31.07.2026 07:54:40

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Apple hat im dritten Geschäftsquartal einen Rekordumsatz von 109,4 Milliarden Dollar (+15% zum Vorjahr) verzeichnet. Analysten hatten im Schnitt mit 108 Milliarden Dollar gerechnet. Der iPhone-Umsatz wuchs um 21 Prozent und lag damit über den Erwartungen der Wall Street von etwa 19 Prozent, womit sich die Erfolgsserie des iPhone 17 fortsetzte. Das Nettoergebnis betrug 29,79 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg um 29 Prozent auf 2,02 Dollar, wobei er von Zollerstattungen profitierte. Für das vierte Geschäftsquartal rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent; Analysten hatten bislang 12 Prozent erwartet.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihre Geldpolitik unverändert belassen, während sie derzeit bewertet, wie sich ihre jüngste Zinserhöhung auf die Wirtschaft und die Preisentwicklung auswirkt. Wie allgemein erwartet, behielt die Zentralbank am Ende ihrer zweitägigen Sitzung ihren Leitzins bei 1,00 Prozent bei. Im Juni hatte sie den Leitzins auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten angehoben und dabei die Möglichkeit angeführt, dass die Kerninflation ihr Ziel von 2 Prozent überschreiten könnte. Das Abstimmungsergebnis lautete 8 zu 1, wobei das hawkische Vorstandsmitglied Hajime Takata eine Anhebung auf 1,25 Prozent vorgeschlagen hatte. Zwar bestehen weiterhin Inflationsrisiken, doch beobachten die Entscheidungsträger der BoJ aufmerksam die Auswirkungen der Zinserhöhung vom Juni, die Entwicklungen im Nahen Osten und die daraus resultierenden Bewegungen der Ölpreise, bevor sie weitere Maßnahmen ergreifen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

05:00 JP/Sony Corp, Ergebnis 1Q

12:00 US/Chevron Corp, Ergebnis 2Q

12:30 US/Exxon Mobil Corp, Ergebnis 2Q

12:45 US/Abbvie Inc, Ergebnis 2Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:30 Arbeitskostenindex 2Q

PROGNOSE: +0,8% gg Vq

zuvor: +0,9% gg Vq

15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Juli

PROGNOSE: 55,7

zuvor: 56,7

16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) Juli

PROGNOSE: 54,0

1. Umfrage: 54,4

zuvor: 49,5

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 7.508,50 +0,5

E-Mini-Future Nasdaq-100 28.573,50 +1,2

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.975,00 +0,1

Nikkei-225 64.191,09 +3,8

Topix-500 (Tokio) 4.009,68 +1,5

Kospi (Seoul) 6.590,76 +17,8

Shanghai-Composite 3.834,62 +0,8

Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.805,30 -0,2

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Vor allem Halbleiter- und Technologiewerte sind nach positiven US-Vorlagen gesucht. Auch mit Enttäuschung aufgenommene Geschäftszahlen von Apple belasten die Stimmung im Sektor nicht. Gefeiert wird dagegen der Geschäftsausweis von Amazon - dank beschleunigtem Cloud-Wachstum. Der Kospi erholt sich nach dem Einbruch der vergangenen Tage dank einer Hausse der zuletzt arg gebeutelten Halbleiterwerte. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix erholten sich um 20,5 bzw. 25,3 Prozent, nachdem die positiven Quartalsergebnisse Microsoft und Amazon das Vertrauen in KI-bezogene Ausgaben erneuert haben. In Japan stützen ebenfalls Halbleitertitel, aber auch ein schwächelnder Yen. Denn die Notenbank hat Leitzinsniveau bestätigt. Da die Kernverbraucherpreise im Großraum Tokio im Juli stärker als gedacht gestiegen waren, sorgt die Geldpolitik für etwas Erleichterung. Dies gilt umso mehr, weil die Industrieproduktion im Juni deutlicher als veranschlagt zugelegt hat. Auch der Einzelhandelsumsatz im Juni stieg. Im Chipsektor ziehen Advantest und Tokyo Electron um 15,1 bzw. 6,1 Prozent an. Die chinesischen Aktien, die vom Absturz der Halbleitertitel der vergangenen Tage kaum berührt waren, beweisen einmal mehr relative Eigenständigkeit mit Konzentration auf heimische Aspekte. Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes sind im Juli entgegen der Markterwartung in den Kontraktionsbereich gerutscht. Investoren beobachten aufmerksam, ob es weitere politische Unterstützungsmaßnahmen aus Peking geben wird. Ähnlich wie in China hatte der Ausverkauf im Halbleiterbereich in Australien keine Spuren hinterlassen, denn der Technologiesektor spielt im Leitindex keine Rolle.

US-NACHBÖRSE

Apple gaben um 5,9 Prozent nach, obwohl das Unternehmen ein Rekord-Drittquartal mit einem Umsatzplus von 16 Prozent gemeldet hatte. Allerdings rechnet Apple nach dem KI-Boom mit langsamerem Wachstum und höheren Kosten. Gefeiert wurde dagegen der Geschäftsausweis von Amazon, der Kurs haussierte um über 10 Prozent dank beschleunigtem Cloud-Wachstum.

