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15.01.2026 11:47:00
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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis deutlich tiefer
Vor einer Woche, also bevor sich die Lage im Iran zunehmend verschärft hatte, kostete Brent-Öl noch rund 60 Dollar. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) entwickelte sich in den vergangenen Tagen ähnlich. Am Donnerstagvormittag fiel er starke 3,08 Prozent auf 59,23 Dollar. Die Entwicklung der Ölpreise hängt derzeit vorwiegend an der Situation im Iran.
Nach dem brutalen Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen die Massenproteste wächst grundsätzlich die Sorge vor einem militärischen Konflikt. Entwicklungen in der Region wie Warnungen diplomatischer Vertretungen, aber auch Maßnahmen des US-Militärs und Flugstreichungen lösten Befürchtungen aus, dass US-Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen die politische Führung in Teheran wahr machen könnte.
Investoren am Ölmarkt deuteten Aussagen von Trump am Mittwochabend als Zeichen dafür, dass ein militärisches Vorgehen der Vereinigten Staaten nicht unmittelbar bevorsteht. Trump hatte erklärt, dass ihm zugesichert worden sei, dass der Iran die Tötung von Demonstranten einstellen werde. Dies deutet womöglich darauf hin, dass er von einer angedrohten militärischen Reaktion auf die Niederschlagung der landesweiten Demonstrationen absehen könnte.
Neben der Lage im Iran steht weiter die Situation im ölreichen südamerikanischen Land Venezuela im Blickpunkt. Hier hatte sich Trump zuletzt zufrieden mit der aktuellen Führung Venezuelas gezeigt. Er habe ein langes Telefonat mit der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodr�guez gehabt. Trump nannte sie eine großartige Person. Worauf er sich bei seiner Einschätzung konkret bezog, machte Trump nicht deutlich.
Der US-Präsident schrieb auf der Plattform Truth Social, man habe bei dem Telefonat mehrere Themen diskutiert, darunter Öl, Mineralien, Handel und nationale Sicherheit. Trump schrieb, dass die Partnerschaft zwischen den USA und Venezuela "FÜR ALLE" spektakulär sein werde. Das südamerikanische Land werde bald wieder großartig und wohlhabend sein, versprach er.
Die USA hatten Anfang Jänner bei einem Militäreinsatz in Caracas den autoritär regierenden Staatschef Nicol�s Maduro entmachtet und gefangen genommen. Sie werfen ihm vor, die USA mit Drogen überschwemmt zu haben. Er weist die Vorwürfe zurück. Er sitzt in den USA im Gefängnis.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist weiter gestiegen. Am Mittwoch betrug der Korbpreis 63,30 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 62,78 Dollar am Dienstag. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis tendierte nach den jüngsten Rekorden etwas tiefer. Eine Feinunze (31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.616,30 Dollar und damit 0,32 Prozent weniger als zuletzt.
ste/spa
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