09.04.2026 07:53:40

MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

US-Präsident Trump hat vor dem Hintergrund der ohnehin brüchig wirkenden Waffenruhe den Iran erneut gewarnt. Er erklärte, dass das Schießen wieder beginnen würde, sollte keine Einigung erzielt werden. "Alle US-Schiffe, Flugzeuge und das Militärpersonal werden zusammen mit zusätzlicher Munition, Bewaffnung und allem anderen, was für die tödliche Verfolgung und Vernichtung eines bereits erheblich geschwächten Feindes angemessen und notwendig ist, in und um den Iran verbleiben, bis das TATSÄCHLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird", so Trump auf Truth Social. Derweil scheint die Straße von Hormus von Iran weiter weitgehend blockiert zu werden, weil das Land fordert, auch den Libanon in die Waffenruhe einzubeziehen, wo Israel weiter angreift.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Keine wichtigen Termine angekündigt

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:30 BIP (3. Veröffentlichung) 4Q

annualisiert

PROGNOSE: +0,7% gg Vq

2. Veröff.: +0,7% gg Vq

3. Quartal: +4,4% gg Vq

BIP-Deflator

PROGNOSE: +3,8% gg Vq

2. Veröff.: +3,8% gg Vq

3. Quartal: +3,8% gg Vq

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

PROGNOSE: 210.000

zuvor: 202.000

14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen Februar

Ausgaben / Einkommen

PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+0,3% gg Vm

zuvor: +0,4% gg Vm/+0,4% gg Vm

PCE-Preisindex / Gesamtrate

PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+2,8% gg Vj

zuvor: +0,3% gg Vm/+2,8% gg Vj

PCE-Preisindex / Kernrate

PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+3,0% gg Vj

zuvor: +0,4% gg Vm/+3,1% gg Vj

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 6.810,75 -0,2

E-Mini-Future Nasdaq-100 25.025,75 -0,2

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.955,70 +0,0

Topix-500 (Tokio) 3.747,11 -0,8

Kospi (Seoul) 5.093,54 -1,9

Shanghai-Composite 3.965,43 -0,7

Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.843,22 -0,2

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Leichter - Nach dem kräftigen Schluck aus der Pulle am Vortag mit kräftigen Kursgewinnen, geht es am Donnerstag etwas nach unten. Viele Marktteilnehmer dürften erst einmal zuwarten, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickelt, zumal die zwischen den USA und Iran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause brüchig wirkt. Dazu ist offenbar die Straße von Hormus immer noch weitgehend blockiert, was einer zentralen Bedingung für die Waffenruhe widerspricht. Hintergrunbd ist, dass Iran fordert, den Libanon in die Waffenruhe einzubeziehen, was die USA und Israel bislang ablehnen. Die Ölpreise steigen denn auch wieder etwas, nachdem sie schon am Vortag etwas deutlicher über den Tagestiefs geschlossen hatten. Leicht erholt von teils starken Einbußen am Vortag zeigen sich Aktien aus dem Energiesektor. In Sydney gewinnen Woodside 3,7 Prozent, in Hongkong CNOOC 1,7 und in Tokio Inpex 1,1 Prozent. Für das Papier der Bendigo and Adelaide Bank geht es in Sydney um knapp 9 Prozent nach oben, nachdem die Bank gute Drittquartalszahlen berichtet und Stellenstreichungen im Zusammenhang mit neuen strategischen Partnerschaften angekündigt hat.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 47.909,92 +2,9 +1325,46 46.584,46

S&P-500 6.782,81 +2,5 +165,96 6.616,85

NASDAQ Comp 22.635,00 +2,8 +617,15 22.017,85

NASDAQ 100 24.903,17 +2,9 +700,79 24.202,37

Mittwoch Dienstag

Umsatz NYSE (Aktien) 1,48 Mrd 1,10 Mrd

Gewinner 2.337 1.306

Verlierer 447 1.432

unverändert 45 88

Sehr fest - Die Verständigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg löste auch an der Wall Street eine Erleichterungsrally aus. Befeuert wurde diese durch stark fallende Ölpreise. Aktien von Fluggesellschaften zählten zu den Hauptgewinnern. United Airlines, American Airlines und Delta Air Lines gewannen bis zu 7,8 Prozent. Auch Kreuzfahrtaktien profitierten von der Aussicht auf wieder niedrigere Treibstoffkosten. Norwegian Cruise Line und Carnival kletterten um bis zu 11,2 Prozent. Dagegen standen Aktien aus dem Energiesektor unter Abgabedruck. Occidental Petroleum, Exxon und Chevron sanken um bis zu 5,1 Prozent. Aktien von Chipherstellern waren gesucht. Mit der Waffenruhe verringere sich die Gefahr von Unterbrechungen der Chip-Lieferkette, hieß es. Zudem profitierten die als besonders zinsempfindlich geltenden Papiere von mit den fallenden Ölpreisen gedämpften Zinserhöhungssorgen. Für Nvidia ging es um 2,3 Prozent aufwärts, Micron Technology und Sandisk gewannen 7,7 bzw. 9,8 Prozent. Meta Platforms legten um 6,5 Prozent zu. Hier stützte auch die Vorstellung eines neuen großen Sprachmodells, mit dem Meta zu OpenAI, Anthropic und Google DeepMind aufschließen will.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,78 -0,05 3,80 3,71

