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23.07.2026 07:30:02
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Wenig verändert - Marktteilnehmer sprachen von Zurückhaltung im Vorfeld der anstehenden wichtigen Quartalszahlen aus dem Technologiesektor. Investoren kehrten vor den wichtigen Quartalszahlen wieder zu KI-Titeln zurück, wobei Alphabet der nächste wichtige Test für die Investitionsbereitschaft und die Monetarisierung von Cloud bzw. KI ist", hieß es von der Tickmill Group. Bremsend wirkte auch die anhaltende Eskalation im Iran-Krieg. Super Micro Computer sprangen 19,8 Prozent nach oben. Der Umsatz des Konzerns lag im vierten Geschäftsquartal zwar am unteren Ende des Prognosekorridors, die Bruttomarge fiel jedoch etwa doppelt so hoch aus. Überdies berichtet das Unternehmen über kurzfristige Aufträge von über 60 Milliarden Dollar. Die Aktien der Wettbewerber Dell und Hewlett-Packard Enterprise stiegen um 9,3 bzw. 3 Prozent. AT&T gewannen 3,5 Prozent. Das Telekommunikationsunternehmen hatte im zweiten Quartal einen Rekord bei kombinierten Nettozugängen bei Glasfaser und Fixed Wireless verbucht. GE Vernova verloren 8,7 Prozent. Das Energieunternehmen enttäuschte im zweiten Quartal mit der Gewinnentwicklung. Philip Morris International hatte im zweiten Quartal mehr umgesetzt. Der Tabakkonzern verdiente bereinigt zudem mehr als erwartet - der Kurs legt um 3,3 Prozent zu.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,30 +0,04 4,31 4,25
5 Jahre 4,40 +0,03 4,41 4,36
10 Jahre 4,66 +0,03 4,66 4,62
Die Renditen stiegen weiter, zehnjährige US-Staatsanleihen warfen mit 4,66 Prozent 3 Ticks mehr ab. Damit verharrten die Renditen am Zweimonatshoch. "Der Fokus des Marktes hat sich in den letzten 24 Stunden wieder auf die Inflation gerichtet", erläuterte Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank mit Blick auf die höchsten Ölpreise seit über einem Monat.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:09
EUR/USD 1,1428 +0,2 0,0018 1,1410 1,1409
EUR/JPY 186,41 +0,1 0,2400 186,1700 185,9700
EUR/CHF 0,9295 +0,0 0,0002 0,9293 0,9263
EUR/GBP 0,8538 +0,1 0,0008 0,8530 0,8530
USD/JPY 163,08 -0,0 -0,0500 163,1300 162,9900
GBP/USD 1,338 +0,1 0,0009 1,3371 1,3370
USD/CNY 6,7688 -0,1 -0,0037 6,7725 6,7656
USD/CNH 6,7686 -0,1 -0,0064 6,7750 6,7672
AUS/USD 0,7012 +0,2 0,0016 0,6996 0,7006
Bitcoin/USD 65.644,84 -0,4 -240,62 65.885,46 66.636,24
Der Dollar trat derweil auf der Stelle. Marktbeobachter sahen den Greenback aber mit steigenden Zinserwartungen kurzfristig im Aufwind.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.121,85 -0,2 -7,50 4.129,35
Silber 59,61 -0,2 -0,10 59,71
Platin 1.651,43 +0,4 6,68 1.644,75
Bei Gold nutzten Anleger die jüngsten Verluste zum Kauf - auch dank des schwächelnden Dollar; die Feinunze verteuert sich um 1,9 Prozent.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 88,14 +1,5 1,31 86,83
Brent/ICE 96,05 +2,1 1,98 94,07
Laut US-Außenminister Marco Rubio meint es der Iran mit Friedensgesprächen nicht ernst. Die Aussagen trieben die Ölpreise weiter nach oben. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 93,22 Dollar. Die Ölpreise setzen ihren Anstieg im asiatischen Handel am Donnerstag fort, nachdem die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen nach eigenen Angaben zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer angegriffen haben.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
DAIMLER TRUCK
wird dank des US-Geschäfts zuversichtlicher für das Geschäftsjahr. Der DAX-Konzern hat die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Er verweist auf aktualisierte US-Zollregelungen und höhere erwartete Absatzzahlen für Trucks North America. Im zweiten Quartal erzielte Daimler Truck nach vorläufigen Geschäftszahlen ein bereinigtes EBIT von 838 Millionen Euro. Der Umsatz im Industriegeschäft betrug 11,4 Millionen Euro, womit die bereinigte Umsatzrendite 6,8 Prozent erreichte. Der freie Cashflow belief sich auf 1,762 Milliarden Euro. Den Halbjahresbericht wird Daimler Truck am 7. August veröffentlichen.
