30.04.2026 07:31:58

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -3-

Chinas Industriekonjunktur ist im April stabil geblieben, was darauf hindeutet, dass der Druck durch die aufgrund des Konflikts im Nahen Osten gestiegenen Energiepreise begrenzt war. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank in diesem Monat geringfügig auf 50,3 von 50,4 im März. Ökonomen hatten im Konsens mit einem stärkeren Rückgang auf 50,1 gerechnet. Der private Index von Ratingdog für das verarbeitende Gewerbe stieg derweil von 50,8 auf 52,2 Punkte, den höchsten Stand seit Dezember 2020.

CHINA-WETTBEWERB

BASF-Chef Markus Kamieth fordert von Europa, Chinas unfairen Handelspraktiken die Stirn zu bieten. "An vielen Stellen wird von chinesischen Unternehmen nicht sauber gespielt", sagte Kamieth dem Nachrichtenmagazin Focus. Wenn der Handel offenkundig gegen die globalen Regeln verstößt, dürfe die EU dies nicht dulden, fordert der Vorstandschef: "Die Fälle zur Prüfung von Anti-Dumping-Maßnahmen bei der EU sind in den letzten 12 bis 24 Monaten enorm angestiegen. Wir sehen eine Verdopplung seit 2023. Aus gutem Grund: In China bestehen enorme Überkapazitäten für viele Produkte. Die Hersteller bieten sie deshalb teils unter den Produktionskosten an, um sie bei uns zu verkaufen." (Focus)

BASF

* angepasste Vorjahreswerte

BERICHTET PROG PROG

1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25*

Umsatz 16.020 -3% 15.883 -4% 16.509

EBITDA vor Sondereffekten 2.356 -6% 2.191 -12% 2.495

EBITDA 2.186 +6% 2.169 +5% 2.070

EBIT vor Sondereffekten 1.434 -10% 1.222 -23% 1.592

EBIT 1.261 +9% 1.184 +2% 1.160

Ergebnis vor Steuern 1.098 +8% 1.176 +16% 1.013

Ergebnis nach Steuern/Dritten 927 +15% 1.027 +27% 808

Ergebnis je Aktie 1,06 +16% 1,09 +20% 0,91

AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet weiterhin:

- EBITDA vor Sondereffekten: zwischen 6,2 und 7,0 Mrd Euro

- Free Cashflow: zwischen 1,5 und 2,3 Mrd Euro

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro;

DEUTSCHE TELEKOM

Die Gewerkschaft Verdi weitet in der Tarifrunde der Deutschen Telekom die Warnstreiks am Donnerstag auf weitere Gebiete im Bundesgebiet aus. Grund für die Warnstreiks sind nach Angaben der Gewerkschaft der "enttäuschende Verlauf der zweiten Tarifverhandlungsrunde", die ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen war.

DHL

BERICHTET PROG PROG

1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25

Umsatz 20.420 -2% 20.707 -0,5% 20.809

EBIT 1.483 +8% 1.379 +1% 1.370

Ergebnis nSt und Dritten 812 +3% 764 -3% 786

Ergebnis je Aktie unverwässert 0,73 +7% 0,68 0% 0,68

Free Cashflow ohne M&A 1.200 +64% 472 -36% 732

Umsatz Express 6.011 -2% 6.028 -2% 6.127

EBIT Express 799 +21% 682 +3% 662

AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet weiterhin:

- EBIT: über 6,2 Mrd Euro

- Free Cashflow (ohne M&A): rund 3 Mrd Euro

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro;

KION

BERICHTET PROG PROG

1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25

Auftragseingang 2.985 +10% 2.728 +1% 2.706

Umsatz 2.771 -1% 2.778 0% 2.788

EBIT bereinigt 205 +5% 206 +5% 196

EBIT-Marge bereinigt 7,4 -- 7,4 -- 7,0

Ergebnis nach Steuern/Dritten 90 -- 88 -- -48

Ergebnis je Aktie 0,69 -- 0,67 -- -0,36

AUSBLICK 2025 - das Unternehmen erwartet:

- Umsatz: 11,4 bis 12,3 Mrd Euro

- EBIT bereinigt: 850 bis 1.040 Mio Euro

- Free Cashflow: 430 bis 570 Mio Euro

- ROCE: 8,3% bis 9,7%

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent;

NEMETSCHEK

BERICHTET PROG PROG

1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25

Umsatz 313 +11% 315 +11% 283

EBITDA 98 +22% 99 +23% 81

EBITDA-Marge 31,4 -- 31,5 -- 28,5

Ergebnis nach Steuern/Dritten 60 +35% 61 +35% 45

Ergebnis je Aktie 0,52 +33% 0,53 +36% 0,39

AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet:

- Umatzwachstum (währungsbereinigt): von 14% bis 15%

- EBITDA-Marge: 32% bis 33%

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent;

PORSCHE AG

Angesichts rückläufiger Autoverkäufe hat der Sportwagenhersteller im ersten Quartal weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahresquartal. Die operative Umsatzrendite sackte in den drei Monaten Januar bis März zwar ab, lag aber über den Schätzungen von Analysten. Für das erste Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Rendite in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

BERICHTET PROG PROG

1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25

Umsatz 8.400 -5% 8.417 -5% 8.858

Operatives Ergebnis 595 -22% 557 -27% 762

Operative Umsatzrendite 7,0 -- 6,6 -- 8,7

Ergebnis nach Steuern/Dritten 399 -23% 385 -25% 517

Ergebnis je Vorzugsaktie 0,44 -23% 0,43 -25% 0,57

Netto-Cashflow Automobile 514 +160% 567 +187% 198

TALANX

hat im ersten Quartal das Ergebnis deutlich stärker erhöht als an der Börse erwartet. Das Konzernergebnis kletterte auf 774 Millionen Euro von 604 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Konsens nur mit 673 Millionen Euro gerechnet. Der Versicherungsumsatz werde sich im Quartal voraussichtlich auf 12,1 (12,4) Milliarden Euro belaufen. Dies entspreche währungsbereinigt einer Steigerung um in etwa 3 Prozent, hieß es.

ALPHABET

Die Google-Muttergesellschaft Alphabet hat im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von 22 Prozent gemeldet. Das Rennen um Künstliche Intelligenz (KI) treibt das Wachstum ihres Cloud-Geschäfts an. Der Umsatz von Alphabet erreichte rund 110 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen. Der Nettogewinn belief sich auf 62,6 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

META PLATFORMS

hat im ersten Quartal den größten vierteljährlichen Umsatzsprung der jüngeren Geschichte verzeichnet, teilte aber mit, dass es in diesem Jahr sogar noch mehr Geld für den Ausbau von KI-Rechenzentren ausgeben werde, als es zuvor prognostiziert hatte. Das Unternehmen gab bekannt, dass es einen Umsatz von 56,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und einen Nettogewinn von 26,8 Milliarden Dollar erzielte. Sowohl der Umsatz als auch der Nettogewinn lagen über den Erwartungen der Analysten.

MICROSOFT

hat ein robustes Cloud-Wachstum von 40 Prozent gemeldet. Dennoch konnten die Zahlen die Bedenken der Anleger nicht zerstreuen. Sie fragen sich, wie der Konzern seine massive Wette auf KI-Infrastruktur in verlässliche Gewinne umwandeln wird. Der Umsatz erreichte 82,9 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, und der Nettogewinn belief sich auf 31,8 Milliarden Dollar. Sowohl Umsatz als auch Nettogewinn übertrafen die Erwartungen der Wall Street.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

April 30, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)

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