5 Jahre 3,91 -0,06 3,93 3,85

10 Jahre 4,28 -0,06 4,30 4,23

Die Renditen fielen deutlich - im Zehnjahresbereich um 6 Basispunkte auf 4,28 Prozent -, weil die mit dem Ölpreisanstieg verbundenen Inflationssorgen nachließen und damit auch Befürchtungen steigender Leitzinsen zur Eindämmung der Inflation. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung bewegte nicht, zumal es nichts Neues enthielt und auch, weil am Freitag neue US-Preisdaten auf dem Programm stehen, die mehr Relevanz für die künftige Geldpolitik haben. Ein andauernder Iran-Konflikt könnte zu Zinserhöhungen führen, hieß es in dem Protokoll.

DEVISEN

zuletzt +/- % 00:00 Mi, 09:05 % YTD

EUR/USD 1,1658 -0,0 1,1662 1,1689 -0,7

EUR/JPY 185,22 +0,2 184,89 185,00 +0,7

EUR/GBP 0,8705 -0,0 0,8706 0,8704 -0,1

USD/JPY 158,86 +0,2 158,58 158,23 +1,4

USD/KRW 1.481,30 +0,2 1.478,35 1.476,05 +2,8

USD/CNY 6,8358 +0,1 6,8287 6,8239 -2,3

USD/CNH 6,8355 +0,1 6,8319 6,8229 -2,0

USD/HKD 7,8340 +0,0 7,8321 7,8303 +0,7

AUD/USD 0,7034 -0,1 0,7043 0,7064 +5,4

NZD/USD 0,5827 +0,1 0,5822 0,5834 +1,2

BTC/USD 70.925,41 -0,6 71.377,71 71.659,44 -19,1

Der Dollar stand unter Abgabedruck, der Dollarindex fiel um 0,8 Prozent. Mit der Entspannung im Nahen Osten reduziere sich die Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen, hieß es. Dazu drückten die sinkenden US-Marktzinsen den Greenback.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.714,04 -0,0 -2,08 4.716,12

Silber 73,83 -0,4 -0,29 74,12

Platin 2.012,60 -0,8 -17,01 2.029,61

Der Goldpreis stieg auf den höchsten Stand seit rund drei Wochen - kam aber im späten Geschäft wieder deutlich zurück. Für die Feinunze ging es um 0,5 Prozent nach oben. Die Sorgen vor einer durch steigende Energiepreise angeheizten Inflation nähmen ab, damit schwänden auch Zinserhöhungsspekulationen, hieß es. Zudem stützte der schwache Dollar den Preis des Edelmetalls.

ÖL

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 97,63 +3,4 3,22 94,41

Brent/ICE 97,05 +2,4 2,30 94,75

Die Erdölpreise erlebten den höchsten Tagesabsturz seit der Covid-Krise, gleichwohl lagen sie immer noch rund ein Drittel über dem Vorkriegsniveau. Brent verbilligte sich um 11,5 Prozent auf 96,76 Dollar. Einige Marktteilnehmer bezeichneten den Preisrückgang als übertrieben, zumal es Meldungen gebe, dass der Iran weiter seine Nachbarn angreife. Zudem gab es widersprüchliche Angaben zur Öffnung der Straße von Hormus zwischen den Kriegsparteien und auch zur Einbindung des Libanonkonflikts. In der Folge kamen die Ölpreise von den Tagestiefs um rund 90 Dollar zurück.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR +++++

NATO

Die US-Regierung erwägt einen Plan zur Bestrafung einiger Mitglieder des Nato-Bündnisses, weil sie nach Auffassung von US-Präsident Trump die USA und Israel während des Iran-Krieges nicht unterstützt hätten, so Regierungsbeamte. Der Vorschlag beinhaltet, US-Truppen aus den betreffenden Mitgliedsländern des Nordatlantikpakts abzuziehen. Stattdessen sollten sie in Ländern stationiert werden, die die US-Militärkampagne stärker unterstützt hätten.

USA - Geldpolitik

Bei der jüngsten Sitzung der US-Notenbank haben die Geldpolitiker durckblicken lassen, dass ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten Zinserhöhungen nach sich ziehen könnte. Aus dem am Mittwoch veröffentlichte Protokoll geht hervor, dass die Teilnehmer auf das Risiko hinwiesen, "dass die Inflation angesichts eines anhaltenden Anstiegs der Ölpreise länger als erwartet erhöht bleibt". Dies könne Zinserhöhungen erforderlich machen, um die Inflation auf das Zwei-Prozentziel der US-Notenbank zurückzuführen und die langfristigen Inflationserwartungen fest zu verankern.

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April 09, 2026 01:54 ET (05:54 GMT)

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