22.04.2026 10:01:38

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Franklin Templeton ETF-Studie: Hoher Bekannheitsgrad, geringes Wissen

/ Mehr als die Hälfte bezeichnet ihr Wissen als ungenügend (FOTO)

Frankfurt (ots) - Exchange Traded Funds (ETFs) gehören mittlerweile zu den

bekanntesten Anlageprodukten in Deutschland. Drei Viertel der Bevölkerung geben

an, von ETFs gehört zu haben. Der hohe Bekanntheitsgrad geht jedoch nicht mit

einem fundierten Verständnis einher. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse

einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im

Auftrag von Franklin Templeton im Februar 2026 unter 1.000 Erwachsenen in

Deutschland durchgeführt hat.

Trotz ihrer großen Beliebtheit beurteilen die Befragten ihr eigenes Wissen über

ETFs kritisch. Im Durchschnitt bewerten sie es auf der deutschen Notenskala mit

4,5 (wobei 6 die schlechteste Note ist) - was der Note "ungenügend" entspricht.

Mehr als die Hälfte (56 %) bezeichnet ihr Wissen als unzureichend, während nur

12 % es als gut oder sehr gut einschätzen. Gleichzeitig sind 61 % der Meinung,

dass die Deutschen insgesamt ihr Geld zu konservativ anlegen.

Die Unterschiede sind besonders ausgeprägt zwischen den Geschlechtern,

Altersgruppen und Einkommensklassen. Männer geben deutlich häufiger als Frauen

an, dass sie ETFs erklären können. Auch jüngere Befragte im Alter von 18 bis 34

Jahren sowie Haushalte mit höherem Einkommen bewerten ihr Wissen positiver.

Christian Machts, Country Head Deutschland und Österreich bei Franklin

Templeton, sagt: "ETFs sind weit verbreitet, werden aber nicht allgemein

verstanden. Diese Lücke prägt heute das Anlageverhalten in Deutschland. Mit

dieser Umfrage wollten wir besser verstehen, wo Anleger nach Orientierung suchen

- und was sie daran hindert, bestehendes Interesse in langfristige

Anlageentscheidungen umzusetzen. Die Herausforderung besteht nun darin, das

Bewusstsein in Handeln umzusetzen."

Großes Interesse - doch die Investition in ETFs wird oft aufgeschoben

Die Umfrage ergab zudem, dass ETFs für viele Deutsche grundsätzlich attraktiv

sind. Hätten sie heute 10.000 Euro frei verfügbar, würde mehr als ein Drittel

davon in ETFs investieren - mehr als in jede andere Anlageform. Bei erfahrenen

Anlegern steigt dieser Anteil auf fast 60 %.

In der Realität dominieren jedoch nach wie vor konservative Produkte. Rund zwei

Drittel der Deutschen nutzen Tagesgeldkonten, und mehr als die Hälfte setzt auf

Spar- oder Sparbücher. Nur etwa drei von zehn Befragten halten derzeit

indexierte ETFs, also ETFs, die einen Index regelbasiert nachbilden. Vielen ist

bewusst, dass Untätigkeit an sich schon ein Risiko sein kann: Ein Drittel gibt

an, mehr Angst davor zu haben, ihr Geld nicht anzulegen, als vor einem

Marktcrash. Gleichzeitig fühlen sich 42 % von der schieren Vielfalt der

verfügbaren ETFs überfordert - was darauf hindeutet, dass eher

Orientierungslosigkeit als mangelndes Interesse ein wesentliches Hindernis für

Investitionen darstellt.

Jüngere Anleger treiben den Wandel hin zu ETF-Altersvorsorge an

ETFs werden zunehmend als zentrales Instrument für die langfristige

Altersvorsorge angesehen. 43 % der Befragten betrachten sie als wichtigen

Baustein für die Altersvorsorge, und 44 % glauben, dass ohne wertpapierbasierte

Sparpläne finanzielle Engpässe im Alter wahrscheinlich sind. Dennoch bleibt die

tatsächliche Umsetzung zurückhaltend.