DEUTSCHE BÖRSE
ist auch im zweiten Quartal auf Wachstumskurs geblieben und hat die Erwartungen übertroffen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Gruppe weiter einen Anstieg der Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis auf rund 5,7 Milliarden Euro und des EBITDA ohne Treasury-Ergebnis auf rund 3,1 Milliarden Euro. Beim Treasury-Ergebnis werden mehr als 700 Millionen Euro erwartet. Für das zweite Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG
2. QUARTAL 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25
Nettoerlöse 1.617 +7% 1.588 +6% 1.505
Operative Kosten 644 +4% 642 +3% 620
EBITDA 980 +10% 953 +7% 891
Ergebnis nach Steuern/Dritten 569 +12% 551 +8% 509
Ergebnis je Aktie 3,15 +14% 3,03 +9% 2,77
SARTORIUS
Der Labor- und Pharmazulieferer hat seine Jahresprognose nach einem robusten Wachstum im ersten Halbjahr bestätigt. Zur guten Geschäftsentwicklung trugen alle Regionen bei, wie der Konzern mitteilte. Für die ersten sechs Monate des Jahres wies Sartorius einen Umsatz von 1,81 Milliarden Euro aus, ein Anstieg um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anfang Juli 2025 übernommene Spezialist für Mikrogewebe Mattek trug 0,5 Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 3,9 Prozent auf 547,8 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 30,3 Prozent. Der bereinigte Konzerngewinn legte um 2 Prozent auf 172,1 Millionen Euro zu. Je Aktie verdiente Sartorius mit 2,50 Euro 5 Cent mehr. Für 2026 erwartet Sartorius weiter ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen rund 5 und 9 Prozent, einschließlich eines Beitrags von etwa einem Prozentpunkt von Mattek sowie den US-Zollzuschlägen. Die operative EBITDA-Marge sollte sich durch Volumen- und Skaleneffekte auf etwas über 30 Prozent erhöhen.
DÜRR
will seine Tochtergesellschaft BBS Automation effizienter aufstellen. Wie der Konzern mitteilte, plant er wegen des schwierigen Marktumfelds ein Effizienzprogramm mit dem Abbau von weltweit rund 500 Stellen von derzeit etwa 2.300. Im Halbjahresabschluss wird Dürr deshalb eine Wertminderung auf BBS von 90 bis 100 Millionen Euro verbuchen. Gleichwohl bestätigte der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr.
FLATEXDEGIRO
wird nach einem überraschend starken zweiten Quartal zuversichtlicher für den Gewinn im Gesamtjahr. Für das laufende Jahr erwartet Flatexdegiro nun ein Gewinnwachstum von 25 bis 43 Prozent gegenüber Vorjahr auf 200 bis 230 Millionen Euro. Der Konzern hatte die Gewinnprognose bereits Ende Juni angehoben. Beim Umsatz wird nach wie vor ein Anstieg um 16 Prozent auf 650 Millionen Euro erwartet. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 26 Prozent 166,5 Millionen Euro zu. Analysten hatten mit 163 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 55 Prozent auf 61,3 Millionen Euro. Hier hatten Analysten mit 55 Millionen gerechnet.
FUCHS
wird nach einem guten zweiten Quartal zuversichtlicher. Der Schmierstoffhersteller hat den Ausblick für den operativen Gewinn im Gesamtjahr angehoben. Im zweiten Quartal schnitt Fuchs besser ab als erwartet. Fuchs rechnet für 2026 nun mit einem EBIT von 460 bis 480 Millionen Euro nach 435 Millionen im Vorjahr. Bislang war der Konzern von 450 Millionen Euro ausgegangen. Der Umsatz wird weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert von 3,7 Milliarden Euro gesehen. Im ersten Halbjahr stieg das EBIT nach vorläufigen Zahlen auf 260 von 209 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auf 2 Milliarden Euro von 1,8 Milliarden im Vorjahr. Im zweiten Quartal betrug das EBIT 135 Millionen Euro gegenüber 101 Millionen Euro in dem durch die Zolldiskussionen belasteten Vorjahresquartal. Analysten hatten im Vara-Konsens zuletzt 108 Millionen Euro erwartet.
STABILUS
hat im dritten Geschäftsquartal dank eines Gewinns aus dem Verkauf von Fabreeka und Tech Products deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der Autozulieferer konkretisierte seien Ausblick für das Gesamtjahr. Dabei sieht er die Marge am unteren Ende der bislang prognostizierten Spanne. Das EBIT stieg im dritten Quartal nach vorläufigen Zahlen auf 66,1 Millionen Euro von 24,8 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte auf 51,4 von 10,1 Millionen Euro. Der realisierte Gewinn aus der im Quartal vollzogenen Veräußerung betrug 44 Millionen Euro.
BNP PARIBAS
will nach starken Ergebnissen im zweiten Quartal, die die Erwartungen übertrafen, eine höhere Zwischendividende zahlen.
ALPHABET
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
July 23, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
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