrieb habe sich von zwei tropischen Wirbelstürmen zu Beginn des Jahres erholt. Zudem senkte der Konzern die Prognose für die Kosten im Kupfergeschäft.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 15, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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