20.04.2026 15:20:38

OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Einfuhren steigen ...

Einfuhren steigen merklich an, Exportentwicklung weiter schwach /

Brossardt: "Exporte in die USA brechen im Vergleich zum Vorjahresmonat

um knapp 20 Prozent ein"

München (ots) - Die bayerische Wirtschaft exportierte im Februar 2026 Waren im

Wert von rund 19,2 Milliarden Euro, das waren 0,4 Prozent mehr als im

Vorjahresmonat. Die Importe stiegen im selben Zeitraum um 5,6 Prozent auf 18,9

Milliarden Euro. Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

betrachtet die heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen mit

Vorsicht. "Es ist positiv, dass der Außenhandel vorerst weiterhin leicht im

Aufwind scheint. Zu bedenken ist aber, dass es sich um Zahlen handelt, die den

Zeitraum vor Ausbruch des Iran-Kriegs abbilden. Wir müssen deshalb davon

ausgehen, dass die Zahlen aufgrund dieses Konflikts und der Blockade der Straße

von Hormus wieder ins Negative rutschen werden. Die schwierige

außenwirtschaftliche Lage hat die für uns so zentrale bayerische

Exportwirtschaft weiterhin fest im Griff. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren:

Die schwarz-rote Bundesregierung muss die so dringend benötigten strukturellen

Reformen zügig umsetzen, um unseren Standort gerade im Angesicht der massiven

weltweiten Unsicherheiten von innen heraus möglichst attraktiv zu gestalten",

sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die Betrachtung wichtiger Exportmärkte zeigt eine differenzierte Lage. "Ein

schmerzhafter Rückschlag: Im Vergleich zum Vorjahresmonat brachen die Ausfuhren

in die USA, dem größten bayerischen Absatzmarkt, um knapp 20 Prozent auf 2,1

Milliarden Euro ein. Die unberechenbare Zoll- und Handelspolitik von Donald

Trump belastet den bayerisch-amerikanischen Handel weiterhin stark. Zudem sanken

auch die Exporte in die Volksrepublik China um zehn Prozent. Grund hierfür ist

neben der wirtschaftlichen Schwäche in China vor allem die Konkurrenz aus dem

Reich der Mitte selbst, die durch Wettbewerbsverzerrungen zusätzlich bestärkt

wird. Ein Lichtblick ist dagegen der Handel mit Europa : Die gesamten Ausfuhren

des Freistaats in die EU-Länder stiegen um rund zehn Prozent. Vor allem die

Exporte nach Österreich, Frankreich, Italien und Polen konnten ausgeweitet

werden. Umso stärker die globale Unsicherheit ist, umso mehr erweist sich der

europäische Binnenmarkt als Stabilitätsanker für die bayerische Wirtschaft.

Diesen gilt es daher entschieden zu stärken", so Brossardt.

Der Blick auf die Ausfuhren der wichtigsten Exportgüter bleibt durchwachsen.

"Sowohl bei den Pkw als auch Maschinen sehen wir im Februar erneut Rückgänge,

um 12,1 beziehungsweise 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Klar ist: Wir

verlieren weiter bei den Gütern, deren weltweiter Verkauf jahrzehntelang zu

unserem wirtschaftlichen Markenkern gehörte", erklärt Brossardt und ergänzt:

"Wir stehen vor einer extrem schwierigen Lage. Das derzeitige Chaos in der

Weltwirtschaft lässt sich aber eben nur schwer beeinflussen. Daher ist es umso

wichtiger, dass wir unseren heimischen Unternehmen die nötige Rückendeckung

verschaffen - dafür braucht es schnell wieder attraktive Standortbedingungen.

Die schwarz-rote Bundesregierung muss dafür endlich den Mut aufbringen,

unbequeme Entscheidungen zu treffen und tiefgreifende Reformen rasch umzusetzen

."

Pressekontakt:

Felix Fend, +49 (0) 89-551 78-335, mailto:felix.fend@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6259112

OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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