Wo Anleger jedoch bereits aktiv sind, zeichnet sich ein klares Muster ab: Drei

Viertel der ETF-Anleger nutzen Sparpläne. Vor allem jüngere Anleger bevorzugen

automatisiertes Investieren - mehr als 80 % der 18- bis 34-Jährigen investieren

über ETF-Sparpläne.

Martin Bechtloff, Vice President ETF Sales Germany bei Franklin Templeton,

kommentiert: "ETF-Sparpläne verdeutlichen, wie sich das Anlageverhalten in

Deutschland verändert. Regelmäßiges Investieren wird auch beim von der

Bundesregierung geplanten Altersvorsorgekonto eine zentrale Rolle spielen. Für

viele Anleger kann dies ein wichtiger Weg sein, den langfristigen

Vermögensaufbau und die private Altersvorsorge enger an die Kapitalmärkte

anzupassen - insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Zweifel an der

alleinigen Tragfähigkeit des staatlichen Rentensystems."

Wachstumsmärkte und neue ETF-Konzepte werden nach wie vor zu wenig genutzt

Während sich die meisten ETF-Anleger auf breit diversifizierte globale Indizes

konzentrieren, spielen Schwellenmärkte derzeit nur eine untergeordnete Rolle.

Und das, obwohl fast die Hälfte der Befragten in einigen der großen

Schwellenmärkte ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet. Als

Haupthindernisse werden mangelndes Wissen und geopolitische Bedenken genannt.

Auch aktiv verwaltete ETFs stoßen auf wachsendes Interesse, doch der

Bekanntheitsgrad ist nach wie vor gering. Nur ein Drittel der Befragten, die

ETFs kennen, weiß, dass es solche Produkte gibt, während jeder Zehnte angibt,

möglicherweise in Zukunft in sie zu investieren.

Insgesamt zeigt die Umfrage, dass ETFs in Deutschland mittlerweile zum

Mainstream geworden sind - der Bedarf an Beratung, Informationen und Kontext ist

jedoch nach wie vor hoch. Es besteht weiterhin eine erhebliche Lücke zwischen

Bekanntheit, Interesse und tatsächlicher Nutzung.

Über die Umfrage

Die repräsentative Bevölkerungsumfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut

forsa im Auftrag von Franklin Templeton zwischen dem 3. und 6. Februar 2026

durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1.009 deutschsprachige Erwachsene ab 18

Jahren, die in Privathaushalten leben. Die Studie wurde online (forsa.omninet)

mit einer Fehlermarge von ±3 Prozentpunkten durchgeführt.

Über Franklin Templeton

Franklin Templeton ist ein vertrauenswürdiger Anlagepartner, der

maßgeschneiderte Lösungen anbietet, die auf die strategischen Ziele der Kunden

abgestimmt sind. Mit fundierter Expertise im Portfoliomanagement auf

öffentlichen und privaten Märkten verbinden wir exzellente Anlageperformance mit

modernster Technologie. Seit unserer Gründung im Jahr 1947 unterstützen wir

unsere Kunden durch strategische Partnerschaften, zukunftsorientierte Einblicke

und kontinuierliche Innovation - und stellen ihnen die Werkzeuge und Ressourcen

zur Verfügung, um Veränderungen zu meistern und Chancen zu nutzen.

Mit einem verwalteten Vermögen von 1,68 Billionen US-Dollar zum 31. März 2026

ist Franklin Templeton weltweit in mehr als 35 Ländern tätig.

Pressekontakt:

Oliver Trenk

Sr. Regional Corporate Communications Manager

Franklin Templeton Investments

Mainzer Landstraße 16

60325 Frankfurt

Tel: +49 69 27223-718

Email: mailto:oliver.trenk@franklintempleton.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/50648/6260297

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