WALL STREET

Dow-Jones 52.208,06 +1,2

S&P-500 7.437,63 +1,7

Nasdaq Composite 25.122,18 +2,8

Donnerstag Mittwoch

Umsatz NYSE (Aktien) 1,28 Mrd 1,31 Mrd

Gewinner 1.565 860

Verlierer 1.202 1.902

Unverändert 73 78

Sehr fest - Angeführt von den Technologiewerten kam es an der Wall Street am Donnerstag zu einer kräftigen Erholung. Vor allem der Technologie-Sektor hatte zuletzt mit den immer weiter steigenden Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) unter Druck gestanden. Kein klares Bild lieferten die Zahlen von Microsoft und Meta Platforms. So ging es für die Meta-Aktie um 8 Prozent nach unten. Das Technologie-Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit Investitionen im Mittel von rund 137,5 Milliarden US-Dollar - eine Summe, die den Konzern laut Analysten in der zweiten Jahreshälfte zum ersten Mal seit seinem Börsengang im Jahr 2012 in den Bereich eines negativen freien Cashflows bringen dürfte. Zudem enttäuschte die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Microsoft (+15,5%) hat für das vierte Geschäftsquartal ein robustes Cloud-Wachstum und einen Anstieg der zahlenden KI-Abonnenten gemeldet. Der Konzern senkte seine Investitionsprognose für das Kalenderjahr 2026 von rund 190 Milliarden Dollar auf etwa 175 Milliarden Dollar, nachdem die geschätzte Nutzungsdauer der Rechenzentren und Bürogebäude von 15 auf 25 Jahre verlängert wurde. Bei den Chip-Werten kam es zu einer kräftigen Erholung von den jüngsten Abgaben. So ging es für die Nvidia-Aktie um 2,7 Prozent nach oben und die Titel von Intel gewannen 11,3 Prozent. Marvell Technology stiegen um 12,2 Prozent. Vor der Veröffentlichung von Zahlen nach der Schlussglocke verloren Apple 1,4 Prozent, während Amazon um 3,9 Prozent stiegen.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,23 -0,01 4,30 4,21

10 Jahre 4,66 +0,04 4,71 4,65

Die Renditen am langen Ende des US-Anleihemarkts stiegen nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den begleitenden Aussagen. Für die Rendite 30-jähriger Papiere ging es zwischenzeitlich mit 5,243 Prozent sogar auf den höchsten Stand seit 19 Jahren.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 9:37 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1505 -0,2 1,1527 1,1436 -2,0

EUR/JPY 184,85 +0,5 183,86 187,20 +0,5

EUR/GBP 0,8558 -0,0 0,8559 0,8571 -1,8

USD/JPY 160,65 +0,7 159,51 163,69 +2,6

USD/KRW 1.439,67 +1,2 1.423,12 1.437,96 -0,1

USD/CNY 6,7472 -0,1 6,7550 6,7578 -3,5

USD/CNH 6,7453 -0,0 6,7475 6,7575 -3,3

USD/HKD 7,8421 -0,0 7,8427 7,8436 +0,8

AUD/USD 0,7026 +0,0 0,7025 0,6950 +5,3

NZD/USD 0,5864 -0,2 0,5878 0,5805 +1,9

BTC/USD 64.232,78 -0,8 64.728,65 63.883,21 -26,8

Der Dollar stand unter Druck. Der Dollar-Index fiel um 0,9 Prozent. Im Gegenzug sprang der Euro wieder über 1,15 Dollar. Die Unsicherheit über die Reaktionsfähigkeit der Fed auf Inflationsrisiken mache den Dollar anfällig, so Derek Halpenny von der MUFG Bank. US-Notenbankchef Warsh habe kaum eine Erklärung für die Entscheidung der Zentralbank vom Mittwoch geliefert, die Zinsen unverändert zu lassen. "Die Glaubwürdigkeit der Fed wird in Frage gestellt, und nach einem starken Anstieg der Inflationserwartungen haben sich die Aussichten für den Dollar eindeutig verschlechtert", ergänzte er.

Mit dem bestätigten Leitzinsniveau in Japan neigt der Yen am Morgen zur Schwäche.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.074,41 -0,7 -27,99 4.102,40

Silber 58,35 -1,1 -0,64 58,99

Platin 1.628,64 -1,9 -31,54 1.660,18

(Angaben ohne Gewähr)

Für den Goldpreis ging es mit dem schwachen Dollar nach oben. Die Feinunze stieg um 1,2 Prozent auf 4.115 Dollar. Die Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen unverändert zu lassen, gibt den Anlegern die Zuversicht, wieder auf Gold zu setzen, meinte Rick Kanda von dGold Bullion. Kanda warnte jedoch, dass trotz der im Vergleich zu den letztjährigen Allzeithochs relativ günstigen aktuellen Goldpreise weiterhin Risiken bestünden. "Ehrlich gesagt kann sich das geopolitische und wirtschaftliche Umfeld dramatisch ändern, was Raum für Unsicherheit und Volatilität lässt", ergänzte er.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 31, 2026 01:54 ET (05:54 GMT)

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