Budget 30.06.2026 17:50:00

Staatsschulden stiegen im ersten Quartal

Staatsschulden stiegen im ersten Quartal

Gleichzeitig erhöhte sich im ersten Quartal 2026 auch die Schuldenquote, also das Verhältnis der Schulden zur Wirtschaftsleistung, von 81,5 auf 83,5 Prozent. Das Defizit lag bei 7,3 Mrd. Euro bzw. 5,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die zusätzlichen Schulden lassen sich laut Statistik Austria großteils auf den Bundessektor zurückführen.

14,1 Mrd. Euro kamen beim Bund dazu. "Hier wurden zum einen neue Schulden aufgenommen, um das laufende Defizit zu finanzieren, aber auch, um die Einlagen stark zu erhöhen", erklärte die fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk, in einer Aussendung. "Mit dieser Reserve stellt der Bund vorsorglich Liquidität sicher."

Defizit bei 5,8 Prozent

Im Landessektor stiegen die Schulden um 0,7 Mrd. Euro, im Gemeindesektor um 0,2 Mrd. Euro. Bei den Sozialversicherungen wurden die Verbindlichkeiten hingegen reduziert, die Statistik Austria spricht jedoch von einer Momentaufnahme. Schließlich komme es hier durch kurzfristige Finanzierungen regelmäßig zu starken unterjährigen Schwankungen.

Insgesamt standen im ersten Quartal Einnahmen von 60,5 Mrd. Euro Ausgaben von 67,8 Mrd. Euro gegenüber. Das öffentliche Defizit lag damit bei 5,8 Prozent. Auch hier entfällt der größte Brocken auf die Bundesebene, nämlich 6,4 von 7,3 Mrd. Euro.

Für FPÖ-Budgetsprecher Arnold Schiefer sind die Zahlen ein "unübersehbares Warnsignal". "Der Anstieg der Schulden und der damit verbundenen Zinszahlungen wird die künftigen Budgets weit über das Jahr 2028 hinaus belasten", kritisierte er und warf der Regierung vor, "überholte rot-schwarze Proporzstrukturen" mit Steuergeld durchzufüttern. Das vorliegende Budget müsse überarbeitet werden.

iga/aku

APA

Weitere Links:


Bildquelle: cristi180884 / Shutterstock.com
Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!