08.07.2013 20:08:58

Rheinische Post: Die Kampfjet-Kosten

Düsseldorf (ots) - Die Entstehungsgeschichte des Kampfflugzeuges "Eurofighter" ist zwar noch deutlich länger als die der Drohne "Euro Hawk". Doch dieses Mal brauchte Verteidigungsminister Thomas de Maizière keine drei Wochen Auszeit, um die Hintergründe für "Kostenexplosionen" zu klären. Die lassen sich auch von jedem Autofahrer nachvollziehen: Wer in den 90er Jahren zwei Golf-IV-Modelle zum Fixpreis bestellte und heute den zweiten Wagen auf dem Stand der aktuellen Golf-VII-Variante haben will, muss halt mehr bezahlen. Die industriepolitischen Gründe sind mindestens so entscheidend wie die militärischen: Mit der Eigenentwicklung wollten Italiener, Spanier, Briten und Deutsche den europäischen Flugzeugbau stärken. Das ist überzeugend gelungen, wie die Marktanteile von Boeing und Airbus belegen. In diesen Dimensionen sind die Mehrkosten für ein "Aufpeppen" des ursprünglichen Modells zu gewichten. Den Verteidigungsminister träfe nur dann ein Vorwurf, wenn er die Kostensteigerung verschwiegen hätte. Belege dafür sind indes nicht in Sicht.

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